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Gespeichert von Becky am 26 April 2020

Der 3D-Druck ist in den vergangenen Jahren so richtig salonfähig geworden. Immer mehr Menschen haben einen Drucker zu Hause, mit dem sie kleine Skulpturen und viele andere Objekte nach ihren eigenen Vorstellungen entstehen lassen.

 

Es ist mittlerweile sogar möglich, Schokolade mit dem entsprechenden Gerät eine bestimmte Form zu geben. Allerdings soll es hier nicht um den 3D-Druck gehen, sondern sozusagen um das Gegenteil, das jedoch ähnliche Ergebnisse hervorbringt. Die Rede ist vom CNC-Fräsen.

Wie das CNC-Fräsen funktioniert

Beim 3D-Druck erstellt ein Drucker aus mehreren Schichten Kunststoff das gewünschte Modell. Beim CNC-Fräsen ist das Ausgangsprodukt ein Block aus einem bestimmten Material. Der kann ebenfalls aus Plastik bestehen, möglich sind aber auch Aluminium und viele andere Arten von Metall. Per CNC, also durch einen Computer gesteuert, entfernen Schneidewerkzeuge nun das überflüssige Material und schaffen aus dem Block das gewünschte Objekt. Der Prozess funktioniert also ein wenig wie Bildhauen, nur mit der Hilfe von extrem präzise arbeitenden Maschinen. Die Frästeile entsprechen daher sehr genau der Vorlage.

Die Vorteile vom CNC-Fräsen

Einer der Vorzüge vom CNC-Fräsen wurde bereits genannt: die exakte Verarbeitung. Dadurch kommt die Technologie bevorzugt in Bereichen zum Einsatz, in denen äußerst passgenaue Bauteile vonnöten sind. Die Vorgehensweise ermöglicht es zudem, mehrere Produkte mit genau gleichen Maßen herzustellen. Vor allem bei der Fertigung von Teilen aus Metall lohnt sich das CNC-Fräsen, weil das Material recht schwer zu verarbeiten ist. Finanziell zahlt sich der Prozess bei einer Produktionsmenge von bis zu 1.000 Stück aus.

Die Nachteile vom CNC-Fräsen

Wo es Sonne gibt, da muss auch Schatten sein – und so ist es auch beim CNC-Fräsen. Während die Methode besonders für die Verarbeitung von Metall infrage kommt, ist sie für Teile aus Kunststoff nicht unbedingt die erste Wahl. Das gilt vor allem für das Rapid Prototyping, also die Herstellung eines ersten Modells. Der Grund dafür ist, dass die Bearbeitung per CNC recht hohe Anlaufkosten verursacht. Wer also lediglich eine geringe Anzahl von Produkten aus Kunststoff benötigt, der sollte dem 3D-Drucker den Vorzug geben. Aufgrund der Funktionsweise vom CNC-Fräsen sind außerdem bestimmte Formen nur schwer oder gar nicht zu realisieren. Schließlich kann das Schneiden aus einem Block verhältnismäßig lange dauern – vor allem dann, wenn man sich nicht an den richtigen Dienstleister wendet. Denn nur wenige Firmen verfügen über die benötigte CNC-Maschine – oder über Fachleute, die sich mit der Bedienung auskennen. Somit ist die Wahl des Unternehmens besonders wichtig, wenn man sich entscheidet, seine Produkte per CNC-Fräsen entstehen zu lassen.