Vitamin B3

8. September 2017 - 0:00 -- Sarah


Vitamin B3 (auch Nikotinsäure) ist ein weiteres Vitamin aus der Reihe der B-Vitamine. Es wurde bereits sehr früh (1867) entdeckt. Es ist an den Coenzymen NAD und NADP beteiligt und nimmt deswegen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel ein, da bei vielen Reaktionen, in denen Energie gewonnen wird, diese an die eben genannten Coenzyme gebunden wird. Auf diese Weise können dann mithilfe der Enzyme wiederum Reaktionen stattfinden, die Energie kostet. Dies ist beispielsweise bei der Umwandlung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten der Fall. Außerdem schützt und regeneriert es Nerven, DNA sowie Haut- und Muskelzellen.

Die täglich benötigte Menge orientiert sich am Kalorienbedarf. Je 1000 Kcal wird von einem Nikotinsäurebedarf von 6,6 mg ausgegangen. Der durchschnittliche Tagesbedarf einer normalgewichtigen Frau würde damit ungefähr 13,2 mg, der eines Mannes liegt entsprechend höher. Der Bedarf steigt also bei Sport, harter körperlicher Arbeit und Übergewicht an. Wer nicht genügend Vitamin B3 zu sich nimmt, muss allerdings nicht zwangsläufig Mangelerscheinungen zeigen. Der Körper versucht in diesen Fällen das Fehlen von Vitamin B3, das er hauptsächlich für die Synthese von NAD und NADP benötigt, dadurch zu kompensieren, dass er einen zweiten Syntheseweg nutzt. Dieser stellt die Coenzyme aus den Abbauprodukten der Aminosäure Tryptophan her, sodass ein Mangel kompensiert werden kann. Wenn dies jedoch nicht gelingt, beispielsweise weil auch ein Tryptophanmangel herrscht, oder nicht genügend Vitamin B5 vorhanden ist, was für die Synthese notwendig ist, kann es zu Ekzemen, Durchfall, Entzündungen der Schleimhäute und Depressionen kommen. Bei einem schweren Mangel tritt Pellagra auf, die sogar zum Tode führen kann, meist aber jahrelanges Leiden mit erheblichen psychischen Schäden bedeutet. Die Krankheit ist heute jedoch nur noch in sehr armen Regionen zu finden und ist sehr leicht heilbar.



Vitamin 3 ist eigentlich in jedem Lebensmittel enthalten, vor allem in denen, die eiweißreich sind. Der Körper kann Nikotinsäure besser verarbeiten, wenn sie aus tierischen Quellen kommt. Gerade Geflügel, Milchprodukte, Leber, Wild und Fisch sind hervorragende Nikotinsäurelieferanten. Doch auch bei einer rein vegetarischen oder veganen Ernährung tritt eine Unterversorgung nicht all zu schnell auf. Vollkornprodukte, Hefe und andere Pilze, Erdnüsse, Weizenkleie und Hülsenfrüchte liefern ebenfalls sehr viel Vitamin 3. Auch Kaffee, Erdnüsse und getrocknete Aprikosen sind reich an Nikotinsäure.

Eine Überdosierung des Vitamins zeigt weitestgehend harmlose Symptome. Hitzegefühl, Juckreiz und Erbrechen treten allerdings relativ häufig auf. Gerade dann, wenn Nikotinsäure eingenommen wird, um den Cholesterinspiegel zu senken, sind dies gängige Nebenwirkung. Zusätzlich scheint eine erhöhte Vitamin-3-Substitution die Herzinfarkt-Rate leider nicht senken zu können.



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