Basteln mit der Filibox - Teil 2

24. Januar 2015 - 16:14 -- Bastelfrau


Unser zweiter Versuch mit der Filibox war leider nicht besser als der erste Versuch. Diesmal haben wir einen Schornsteinfeger aus Wattebällen und Pfeifenputzer gebastelt - und wie schon beim ersten Versuch ist die Idee wirklich nett, aber...

Auch diesmal gibt es leider einiges zu bemängeln. Bevor ich damit aber anfange, gibt es auch Positives zu berichten:

Die Idee ist nett und die Anleitung durchaus ausreichend. Da die Vorlagen ja im Paket enthalten sind, kann man sich natürlich weiteres Material zukaufen und dann viele, viele Schornsteinfeger basteln. Man kann aber auch einfach Hüte basteln und diese anschließend verzieren oder man bastelt Männchen aus Pfeifenputzern.

Beim Basteln selbst ist es allerdings wieder zu einigen "Irritationen" gekommen:

Wenn man zwei Wattekugeln zum Anmalen hat, wäre es nicht schlecht, wenn man auch zwei Stäbe dabei hätte, auf die man die Kugeln während des Malens stecken kann. Das könnten Schaschlikspieße oder zur Not auch einfach Zahnstocher sein. So haben wir den Stab für den Schornsteinfeger für die eine Wattekugel und einen Schaschlikspieß aus der Küche für die zweite Wattekugel verwendet. Der Trocknungsvorgang war auch so schon lang genug. Wenn ich mir vorstelle, wir hätten diese Arbeit auf zwei Durchgänge verteilen müssen, wäre die Begeisterung über das Bastelset bei meinem Enkel komplett in den Keller gegangen. Und das muss ja nun wirklich nicht sein.

Bild: Das Bastelmaterial für den Schornsteinfeger

Eines der beiden Farbtöpfchen haben wir kaum aufbekommen. Damit meine ich, dass selbst mein Mann, der für das Öffnen sämtlicher Flaschen, Gläser und Dosen, die ich nicht aufbekomme, zuständig ist, kam dabei an seine Grenzen. Nachdem das Döschen endlich offen war, stellten wir fest, dass der Schutzdeckel direkt über der Farbe nicht ganz dicht war und dafür gesorgt hatte, dass der Deckel durch die Farbe verklebt wurde. Gleichzeitig ist die Farbe etwas eingetrocknet - d.h. sie war zwar dickflüssig, aber noch zu gebrauchen. Einfach mit den Fingern in die Farbe tauchen war hier aber nicht mehr möglich, denn dann klebte die Farbe mitsamt dem Töpfchen an den Fingern fest.

Bild: Ein bisschen schwer zu erkennen - das Töpfchen klebt am Finger fest.



Die angemalten Wattekugeln müssen nachgebohrt werden, am besten mit einer Ahle und von beiden Seiten gleichzeitig, weil man sonst die Watte aus der Kugel herausdrückt. Dazu gab es keinerlei Hinweise und auch kein Hilfsmittel.

Bild: Beim Versuch, die Wattekugel auf das Stäbchen zu bekommen, wird die Watte aus der Kugel herausgedrückt.

Außerdem fehlte der Hinweis, dass man Pfeifenputzer besser nicht mit Mutters guter (Schneider-)Schere schneidet, denn durch den Draht kann die Schere beschädigt werden. Sie bekommt Riefen und schneidet dann nicht mehr richtig.

Die Bastelhölzer, mit denen die Leiter gebastelt wird, waren nicht bunt wie auf der Abbildung, sondern es gab ein Hölzchen in Farbe 1, der Rest war in Farbe 2. Da wären mir alle Hölzer in einer Farbe ehrlich gesagt lieber gewesen, denn so ist die Leiter nicht bunt, sondern sieht einfach falsch aus.

Die Pailetten für die "Knöpfe" waren genau abgezählt. In einem kleinen Plastiktütchen befanden sich genau die drei Pailetten, die man benötigt.

Wenn man nun bedenkt, dass man bei diesen Bastelpaketen für Kinder vor allen Dingen die Idee bezahlt, während die Materialkosten verschwindend gering sind, frage ich mich hier wirklich, wie knickrig man eigentlich sein kann. Wäre hier das Material für eine zweite Figur dabei gewesen - zum Beispiel für einen Schneemann, wären die Materialkosten kaum höher gewesen (zwei Wattekugeln, ein Schaschlikspieß, 3 Pailetten und ein weiteres Stückchen Pappe), hätte dies kaum Kosten verursacht, aber die Box etwas aufgewertet. Statt dessen gibt es genau 3 Pailetten. Da war das Tütchen teurer als der Inhalt.

Jetzt hoffe ich auf den dritten Teil der Box - vielleicht kann das Glücksschweinchen ja alles "wieder rausreißen".



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