Hier findest du nützliche Tipps und Tricks rund um das Modellieren mit Fimo und Co, die für ein entspanntes Basteln mit Polymer Clay sorgen.

Wie bekommt man altes Fimo wieder weich?

Älteres Fimo lässt sich in der Regel wieder weichkneten. Von der Fa. Eberhardt Faber gibt es sogar ein spezielles Mittel dafür (Fimo Mix Quick). Wer diese Ausgabe nicht machen möchte, kann es auch einfach mit ein paar Tropfen Babyöl versuchen (Babyöl mit dem alten Fimo verkneten). Hilfreich ist auch der Einsatz einer Nudelmaschine. Durch das Flachwalzen wird das Fimo ebenfalls weicher.

Was passiert, wenn Fimo zu lange gebacken wird?

Selbst wenn die Backtemperatur eingehalten wird, verändert sich die Farbe
Anders sieht es mit Modelliermassen wie Puppenfimo oder Creall Therm aus. Diese Modelliermassen vertragen sogar Backzeiten von über 2 Stunden.

Wie giftig sind Fimo und Co?

Die Hersteller sagen, dass ihre Produkte ungiftig sind und auch keine gesundheitschädlichen oder allergieauslösende Inhaltstoffe enthalten.
Auch sollen beim Backen keine giftigen Dämpfe entstehen, wenn man sich an die vorgegebenen Temperaturen hält. Deshalb beim Backen von Fimo unbedingt die Herstellerangaben einhalten!
Den starken Geruch oder besser gesagt Gestank, den das Fimo früher im Backofen produziert hat, gibt es so nicht mehr. Zwar riecht das Fimo während des Backens immer noch, allerdings nicht mehr so stark. Empfindliche Naturen sollten dann einfach das Fenster aufmachen und gut lüften. Was man eigentlich generell tun sollte.

Kann man Fimo in der Mikrowelle aushärten?

NEIN, es lässt sich NICHT einfach in der Mikrowelle härten. Ich habe es ausprobiert: Das Fimo fängt regelrecht an, von innen her zu kochen, stinkt fürchterlich und wird flüssig.
Anders sieht es aus, wenn man das Fimo in Wasser legt und kocht. Das muss aber jeder selbst ausprobieren.

Färbt Fimo auf die Hände ab?

Bevor man helles Fimo verarbeitet, unbedingt die Hände waschen! Die Spuren von andersfarbigen Fimo sind sofort sichtbar und nicht mehr zu entfernen.
Einfaches Händewaschen reicht aus, um die Verfärbungen von Fimo zu beseitigen.

Wie bearbeitet man Fimo am Besten?

Man sollte Fimo und andere backofenhärtende Modelliermassen immer mit warmen Händen bearbeiten. Dann ist es einfacher zu kneten und zu modellieren.

Was tun, wenn das Fimo zu weich geworden ist?

Wenn Modelliermasse zu weich geworden ist legt man sie einfach für eine Weile in den Kühlschrank, dann wird sie wieder fester.

Wie kann man Fimo vergolden oder versilbern?

Mit dem Gold- und Silberpulver, das speziell für Polymer Clay erhältlich ist, lassen sich Fimoarbeiten einfach und leicht bearbeiten. Man stäubt es mit einem weichen Pinsel auf oder reibt es einfach mit den Fingern leicht über den Fimo-Gegenstand. Das Pulver haftet auf nichtgebackenem Fimo von selbst. Nach dem Backen kann man es zusätzlich mit einem Überzug von Fimolack schützen.
Alternativ dazu kann das Pulver auch mit dem Lack gemischt werden und dann nach dem Härten des Fimos im Backofen auf den erkalteten Gegenstand aufgetragen werden.
Aber natürlich handelt es sich hierbei nicht um eine echte Vergoldung oder Versilberung!

Wie bekommt man transparentes Fimo wirklich transparent?

Transparentes Fimo wird nach dem Aushärten nicht wirklich transparent, sondern eher sehr, sehr milchig. Wem das nicht transparent genug ist, wirft das noch heiße Fimo nach dem Backen in kaltes Wasser.

Kann man Fimo irgendwie fester bekommen, als es durch das normale Backen wird?

Schreckt man das gerade gebackene, noch heiße Fimoteil in eiskaltem Wasser ab, erhöht dies die Festigkeit.

Wie entfernt man Fingerabdrücke?

Beim Modellieren an sich hinterlässt man oft Fingerabdrücke und auch Modellierwerkzeuge hinterlassen oft kleine “Macken” im Werkstück. Diese kann man entfernen, in dem man einen sehr weichen Pinsel in etwas Öl (z.B. Babyöl, Mandelöl usw.) taucht, den Pinsel anschließend gut (!) abstreift und dann sanft mit dem Pinsel über das Werkstück fährt.
Anstelle des Öls kann man auch reinen Alkohol aus der Apotheke verwenden.
Aber Achtung: Der Pinsel muss sehr weich sein (ein harter Pinsel würde neue Spuren verursachen). Und: Der Pinsel darf mit Öl bzw. Alkohol nur benetzt sein!
Bei größeren Macken verknetet man etwas Fimo mit Öl, damit es geschmeidig ist. Diese Masse wird dann in die Löcher und/oder Kerben stricchen. Alles, was zu viel ist, mit einem Skalpell vorsichtig wegschneiden. Anschließend mit immer feinerem Sandpapier und Stahlwolle die Stelle glätten. Zum Abschluss mit Nagellackentferner darüber streichen.

