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Lifehacks - Kerzen gießen

17. Oktober 2018 - 0:00 -- Bastelfrau


Beim Basteln von Kerzen gibt es ein paar einfache Dinge, die man unbedingt wissen sollte, damit die selbstgegossenen Kerzen auch "alltagstauglich" sind und schön aussehen. Dabei geht es um die Gießtemperatur beim Kerzen gießen und um die Dochte, ohne die die Kerzen nicht brennen.

Etwas über die Temperatur beim Kerzen gießen
Die Gießtemperatur hängt vom verwendeten Wachs, vom Material der Gießform und von der gewünschten Oberfläche ab. Sie ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Kerzengießens.
Wird das Wachs zu heiß eingefüllt, haftet es an der Formwand, läßt sich nur schlecht entformen und zerstört im schlimmsten Fall die Kunststoffform.
Wird es zu kalt eingefüllt, läßt es sich zwar gut entformen, bekommt aber eine unsaubere Oberfläche. Dieser rustikale Effekt kann aber durchaus erwünscht sein.
Beim Kauf des Wachses steht im Normalfall die Temperatur fürs Gießen auf der Verpackung. Daran sollte man sich unbedingt halten. Die Temperatur des flüssigen Wachses kann man übrigens gut mit einem Einkochthermometer überprüfen.

Der Docht
Docht ist nicht gleich Docht und - die verwendete Stärke hängt vom Durchmesser der Kerze ab. Wenn du zum Beispiel eine größere Schale oder eine dicke Gießform zum Kerzen gießen verwendest, brauchst du mehrere Dochte.

Dochtstärke
Die Dochtstärke kann man u.a. über den Durchmesser der Kerze errechnen. Dies ist aber leider nicht der einzige Aspekt, der bei der Dochtwahl ausschlaggebend ist, denn ein weiterer Faktor ist die Wachssorte.

Hier aber ein paar grobe Richtwerte:
Um die Dochtstärke von Runddochten zu ermitteln, misst man den Durchmesser der Kerze an der dicksten Stelle. Diese Zahl rundet man auf oder ab und erhält so die Dochtstärke:

Beispiel:
2,5 cm Durchmesser => aufgerundeter Wert 3,0 cm => Dochtstärke 3
4,4 cm Durchmesser => abgerundeter Wert 4,0 cm => Dochtstärke 4

Hat man den passenden Docht nicht zur Hand, kann man auch die nächstgrößere oder -kleinere Stärke verwenden, zum Beispiel anstelle der Dochtstärke 3 die Stärke 2 oder 4.

Flachdochte bei Gelkerzen:
Durchmesser 15 bis 25 mm => Flachdocht 3x7
Durchmesser 20 bis 40 mm => Flachdocht 3x9
Durchmesser 40 bis 60 mm => Flachdocht 3x12

Dickere Dochte sollte man bei Gelkerzen nicht verwenden, da sie dann leicht anfangen zu rußen.

Für Paraffin- und Stearingemisch-Kerzen:

Durchmesser bis 60 mm => Flachdocht 3x15
Durchmesser 60 bis 70 mm => Flachdocht 3x18
Durchmesser ab 70 mm => Flachdocht 3x21

Für sehr dicke Kerzen oder wenn man leicht verunreinigte Wachse gießt, verwendet man Flachdocht 3x27.

Für Öllampen eignen sich praktisch alle Runddochte.

 

Oben oder unten? Dochtgeheimnisse...

Nur bei Runddochten (nicht bei Flachdochten!) gibt es ein Oben und ein Unten. Die Dochte werden daher markiert verkauft, normalerweise sind sie am unteren Ende rot gefärbt. Hat man erst einmal etwas vom Docht verbraucht, nutzt einem die Markierung natürlich nichts mehr...

Dann brennt man den Docht an und bläst ihn sofort wieder aus. Bei der oberen Seite spreizen sich dann die Dochtfädchen nach außen, bei der unteren Seite nach innen.

 

Tipps und Tricks

Wenn die Kerzen stark rußen, hat man wahrscheinlich nur den Docht zu lang gelassen, Teelichter und Kerzen rußen dann besonders stark. Einfach den Docht abschneiden und das Rußproblem sollte erledigt sein.

Wenn selbstgegossenen Kerzen tropfen, kann es ganz unterschiedliche Gründe dafür geben. Wenn die Kerze nicht gerade steht, starke Luftbewegungen - zum Beispiel durch Zugluft oder einen Ventilator -  entsteht, werden die Flammen in eine Richtung gehalten und schmelzen dort mehr Wachs als an den anderen Stellen. Hier tropfen sie dann logischer Weise mehr. Das gleiche passiert, wenn der Docht zu lang ist und sich stark in eine Richtung krümmt. Hier hilft das Kürzen des Dochtes. Beim Kerzengießen kann es aber auch passieren, dass man beim Einfärben des Wachses zu viel Pigment verwendet. Dies kann die Saugwirkung des Dochtes vermindern.

Wachsstangen für dänische Kerzen kann man sich leicht selber herstellen, indem man sich einen Formkasten baut und diesen mit Hartwachs ausgießt. Wenn das Wachs genügend abgekühlt, aber noch weich ist, kann man es leicht in die gewünschte Form schneiden.



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