Mineralstoffe

Mineralstoffe erfüllen im menschlichen Körper zahlreiche wichtige Funktionen. Versucht man, sie genauer einzuteilen, trifft man häufig auf die Unterscheidung zwischen Baustoffen und Reglerstoffen. Da jedoch die meisten Mineralstoffe gleichzeitig verschieden Funktionen erfüllen, ist diese Unterscheidung mehr oder weniger sinnlos, sodass sich auch die Quellen bei der Zuordnung der einzelnen Stoffe widersprechen. Eindeutiger ist die Entscheidung nach Makro- und Mikroelementen, auch Mengen- und Spurenelemente genannt.

Demnach sind alle Mineralstoffe, die pro Kilogramm Körpergewicht durchschnittlich weniger als 50 mg ausmachen, Spurenelemente. Zu den Makroelementen zählen Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium, Phosphor, Schwefel und Chlor. Die Spurenelemente sind noch zahlreicher. Zu ihnen zählen Eisen, Jod, Kupfer, Zink, Selen, Chrom, Mangan, Molybdän, Fluor und Silicium. Über die Bedeutung von Zinn, Arsen, Nickel, Vanadium und Rubidium ist sich die Wissenschaft noch nicht im Klaren. Gleiches gilt für Blei, Brom, Bor, Kadmium und Lithium.
Grundsätzlich gilt jedoch für die meisten Mineralstoffe, dass sowohl eine Unterversorgung als auch eine Überdosierung jedes einzelnen Stoffes ungesund für den Körper ist. Dies ist wenig überraschend, wenn man bedenkt, dass jede Stoffwechselreaktion im Menschen von ihnen abhängt und sie sich dabei auch gegenseitig beeinflussen.

Jod

11. März 2016 - 13:05 -- Sarah

Jod ist für den Körper deswegen so wichtig, weil es maßgeblich für die Funktion der Schilddrüse ist. Die beiden wichtige Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin enthalten Jodatom und regulieren den Stoffwechsel. Auch wenn Deutschland immer noch als Jodmangelgebiet gilt, gibt es inzwischen auch ein Problem der Jodüberversorgung. Dies liegt daran, dass in der Tierindustrie in erhöhtem Maße Jod benutzt wird, ohne dass Produkte wie Milch und Eier eindeutig deklariert sind. Deswegen kann es schwierig sein, den eigenen Jodkonsum richtig einzuschätzen. Auch Fertigprodukte sind häufig sehr jodhaltig, sodass der Tagesbedarf, der bei 200 µg liegt, schnell überschritten werden kann, was auf Dauer zu gesundheitlichen Schäden führen kann. In Deutschland ist die Jodunterversorgung dennoch wesentlich häufiger anzutreffen.

Kalium

11. März 2016 - 13:02 -- Sarah

Kalium wird als der wichtigste intrazelluläre (also innerhalb der Zelle) Mineralstoff angesehen. Dies liegt daran, dass es dort nicht nur an vielen wichtigen Prozessen beteiligt, sondern auch mitverantwortlich für die lebenswichtige Aufrechterhaltung des Spannungsunterschiedes zwischen Zelle und umgebender Flüssigkeit ist. Nur auf diese Weise kann Energie gewonnen werden und weitere wichtige Stoffwechselprozesse ablaufen. Zusätzlich ist es wesentlich für die Regulierung des Blutdrucks und an der Freisetzung verschiedener Hormone wie beispielsweise Insulin beteiligt. Auch für die Übermittlung von Nervenimpulsen und die Funktion von Muskeln ist es wichtig. Im menschlichen Körper befinden sich durchschnittlich 170 g und der Tagesbedarf des Minerals wird auf ungefähr 2 g geschätzt.

