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Früher hieß es Resteverwertung - heute nennen wir es Zero Waste. Aber egal wie wir es nennen, es ist auf jeden Fall gut für die Umwelt und den Geldbeutel. Sei es, dass beim Kochen etwas übrig bleibt oder man einfach zu viel eingekauft hat, sei es, dass beim Basteln Material übrig bleibt - meist man kann noch eine Menge daraus machen...

Zum Bastelmaterial, das beim Basteln größerer Objekte übrigbleibt, gehören zum Beispiel Papierreste, aber auch Farbreste oder Dekomaterial wie Boulliondraht. Von Zeit zu Zeit ändern sich aber auch die Geschmäcker manchmal - auch beim Basteln. Dann bleibt meist ein Haufen Bastelmaterial über, bei dem man nicht weiß, was man damit anfangen soll. In dieser Rubrik findest du Anregungen für Restverwertung - sei es, dass es darum geht, vorhandenes Bastelmaterial komplett "artfremd" zu verbasteln (wie zum Beispiel Seidenmalfarbe zum Einfärben von Papier oder Holz einzusetzen), sei es aus Papierresten Motive auszustanzen und zu Embellishments zu verarbeiten. Selbst kleinste Papierreste lassen sich bei der Herstellung von Tags (Anhängern) oder ATCs (Artist Trading Cards oder Artist Trading Coins) noch verbasteln, sie passen aber auch auf Inchies oder sind beim Karten basteln einsetzbar.
Andere Reste, die im täglichen Leben anfallen, wie zum Beispiel Kerzenreste, lassen sich wieder zu neuen Kerzen umarbeiten. Auch aus Wollresten kann man noch alles mögliche zaubern, wie zum Beispiel Pompons oder Kordeln. Es lassen sich daraus noch Haare für Sorgenpüppchen oder Figuren aus Eierbechern machen, man kann Armreifen damit umwickeln oder Minisöckchen als Embellishment daraus stricken. Auch winzig kleine Wollknäuel kann man wickeln und dann als Miniatur in der Puppenstube verwenden.
Aus Resten von Modelliermassen lassen sich noch mit Hilfe von entsprechenden Gieß- bzw. Ausdrückformen Kartenschmuck oder aber sogar Anhänger für Ketten, Armbänder oder Ohrringe herstellen - ganz zu schweigen von Miniatur-Lebensmitteln für den Kaufladen. Oder es werden Perlen daraus - mal aus Modelliermasse, mal aus Papier, mal aus Kunststoffen. Aus Resten von Windradfolien werden Fenster für die Puppenstube, Stickgarnreste werden zu Quasten. Die so hergestellten Kleinigkeiten kann man in einer Schachtel aufbewahren und hat so immer einen Fundus an Schmuckelementen für die verschiedensten Bastelarbeiten.

Wenn es ums Essen geht, dann bedeutet Zero Waste nichts anderes als Reste-Essen. Und das kann so lecker sein! Dabei geht es sowohl um das Essen, das übrigbleibt und am nächsten Tag noch einmal in anderer Form auf den Tisch kommt - oder aber um die Lebensmittel, von denen man zu viel eingekauft hat oder die einfach nur in größeren Mengen erhältlich sind.

Und auch beim Handarbeiten ist Zero Waste ein Thema, denn auch beim Nähen und Sticken, Häkeln und Stricken bleiben Reste übrig, die man nicht wegwerfen muss.

Ähnliches gilt im Bereich Wellness und Beauty, da es auch hier Reste gibt, mit denen man noch einiges anfangen kann. Dazu gehört zum Beispiel, dass man mit Nagellack, den man nicht mehr braucht, marmorieren kann. Oder das Selbermachen von Kosmetik, bei der Reste, die in der Küche übrig geblieben sind, verwertet werden können.

 

 

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