Zuckeraustauschstoffe

6. Juni 2016 - 10:25 -- Sarah


Zuckeraustauschstoffe werden ohne Insulin im Körper verarbeitet. Sie sind jedoch, genauso wie auch Saccharose, also der übliche Haushaltszucker, Kohlenhydrate. Im Gegensatz zu Süßstoffen ist ihre Süßkraft geringer als der von Zucker. Das Einsatzgebiet ist jedoch weitestgehend das gleiche. Sie finden in Lebensmitteln für Diabetiker, Zahnpasta und Kaugummis verwendet. Auch Softdrinks werden häufig mit ihnen gesüßt. Normalerweise werden sie nicht künstlich hergestellt, sondern aus Gemüse und Obst gewonnen.

Grundsätzlich gelten Zuckeraustauschstoffe als gesundheitlich unbedenklich. Zusätzlich haben sie gegenüber Zucker den Vorteil, dass sie Karies nicht fördern und größtenteils weniger Kalorien haben.

Allerdings gibt es gerade bei Fruktose den Nachteil, dass es die Entstehung des metabolischen Syndroms in Verbindung gebracht werden kann. Außerdem scheint sie die Einlagerung und die Synthese von Fett zu begünstigen, sodass sie Fettleibigkeit begünstigt. Fettleber und Gicht scheinen ebenfalls durch einen erhöhten Fructosekonsum hervorgerufen werden zu können. Im Gegensatz zum Großteil der anderen bekannten Zuckeraustauschstoffe ist Fructose jedoch auch kein Zuckeralkohol und unterscheidet sich demzufolge auch in seiner chemischen Struktur. Gerade bei Fructose sollte also darauf geachtet werden, welche Mengen man zu sich nimmt. Da sie aufgrund der etwas höheren Süßkraft als Zucker und niedrigeren Herstellungskosten ein beliebter Zusatz in sehr vielen verschiedenen Produkten geworden ist, sollten die Inhaltsstoffe genau überprüft werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät inzwischen sogar davon ab, Fructose als Zuckerersatz zu verwenden, da es keine positiven Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat und Insulinresistenzen hervorrufen kann.

Anderen Zuckeraustauschstoffen werden wiederum fast ausschließlich positive Wirkungen zugeschrieben. So soll Xylitol (auch „Xylit“ - wird verkauft u.a. unter dem Namen "Xucker" bei Amazon und Ebay) in größeren Mengen nicht nur Mittelohrentzündungen vorbeugen können, sondern ebenfalls die Aufnahme von Kalzium verbessern und somit Osteoporose verhindern. Mannit und Sorbit werden auch als Osmotische Diuretika eingesetzt, verhindern also, dass Wasser aus dem Primärharn zurück gefiltert wird. Auf diese Weise kann zum Beispiel Nierenversagen verhindert werden. Lactitol wird als Abführmittel eingesetzt – allerdings kann es aufgrund seiner starken abführenden Wirkung auch nicht als Lebensmittelzusatz eingesetzt werden. Ohnehin ist die abführende Wirkung bei den meisten Zuckeralkoholen gegeben wie das Hervorrufen von Blähungen. Bei den meisten tritt diese jedoch erst ab einer hohen Menge ein. Zugleich kann diese Wirkung natürlich gezielt bei Darmträgheit eingesetzt werden.



Die in Deutschland zugelassenen Zuckeraustauschstoffe sind:

  • Fructose
  • Sorbit (E 420)
  • Mannit (E 421)
  • Isomalt (E 953)
  • Maltit (E 965)
  • Lactit (E 966)
  • Xylit (E 967)
  • Erythrit (E 968)

Bild oben: Ruben Ell  / pixelio.de

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