Briefumschläge im Bullet Journal können erstaunlich praktisch sein. Gerade wenn sich kleine Zettel, Sticker oder Erinnerungsstücke zwischen den Seiten sammeln, fehlt oft ein guter Platz dafür. Die Lösung ist überraschend einfach: Briefumschläge. Sie sorgen nicht nur für mehr Ordnung, sondern können dein DIY Bullet Journal auch optisch spannender machen. Hier findest du kreative Ideen, Tipps und kleine Erfahrungen rund um Briefumschläge im Bullet Journal.
Inhalt
Briefumschläge im Bullet Journal als praktische Aufbewahrung
Viele Bullet Journals haben hinten bereits eine kleine Tasche eingebaut. Gerade dort landen oft lose Zettel, Sticker oder Dinge, die man später noch einkleben möchte. Wenn dein Journal so ein Fach nicht hat, kannst du dir relativ einfach selbst eines basteln.
Besonders stabil wird es mit einem kleinen Fach aus Pappkarton. Das hält deutlich mehr aus als dünnes Papier und eignet sich gut, wenn du häufiger Dinge darin sammelst. Noch einfacher ist allerdings ein normaler Briefumschlag, den du mit doppelseitigem Klebeband oder Washi Tape einkleben kannst.
Dabei lohnt es sich, nicht zu dünne Umschläge zu verwenden. Sehr dünnes Papier reißt erstaunlich schnell ein – vor allem dann, wenn man ständig neue Zettel hineinschiebt. Transparente Umschläge können hier übrigens praktisch sein, weil man sofort sieht, was sich darin befindet. Gerade wenn man mehrere Umschläge im Journal verteilt hat, verliert man sonst schnell den Überblick.
Außerdem solltest du darauf achten, den Umschlag nicht zu nah am Buchrücken einzukleben. Ich habe das einmal gemacht, weil es optisch schöner aussah. Später ließ sich das Journal allerdings kaum noch richtig schließen und die Seiten standen ständig leicht offen.
Erinnerungsstücke aus Reisen sammeln
Für ein Bullet Journal Reisetagebuch sind Briefumschläge fast perfekt. Manche Erinnerungen lassen sich einfach nicht gut einkleben, andere würden die Seiten zu dick machen oder gehen unterwegs schnell verloren. Gerade auf Reisen sammeln sich oft viele kleine Dinge an, die erstmal unwichtig wirken, später aber unglaublich schöne Erinnerungen werden können.
Besonders schön ist die Idee einer kleinen „Zeitkapsel“ im Journal. Statt nur Fotos einzukleben, sammelst du darin kleine Dinge, die dich später wieder direkt in den Moment zurückversetzen. Oft sind es nämlich gar nicht die großen Sehenswürdigkeiten, sondern eher die kleinen zufälligen Erinnerungen, die Jahre später wieder ein bestimmtes Gefühl auslösen.
In so einen Briefumschlag passen zum Beispiel:
- Eintrittskarten
- kleine Fotos
- gepresste Blumen oder Blätter
- Stadtpläne
- Hotelkarten
- Münzen
- Quittungen von besonderen Orten
- kleine handgeschriebene Notizen
- Sticker oder Etiketten
- Fahrkarten oder Kassenzettel
Briefumschläge im Bullet Journal für deine nächste Journal Challenge
Wer gerne Journal Challenges macht, kennt das Problem wahrscheinlich: Die Liste mit allen Fragen oder Aufgaben nimmt erstmal unglaublich viel Platz weg. Ein Briefumschlag kann hier eine einfache Lösung sein. Du kannst die Fragen ausdrucken, ausschneiden und im Umschlag sammeln. Manche schneiden Fragen einzeln aus und ziehen jeden Tag zufällig einen kleinen Zettel – fast wie eine kleine kreative Überraschung.
