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Papierrosetten

Gespeichert von Bastelfrau am 23 November 2019
Papierrosetten

Papierrosetten sind ganz einfach zu basteln, allerdings haben sie auch ihre Tücken - mal "flutschen" sie wieder auseinander, mal wollen sie sich erst gar nicht zusammenkleben lassen, mal verrutscht der mittlere Teil - Papierrosetten können ganz offensichtlich ein Eigenleben entwickeln. :-) Wenn sie dann aber fertig sind, kann man sie zu allen möglichen Gelegenheiten gebrauchen - unter anderem auch dafür, Geschenkverpackungen den letzten Schliff zu geben.

 

Zuerst einmal möchte ich mich bei Tatjana, der Holzfrau bedanken, die mir "Rohlinge" aus verschiedenen Papieren mit einem Stanz- und Prägegerät ausgestanzt und zugeschickt hat. Ohne sie wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, Papierrosetten zu basteln. Und falls doch, hätte ich einen Streifen Papier zugeschnitten und diesen brav gefaltet - das funktioniert nämlich auch, ist aber natürlich wesentlich aufwändiger.

 

 

Papierrosette basteln

Ausgestanzt werden jeweils ein Streifen Papier und ein "Zackenkreis". Der Papierstreifen ist an den Stellen, an denen das Papier gefaltet werden muss, perforiert, so dass das Falten nicht nur ganz einfach ist, sondern man es auch gut nebenbei machen, denn die Falten legen sich praktisch von alleine.

Je nachdem, welches Papier verwendet wird, sehen die Rosetten natürlich anders aus. Hier habe ich zum Beispiel den Streifen samt Mittelteil mit Distress Ink farben etwas eingefärbt.

Nachdem ich den Streifen in Falten gelegt habe, habe ich die Außenränder zusammengeklebt, das Ganze dann flach gedrückt und den gezackten Kreis in die Mitte darauf geklebt.

Dann habe ich ein das Mittelteil aufgeklebt und so einige Rosetten fertiggestellt und zum Trocknen auf dem Tisch liegen gelassen. Anschließend bin ich ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen hatten sie die Rosetten leider etwas verändert. Im ersten Moment dachte ich sogar, da hätte jemand Muffinsförmchen an meinen Arbeitsplatz gelegt.

Beim nächsten Versuch habe ich dann nicht nur einen gezackten Kreis von oben aufgeklebt, sondern auch noch jeweils eine Farbflasche und andere schwere Gegenstände auf die Rosetten gestellt, damit dies nicht noch einmal passieren konnte. Nachdem die Rosetten trocken waren, habe ich sie umgedreht und auf die Rückseite noch farblich passende Stanzteile geklebt, damit die Rosetten nicht wieder auseinanderflutschen konnten.

Verwendet man Scrapbookingkarton - der übrigens toll aussieht, wenn er zur Rosette verarbeitet wird -, muss man allerdings darauf achten, dass man beim Zusammenkleben des Papierstreifens einen starken Kleber verwendet. Nimmt man doppelseitiges Klebeband, so wie ich das gemacht habe, sieht die Rosette nämlich u.U. plötzlich so aus:

Ansonsten ist mir noch negativ aufgefallen, dass die gezackten Kreise auf der ersten geklebten Seite gerne mal während des Trockenvorganges verrutschen. Ich habe mir zuletzt einfach damit geholfen, dass ich zuerst nur ein Stanzteil, dass ich übrig hatte, aufgeklebt habe und damit also zuerst die Rückseite fertiggestellt habe. Da die Rosette damit schon einigermaßen stabil war, ist der gezackte Kreis dann vorne nicht mehr während des Trocknens verrutscht. Allerdings: Schade, dass ich nicht eher darauf gekommen bin.

 

Mein Fazit:
Die Rosettenstanze lohnt sich für mich nicht, da ich nicht viele Rosetten bastel. Ich kann mir genauso gut einen Streifen Papier zuschneiden und zur Ziehharmonika falten, einen Kreis, eine Blüte oder ein anderes Stanzteil darauf kleben und fertig. Diejenigen allerdings, die viele Rosetten basteln, zum Beispiel weil sie den Weihnachtsbaum damit schmücken wollen, für eine Kindergesellschaft "Orden" herstellen muss oder die Sachen auf dem Kunsthandwerker- oder Weihnachtsmarkt verkauft, ist die Stanzform eine lohnende Anschaffung, da die Rosetten damit im Handumdrehen ausgestanzt und anschließend gefaltet und zusammengeklebt sind.

Ein Video dazu kannst du dir hier ansehen:

 

 

Wie schon oben erwähnt, hat mir Tatjana eine Menge ausgestanzte Rosetten geschickt. Hier seht ihn nun die fertigen Rosetten.