Magnesium

11. März 2016 - 13:00 -- Sarah

Magnesium gehört zu den essentiellen Stoffen und muss dem Körper deswegen zugeführt werden, um Mangelerscheinung vorzubeugen. Es ist an einer Vielzahl an Reaktionen im Körper beteiligt und vor allem für die Funktion von Nerven und Muskeln wichtig. Magnesium wird durch die Nahrung aufgenommen und im Dünndarm resorbiert. Gerade bei schweren Krankheiten, mangelhafter Ernährung oder erhöhtem Alkoholkonsum, Schwangerschaft, erhöhtem Stress oder viel Bewegung kann eine Magnesiumunterversorgung entstehen, da dann der normale durschnittliche Bedarf von 300 - 400 mg überschritten wird. Bei einer ausgewogenen Ernährung nimmt man jedoch automatisch eine ausreichende Menge des Mineralstoffs zu sich. Wenn der Bedarf jedoch steigt oder dem Körper ohnehin nicht genügend Magnesium zugeführt wird, können Mangelerscheinungen auftreten.

Phosphor

11. März 2016 - 12:55 -- Sarah

Im Körper eines Erwachsenen finden sich rund 700 g Phosphor. Nach Kalzium ist Phosphor also der mengenmäßig zweithäufigste Mineralstoff im Menschen. Wie Kalzium wird auch er in den Knochen und Zähnen eingelagert. Mindestens genauso wichtig ist Phosphor jedoch für den Energiestoffwechsel, da ATP, die „Energiewährung der Zelle“ zu einem großen Teil aus ihm besteht. Wann immer Energie in unserem Körper benötigt oder produziert wird, ist Phosphor daran beteiligt. Auch bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen spielt es eine wichtige Rolle. Gerade für die Entstehung von Emotionen ist es von großer Wichtigkeit. Außerdem ist es Bestandteil der DNA und sorgt dafür, dass Zellen stabil sind. Es wird empfohlen, rund 700 mg Phosphor täglich zu sich zu nehmen.

Zink

11. März 2016 - 12:52 -- Sarah

Zink ist für den Stoffwechsel des Menschen essentiell. Es ist an Zellerneuerung und –wachstum beteiligt und ist auch am Aufbau der Erbsubstanz beteiligt. Da es Bestandteil der RNA-Polymerase ist, kann seine Bedeutung nicht unterschätzt werden, da diese am Aufbau jedes Enzyms im Körper mitwirkt. Außerdem ist es für verschieden Hormone wichtig und auch das Immunsystem benötigt Zink, um zu funktionieren. Unter anderem ist es an der Entstehung der weißen Blutkörperchen beteiligt, die die Abwehr von Krankheitserregern ermöglichen. Der Mineralstoff kann vom menschlichen Körper weder hergestellt, noch gespeichert werden, sodass ein Erwachsener täglich mindestens 12 bis 15 mg zu sich nehmen sollte. Insgesamt finden sich im menschlichen Körper rund ein bis zwei Gramm.

Eisen

11. März 2016 - 12:45 -- Sarah

Eisen gehört zu den wichtigsten Spurenelementen. Im Prinzip lässt sich jede Stoffwechselreaktion im menschlichen Körper bis zu einer Reaktion zurückführen, an der Eisen beteiligt ist. So ist der Mineralstoff maßgeblich daran beteiligt, dass Sauerstoff im Körper transportiert wird. Doch auch in den Mitochondrien (den „Kraftwerken der Zelle) ist es an wichtigen Reaktionen beteiligt. Im Durchschnitt finden sich im menschlichen Körper 4-5g Eisen und der Eisenbedarf variiert zwischen 10 mg (Mann) und  15 mg (Frau) täglich. Während der Schwangerschaft oder der Stillzeit steigt der Bedarf zusätzlich. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist es normalerweise unproblematisch, genügend Eisen zu sich zu nehmen. Dennoch kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Calcium

11. März 2016 - 12:44 -- Sarah

Calcium ist der Mineralstoff, der am häufigsten im menschlichen Körper vorkommt. Rund ein Kilo unseres Körpers bestehen durchschnittlich aus Calcium. Der Großteil des Calciums ist in den Knochen zu finden. Doch auch im Blut und in Muskeln findet sich der Mineralstoff. Dies liegt daran, dass Calcium wichtige Funktionen bei der Muskelkontraktion einnimmt und außerdem als second Messenger, also als Botenstoff, fungiert. Bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen spielt es eine wesentliche Rolle. Außerdem ist es für die Blutgerinnung wichtig. Der Tagesbedarf liegt bei Erwachsenen bei 1000 mg. In Deutschland gilt ein Großteil der Menschen als unterversorgt.

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