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Jawahir Cumar wurde für ihr Engagement im Kampf gegen Gentialverstümmelung geehrt

14. Dezember 2011 - 5:20 -- Gast (nicht überprüft)

Jawahir Cumar wurde bei der Ehrung "Düsseldorfer des Jahres" in der Kategorie "Fairness und Courage" für ihren Kampf gegen Genitalverstümmelung ausgezeichnet. Cumar ist Gründerin des Vereins Stop Mutilation und der gleichnamigen Beratungstelle, die sowohl betroffenen Frauen und Mädchen hilft, als auch versucht durch Überzeugungsarbeit weitere Mädchen vor der weiblichen Beschneidung zu schützen.

Pressemitteilung: Emanzipation: Ministerin Steffens würdigt vorbildliche Arbeit von Jawahir Cumar im Kampf gegen Genitalverstümmelung

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Seit vielen Jahren kämpft Jawahir Cumar gegen den fatalen Akt Genitalverstümmelung. Für diesen Einsatz wurde sie heute (12. Dezember 2011) im Rahmen der von center tv. ausgerichteten Ehrung "Düsseldorfer des Jahres" in der Kategorie "Fairness und Courage" ausgezeichnet. Emanzipationsministerin Barbara Steffens hielt die Laudatio: "Jawahir Cumar beeindruckt mich seit vielen Jahren mit ihrem großen und unermüdlichem Engagement im Kampf gegen Genitalverstümmelung. Ich bin stolz, für Frau Cumar die Laudatio halten zu dürfen."

Mit dem von ihr gegründeten Verein Stop Mutilation und der gleichnamigen Beratungsstelle unterstützt Cumar von der Verstümmelung ihrer Genitalien betroffene Mädchen und Frauen. Mit Hilfe von Einzelgesprächen wird intensive Überzeugungsarbeit geleistet, um bedrohte Mädchen zu schützen. Zugleich werden betroffene Frauen bei gesundheitlichen, sozialen und juristischen Problemen unterstützt und an entsprechende Fachstellen vermittelt. "Frau Cumar setzt sich für diese Menschen auf ganz beispielhafte Art und Weise ein. Sie ist für viele Betroffene die letzte Hoffnung, was ihre Arbeit so unentbehrlich macht", so Steffens.

Das Emanzipationsministerium fördert die Beratungsstelle seit 2011. Darüber hinaus bietet Cumar den von Genitalbeschneidung Betroffenen und ihren Angehörigen ihre Beratung bei der mehrsprachigen Telefonhotline Kutairi (Kiswahili: Beschneidung) an, die von Günter Haverkamp, Geschäftsführer des Vereins "Aktion weißes Friedensband", eingerichtet wurde. Die Helpline richtet sich auch an Familienangehörige, Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten, Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Fachkräfte.

Das Emanzipationsministerium hat den Aufbau der Telefonberatung, die zurzeit ehrenamtlich betrieben wird, bis März 2011 gefördert. Die Auswertung der in der Pilotphase gemachten Erfahrungen zeigt, dass das Thema nach wie vor stark tabuisiert ist. Es bestehen große Vorbehalte und Ängste bei den Betroffenen, Beratung und Unterstützung anzunehmen. Gleichzeitig hat die Telefonberatung deutlich zur weiteren Sensibilisierung für das Thema bei Fachkräften des Gesundheitswesens, in Schulen, Behörden, der Polizei sowie in der Öffentlichkeit beigetragen.

Darauf aufbauend soll die Telefonberatung Kutairi mit finanzieller Unterstützung des Emanzipationsministeriums in 2012 in modifizierter Form fortgeführt werden. "Wichtig ist mir, dass wir mit einer noch offensiveren Öffentlichkeitsarbeit und vertrauensbildenden Maßnahmen den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz der Telefonberatung bei den betroffenen Mädchen und Frauen erhöhen", sagte Ministerin Steffens.

Allein das Wissen darum, dass Genitalverstümmelung in Deutschland strafbar ist, verhindert diese Tat nicht in jedem Fall. Intensive Aufklärung und weiterführende Beratung sind notwendige Bestandteile erfolgreicher präventiver Arbeit. Einer Schätzung von Terres des Femmes zufolge leben in Nordrhein-Westfalen etwa 5.600 von Genitalbeschneidung betroffene und bedrohte Mädchen und Frauen. Viele Eltern stehen unter einem großen familiären Druck, die Tradition ihrer Herkunftsländer auch in der neuen Heimat fortzusetzen und ihre Töchter beschneiden zu lassen.

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