Praktisch ist das auch dann, wenn du den Umschlag später wieder entfernen möchtest. Wenn du ihn nur mit Washi Tape befestigst, kannst du ihn meist relativ leicht ablösen und den Platz später anders gestalten, zum Beispiel mit einem Deckblatt für die Challenge. Allerdings solltest du dann daran denken, die Fragen oder Aufgaben mit ins Journal zu übernehmen. Entweder schreibst du sie beim Bearbeiten mit auf oder du klebst die ausgeschnittenen Fragen später zusätzlich ein. Sonst fehlt am Ende oft der Zusammenhang und man weiß irgendwann gar nicht mehr, worauf man eigentlich geantwortet hat.
Ein Briefumschlag für mehr Selbstliebe oder schlechte Tage
Diese Idee klingt im ersten Moment vielleicht etwas kitschig – kann aber überraschend gut tun. Ein Brief an dich selbst kann im Bullet Journal zu einem kleinen Rückzugsort werden. Gerade an schlechten Tagen vergisst man oft ziemlich schnell, was man eigentlich schon geschafft hat oder was andere Menschen an einem schätzen.
Deshalb kann es schön sein, einen Umschlag mit Dingen zu füllen, die einem später wieder ein besseres Gefühl geben.
Zum Beispiel:
- ein Brief an dich selbst
- liebe Worte
- kleine Erinnerungen
- Komplimente
- Affirmationen
- positive Glaubenssätze
- Fotos
- ein kleiner „Notfallplan“ für schlechte Tage
Manchmal hilft schon das Schreiben selbst dabei, die eigenen Gedanken etwas freundlicher zu sortieren. Oft ist man zu sich selbst deutlich kritischer als zu anderen. Genau deshalb kann es schön sein, ein paar liebe Worte für schlechte Tage parat zu haben.
Briefumschläge als Gestaltungselement im Bullet Journal
Nicht jeder Umschlag muss randvoll sein. Manche machen ein Layout einfach interessanter. Gerade wenn du dein Bullet Journal gestalten möchtest, können kleine Umschläge spannende Details hinzufügen. Unterschiedliche Materialien, Klappen und Oberflächen bringen mehr Struktur ins Journal und lassen Seiten lebendiger wirken.
Besonders schön sehen bemalte Briefumschläge, kleine Origami-Umschläge oder Varianten aus Scrapbookpapier aus. Auch transparente Umschläge können toll wirken – vor allem dann, wenn kleine Fotos, getrocknete Blumen oder hübsche Zettel leicht hindurchscheinen. Wer es eher nostalgisch mag, kann alte Vintage-Briefumschläge verwenden oder die Umschläge mit Stempeln, Stickern oder kleinen Siegeln verzieren.
Farbige Briefumschläge können außerdem richtige Eyecatcher sein. Besonders harmonisch wirkt es oft, wenn die Farben zum jeweiligen Monat, Thema oder Farbschema im Journal passen. Allerdings sollte man ein bisschen aufpassen, es nicht zu übertreiben. Häufig stopft man die Briefumschläge zu voll und merkt erst später, dass das Schreiben plötzlich unangenehm wird oder sich das Journal kaum noch richtig schließen lässt. Vor allem dicke Stellen auf nur einer Seite können beim Schreiben ziemlich stören. Auch zu nah am Buchrücken eingeklebte Umschläge sehen zwar erstmal schön aus, sorgen später aber manchmal dafür, dass das Journal dauerhaft leicht offen steht.
Mehrere Briefumschläge miteinander kombinieren
Wenn dir ein einzelner Umschlag nicht reicht, kannst du mehrere miteinander verbinden. Dafür klebst du einfach einen Briefumschlag auf die Klappe des nächsten. So entsteht eine Art kleines Fächersystem mit mehreren Taschen hintereinander. Praktisch sind kleine Beschriftungen oder Labels auf den Umschlägen. Sonst beginnt irgendwann die große Sucherei, weil man längst vergessen hat, welcher Umschlag eigentlich was enthält.
