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Bierlasur selber machen

Mit Bier lassen sich keine deckenden Farben, sondern nur Lasuren herstellen. Für deckende Farben reicht die Klebekraft von Bier nicht aus.
Bierlasur allerdings ist ganz besonders schnell und einfach herzustellen. Wichtig ist das richtige Mischungsverhältnis: 85 g Bier auf 15 g Farbpigmente. Die Pigmente werden einfach in das Bier gegeben und umgerührt. Fertig.

 

  • Zuviel Pigmente im Bier bewirken, dass die Farbe im getrockneten Zustand abfärbt. Die restliche Farbe sollte in diesem Fall einfach mit Bier verdünnt werden.
  • Bei zu wenig Pigmenten wird die Farbe zu durchsichtig. Dann einfach mehr Pigmente dazugeben.
  • Wichtig: Mit Bier hergestellte Farben sind wasserlöslich und sollten deshalb überlackiert werden.

 

 

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Blaue Bierlasur auf Holz, beispielsweise als Untergrund für Serviettentechnik.

Das Vogelhäuschen ist eine Serviette. Das Bild ausschneiden und die beiden unteren Lagen der Serviette entfernen. Das Bild auf die Holzscheibe legen und von innen nach außen mit Serviettenkleber bestreichen.
Zusätzlich wurden die Linien des Serviettenbildes mit einem Goldstift nachgezogen und der Schriftzug "Gute Nacht" aufgebracht.

 

Falsch: So sieht es aus, wenn zu viele Farbpigmente eingerührt wurden. Die Farbe deckt zwar gut, färbt aber ab.

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Und hier noch die Geschichte, wie es zur Bierlasur kam :-)

 

Bei einem der Bastelfrauentreffen musste Jörg, der einzige Mann in der Runde, etwas"männliches" Basteln, nachdem ich ihn zuvor dazu "verdammt" hatte, Serviettentechnik mit Bärchenservietten auszutesten. Also ging es an einen Farbexerimente-Kasten.

Am schnellsten ließen sich Tinte und Bierlasur herstellen. Bier war natürlich nicht im Haus, also musste Joerg erst einmal los und Bier besorgen. Kommentar von Joerg: also wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nur noch an das Bier holen erinnern *ggg* nein nein, schon gut... Aber soweit ich mich erinnern kann war die Bierfarbe eine Holzlasur, ich habe doch den Korb und die Holzzscheibe damit bemalt. Gut hat mir gefallen, das alles Rohstoffe in festen Behältern (Gläsern) dem Paket beigelegt sind, ebenso ist ein Pinsel und Holzspachtel dabei. Die Anleitung ist gut zu lesen und es macht Spaß in ihr zu stöbern und sich seine "Experimente" dabei herauszusuchen. Ein kleines Manko finde ich ist, das einige der Experimente schon in der Vorbereitung viel Zeit brauchen, Malkreide zum Beispiel.