Styroporschneider



Styroporschneider sind nicht unbedingt das "Standard-Bastelwerkzeug" - nützlich sind sie aber dennoch. Der größte Vorteil eines Thermoschneiders ist nämlich, dass das Styropor beim Schneiden nicht krümelt. Stattdessen gibt es superglatte Schnittkanten. Allerdings gibt es bei den Styroporschneidern nicht nur sehr große Preisunterschiede, sie sind auch nicht für alle "Arbeitseinsätze" geeignet: ein Heimwerker benötigt ein anderes Gerät als ein Hobbybastler und der unter Umständen ein anderes als ein Modellbauer. Und wenn man nur einen glatten, geraden Schnitt machen möchte, tut es auch ein scharfes Küchenmesser oder ein feines Sägeblatt (zum Beispiel eine Laubsäge). Bei Kurven und Rundungen funktioniert dies aber schon nicht mehr, dann muss eben doch ein Gerät her.

Styroporschneider mit Batteriebetrieb

Dies dürfte wohl die preisgünstigste Möglichkeit sein, wenn man nur dünne Styroporplatten schneiden möchte - und auch nicht allzu häufig. Mein Gerät, das ich beim Basteln mit Styropor verwende, ist mittlerweile fast 20 Jahre alt und verrichtet immer noch treu und brav seinen Dienst - nämlich dünnere Styroporplatten zuschneiden. Allerdings frisst das Teil ordentlich Energie - die Batterien halten leider nicht sehr lange. Es ist daher wirklich nur für kleinere Teile geeignet. Ob das bei den neueren Geräten ebenfalls der Fall ist, weiß ich leider nicht. Im Bild oben seht ihr übrigens meinen alten Thermoschneider, der auch nach 20 Jahren noch funktioniert.

So funktioniert die Thermosäge:

Mit Hilfe der Batterien wird der Schneidedraht der Thermosäge erhitzt. Die Temperatur wird durch Auseinanderziehen bzw. Zusammendrücken der Bogenenden bestimmt. Allerdings geschieht dies vor dem Einspannen des Drahtes. Dadurch, dass die Temperatur variiert werden kann, ist es möglich, nicht nur Styropor oder Styrodur, sondern auch andere Materialien wie Schaumstoff und Moosgummi zu schneiden. Zu beachten ist, dass der Schneidedraht immer straff gespannt ist - dadurch werden die Schnitt sauberer.

Für den Betrieb werden normalerweise 2 Batterien 1,5 V AA benötigt. Schneidedraht lässt sich im Bastelfachhandel normalerweise nachkaufen.

Von der Firma Efco gibt es einen Styroporschneider, der bis zu einer Breite von 6,5 cm schneidet. Außer mit Batterien funktioniert er auch mit einem Transformater mit 3V, 4,5V oder 6V. Diese Art von Styroporschneidern kosten in der Regel zwischen 13 und 18 Euro.



Bild: Thermohandschneider von Efco

Elektrische Styroporschneider

Für Modellbauer und Heimwerker, die dickere Styroporplatten schneiden wollen, gibt es Thermosägen, mit denen senkrechte und waagerechte Schnitte, Winkelschnitte, Gehrungsschnitte, Keilschnitte und Stufenschnitte möglich sind. Sie sind mit Netzleitung und Stecker und schneiden meist außer Styropor auch Poystyrol, PUR-Hartschaum, Neopor, Polyurethan, PU-Schaum und verschiedene andere Hartschaumarten. Diese Art von Geräten sind ab ca. 70 Euro zu haben.







Bild: Styroporschneider von jago24

Styroporschneidegeräte mit Rahmen

Diese Geräte sind für diejenigen gedachte, die viele große Teile zuschneiden müssen. Der Schneidedraht wird sehr heiß (bis zu 500 °C), so dass ein Schutzrahmen gute Dienste leistet. Schon die Breite des Gerätes zeigt allerdings, dass es nicht unbedingt für den Bastelbereich geeignet ist: rund 1,65 m breit und mehr als 15 kg schwer sind diese Geräte für Heimwerker gedacht und nicht für Hobbybastler.

Bild: Styroporschneider mit Rahmen (bei yago24)

Tipps und Tricks

Die entstehenden Dämpfe sind giftig. Deshalb nur in gut belüfteten Räumen oder im Freien mit den Geräten arbeiten. Außerdem ist Styropor leicht entflammbar, deshalb sollte man auf jeden Fall vorsichtig arbeiten und die Gefahr eines Brandes nicht unterschätzen. Dies gilt vor allen Dingen für große Geräte.

Im Internet finden sich überall Bauanleitungen für Styroporschneider. Meist handelt es sich dabei um Geräte für Heimwerker oder Modellbauer - etwas kleines, handliches habe ich dort noch nicht gefunden. Wenn man allerdings keine Grundkenntnisse von Elektrotechnik hat, sollte man vom Selberbasteln eines Gerätes besser die Finger lassen. Trotzdem möchte ich euch diesen Link zu einer Bauleitung nicht vorenthalten.





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