Das eignet sich gut für Sticker-Sammlungen, kleine Fotos, verschiedene Themenbereiche, Rezeptkarten oder Erinnerungsstücke. Gerade wenn man viele kleine Dinge sammelt, kann das deutlich praktischer sein als überall einzelne Umschläge im Journal zu verteilen.
Denn genau das wird sonst schnell zum Problem: Viele eingeklebte Briefumschläge nehmen natürlich Platz weg. Irgendwann merkt man, dass die Seiten zum Schreiben immer weniger werden und das Journal insgesamt deutlich dicker wird. Vor allem bei ohnehin eher schmalen Bullet Journals kann das schnell störend werden.
Tipps für Briefumschläge im Bullet Journal
Wenn du Briefumschläge in deinem DIY Bullet Journal verwenden möchtest, helfen ein paar Kleinigkeiten enorm:
- nicht zu dünne Umschläge verwenden, damit nichts einreißt – notfalls mit Washitape die Kanten verstärken.
- Umschläge nicht zu nah am Buchrücken einkleben
- lieber mehrere kleine statt wenige riesige Umschläge nutzen
- transparente Umschläge helfen beim Überblick
- dicke Taschen möglichst gleichmäßig im Journal verteilen
- nicht zu viele Dinge hineinlegen, damit das Journal noch gut schließt
- Washi Tape eignet sich gut, wenn du Umschläge später wieder entfernen möchtest
Fazit: Briefumschläge im Bullet Journal sind viel vielseitiger, als man denkt
Briefumschläge im Bullet Journal helfen nicht nur dabei, lose Zettel oder Erinnerungen aufzubewahren. Sie können Seiten persönlicher machen, kleine Überraschungen verstecken und deinem Journal mehr Struktur geben. Oft sind es gerade diese kleinen Details – alte Eintrittskarten, handgeschriebene Notizen oder winzige Erinnerungsstücke –, die ein Bullet Journal Jahre später besonders machen.
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FAQ: Briefumschläge im Bullet Journal
Welche Briefumschläge eignen sich für ein Bullet Journal?
Besonders praktisch sind stabile Papierumschläge, Kraftpapier-Umschläge oder transparente Varianten. Sehr dünne Umschläge reißen oft schnell ein.
Wie klebt man Briefumschläge ins Bullet Journal?
Gut funktioniert doppelseitiges Klebeband oder Washi Tape. Washi Tape lässt sich später meist leichter wieder entfernen.
Machen Briefumschläge das Journal zu dick?
Das kann passieren – vor allem wenn viele Umschläge oder dicke Erinnerungsstücke verwendet werden. Deshalb sollte man sie möglichst gleichmäßig verteilen.
Kann man Briefumschläge auch dekorativ nutzen?
Ja, viele nutzen bemalte oder verzierte Umschläge als Gestaltungselement im Bullet Journal. Besonders beliebt sind Vintage-, Origami- oder transparente Umschläge.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Rebecca (Becky) ist seit 2018 Teil von bastelfrau.de – Basteln begleitet sie aber schon seit ihrer Kindheit. Bereits bei den Märkten und der Zeitschrift Bastelfrau half sie aktiv mit. Neben ihrer praktischen Erfahrung bringt sie eine wissenschaftliche Perspektive ein: Ihr Bachelor in Kultur- und Sozialanthropologie sowie Geschichte widmete sich u. a. Kleidungsgeschichte und Modeverhalten. Im Masterstudium wirkte sie beim Projekt ModeBlicke mit, bei dem es um Wissenschaftskommunikation und Social-Media-Strategien ging.
Kreativ ist Rebecca vielseitig: Nähen hat sie „learning by doing“ gelernt – ihr erstes Projekt war ein Karnevalskleid. Später trat sie in einem Video von Coke TV mit Weihnachtsbasteln und Stanzgerät auf. Jedes Jahr informiert sie sich u.a. auf der Fachmesse Creative World über aktuelle Basteltrends.
Neben kreativen Themen schreibt sie auch über psychische Gesundheit und Endometriose – als Betroffene mit eigener Erfahrung. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.