Vitamin B9

12. September 2017 - 0:00 -- Sarah


Vitamin B9 ist besser bekannt als Folsäure. Da viele Menschen Folsäure aufgrund von Unwissenheit nicht als Vitamin wahrnehmen, achten viele nicht darauf, genügend Vitamin B9 zu sich zu nehmen. Dies und die Tatsache, dass sich Folsäure in den meisten Lebensmitteln nur in sehr geringer Konzentration befindet, führt wohl dazu, dass Vitamin B9 das Vitamin ist, mit dem die meisten Menschen in den Industrieländern unterversorgt sind. Schätzungen zufolge nehmen rund 80 bis 90 % der Deutschen zu wenig Folsäure zu sich. Während die empfohlene Tagesdosis bei 400 µg für Erwachsene liegt, wird geschätzt, dass die tatsächliche Zufuhr im Schnitt nur 250 µg beträgt. Da Folsäuremangel sich vor allem in den ersten drei Monate der Schwangerschaft beträchtlich auf die Gesundheit des Fötus auswirken kann, ist es in manchen Ländern vorgeschrieben, Mehl mit Folsäure anzureichern. In Kanada konnte auf diese Weise die Anzahl der Kinder, die mit Fehlbildungen geboren oder abgetrieben wurden, drastisch reduziert werden.

Folsäure ist wesentlich für die Zellteilung. Außerdem ist es für die Blutbildung wichtig. Auch damit Föten wachsen und sich richtig entwickeln können, ist es von enormer Wichtigkeit. Da viele Prozesse im Stoffwechsel an Vitamin B 12 geknüpft sind, kann auch ein Mangel von Vitamin B 12 Symptome der Mangelerscheinung von Folsäure hervorrufen. Gleichzeitig kann ein Überschuss an Folsäure jedoch auch einen Mangel von Vitamin B12 kompensieren. Eines der häufigsten Symptome eines Folsäuremangels ist Blutarmut, da nicht genügend rote Blutkörperchen produziert werden können. Außerdem steigt bei einer Unterversorgung die Konzentration von Homocystein im Blut. Die Aminosäure wird mithilfe der Folsäure abgebaut und ein erhöhter Spiegel gilt als zusätzliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Altersdemenz. Besonders folgenreich ist eine Unterversorgung jedoch während der Schwangerschaft, da dann vermehrt Neuralrohrdefekte beim Fötus auftreten können. Bei Schwangeren liegt die empfohlene Tagesdosis deswegen bei 600 µg. Auch Alkoholiker, Raucher und Dialysepatienten gelten als Risikogruppe. Bestimmte Medikamente wie Diuretika und Antikonvulsiva können ebenfalls zu einem erhöhten Bedarf führen.



Der Körper kann Folsäure jedoch in relativ großen Mengen speichern. Bis zum 15 mg reichen aus, um rund ein Vierteljahr ausreichen mit Folsäure versorgt zu sein. Dazu muss dieser Speicher jedoch natürlich gefüllt sein. Dafür eignet sich vor allem grünes Blattgemüse wie Spinat. Auch in Rinderleber und Weizenkeime sind gute Folsäurelieferanten. Außerdem enthalten Vollkornprodukte, Rote Beete, Karotten, Spargel, Radieschen, Tomaten, Nüsse und Eigelb einen verhältnismäßig hohen Anteil an dem Vitamin. Da es lichtempfindlich, wasserlöslich und hitzeunbeständig ist, empfiehlt es sich, die Produkte dunkel zu lagern und nach Möglichkeit roh zu verzehren.

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