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Schal in Filet- und Stopfarbeit

Gespeichert von Bastelfrau am 6 März 2003
Schal in Filet- und Stopfarbeit

Sehr eigenartig ist die Wirkung dieses Schals, dessen anspruchsloses Muster mit starker, gedrehter Kunstseide in den Netzgrund aus feiner dunkelbrauner Kordonettseide eingestopft wird.

 

Material
60 dunkelbraune Kordonett-Seide
100 g. lila Kunstseide
60 graubraune Kunstseide

 

Der über ein 9 mm breites Stäbchen gearbeitete Filetgrund wird, wie bekannt, an einer Ecke mit 2 Schlingen, die in eine Hilfsschlinge gearbeitet werden, begonnen. Man nimmt am Ende jeder Reihe eine Schlinge zu, wozu in jede Endmasche 2 Knoten ausgeführt werden. Hat man eine Breite von 76 Loch erreicht, so nimmt man am Ende der Reihe wechselnd einmal zu und einmal ab (hierzu die zwei Endmaschen mit einem Knoten zusammenfassen) und behält durch diesen Vorgang die gleiche Maschenbreite. Zählt die längere Seite 236 Loch, so beendet man die Arbeit, indem man nun am Ende jeder Reihe abnimmt.

 

In den fertigen Netzgrund wird mit lila und graubrauner Kunstseide das Wüfel- und Streifenmuster nach dem Zählmuster

in Leinenstopf eingestopft. In jedem Viereck liegen 2 Längs- und 2 Querfäden, die Ausführung des Stiches erklärt die untenstehenden Arbeitsprobe.

Der obere Rand wird mit graubraunen festen Maschen umhäkelt und die übrigen Kanten werden mit Fransen versehen.

Man schneidet 50 cm lange Fäden, legt sie zur Hälfte zusammen und schlingt jeden Faden einzeln ein. Über einen Stab des Grundes hängt man zwei Fäden stets in der Farbe der angrenzenden Musterform.

Der handgeknüpfte Filetgrund kann auch durch einen gehäkelten Grund ersetzt werden. Man arbeitet diesen, damit das Gitter nicht zu derb wird, mit sehr feinem Faden nach der hier

dargestellten Probe. Über einem entsprechend langen Luftmaschen Anschlag häkelt man als 1. Reihe 7 Luftmaschen übergehen, 1 Stäbchen in die nächste Luftmasche, 2 Luftmaschen, 2 Luftmaschen übergehen, 1 Stäbchen in die folgende Luftmasche usw.