Sind Fimo-Modelle wasserfest?

Nein, aber man kann sie vor Wassereinfluss schützen, in dem man Lackfarbe zum Bemalen verwendet bzw. die fertigen Fimoteile nach dem Härten im Backofen lackiert.

Mit welchen Farben kann Fimo bemalt werden?

Für das Bemalen kannst du einfach handelsübliche Acryl-, Wasser-, und Lackfarben verwenden.

Wie lange hält sich Fimo?

Original verpacktes Fimo kann man ziemlich lange aufbewahren, es wird in der Regel nicht “schlecht” – allerdings kann es hart und bröselig werden. Sollte das Fimo allerdings muffig oder stark sauer riechen, ist es verdorben und du kannst es nicht mehr verwenden.

Wie macht man Löcher in Perlen?

Wenn man Löcher in Fimoperlen bohren möchte, verwendet man am besten kein Holzstäbchen dafür, denn das Holz “bremst” im der Modelliermasse und die Perlen verziehen sich.
Das Löcherbohren geht einfacher mit einem Metallstäbchen, z.B. einer Rouladennadel. Dazu legt man die Perle in die Handfläche und bohrt mit der Rouladennadel ein Loch bis ca. zur Mitte der Perle. Dann dreht man die Perle um und sticht von der anderen Seite in die Perle.
Lässt man die Perlen vorher etwas liegen (eventuell sogar gut eingepackt im Kühl- oder Gefrierschrank), wird das Fimo fester und die Perlen verziehen sich nicht so leicht.
Generell verziehen sich Perlen, die mit Fimo-Soft gearbeitet wurden leichter als die, die aus Fimo Classic bestehen.

Welchen Lack kann man verwenden?

Für Fimo gibt es von der Herstellerfirma einen speziellen Lack – sowohl in glänzend als auch in seidenmatt.
Alternativ dazu kannst du ausprobieren, deine Fimoarbeiten mit einem wasserlöslichem Treppenlack zu lackieren.
Geeignet soll dafür z.B. der “Clou” Aqua-Lack sein (habe ich aber noch nicht selbst ausprobiert). Er soll den Vorteil haben, dass er nach dem Aushärten sehr hart und deshalb sehr widerstandsfähig ist und zudem soll man ihn zur Not, wenn beim Lackieren was schiefgelaufen ist, mit Nassschleifpapier entfernen können.
Auf keinen Fall solltest du Spraylack verwenden (auch nicht, wenn er lösungsmittelfrei ist), denn er enthält Stoffe, auf die Polymer Clay “nicht gut zu sprechen ist”. Wenn Lack und Fimo nämlich miteinander reagieren, trocknet der Lack nicht mehr und bleibt klebrig!
Bevor man anderen als den speziellen Fimo-Lack verwendet, sollte man daher auf jeden Fall erst einmal auf einem gebackenem Reststück ausprobieren, ob der Lack auch wirklich trocknet!

Wie lackiert man Fimoperlen?

Fimoperlen spießt man beim Lackieren einfach auf. Dafür eignen sich zum Beispiel Zahnstocher oder Schaschlickstäbchen sehr gut. Jeweils eine Perle auf ein Holzstäbchen spießen, die Perle lackieren und das Holzstäbchen dann in einen Styroporblock stecken, bis der Lack trocken ist.

Reicht das Lackieren aus, damit die Perlen schön glänzen?

Wenn Fimoperlen richtig schön glänzen sollen, sollte man sie natürlich auch lackieren. Abgesehen davon solltest du sie vorher unbedingt gut schleifen. Dafür arbeitest du nacheinander mit Nasschleifpapier der Körnung 400, 600, 1000 und evtl. noch 1200. Danach werden die Perlen poliert und anschließend lackiert.

Was bedeutet Polymer Clay?

Polymer bedeutet Kunststoff und Clay bedeutet Ton oder auch Lehm. Somit ist Polymer Clay der Oberbegriff für im Backofen aushärtenden Kunstoffe, zu denen auch Fimo zählt.

Müssen Perlen komplett aus Fimo gearbeitet werden?

Man kann als “Kern” für Fimoperlen einfach zusammengeknüllte Alu-Folie verwenden. Sie wiegt nichts, ist sehr preisgünstig und man kann wunderbar darum herum arbeiten.

Wie bewahrt man angebrochenes Fimo auf?

Angebrochenes Polymer Clay wickelt man am besten in Folie und hebt es dann in Tupperdosen oder Gefrierdosen auf.

Muss man für das Arbeiten mit Fimo unbedingt eine Nudelmaschine besitzen?

Nudelmaschinen werden aus drei verschiedenen Gründen eingesetzt:
Wenn man Canes herstellen möchte. Dabei werden einzelne Fimoelemente immer wieder mit dünnen Fimoplatten ummantelt. Durch die Nudelmaschine werden die Fimoplatten gleichmäßig dick. Ansonsten ist es einfach nur bequemer.
Beim Mischen oder Weichkneten kann eine Nudelmaschine ebenfalls gute Dienste leisten. Man spart sich einiges an Arbeit(skraft) und beim Mischen werden die Farben gleichmäßiger, bzw. es bilden sich schöne Farbverläufe.
Es ist einfach bequemer 🙂
Insgesamt: Man braucht keine Nudelmaschine. Es geht auch ohne…

Was ist Fimo Leather Effect?

Diese Modelliermasse hat nach dem Härten eine lederähnliche Optik und fühlt sich auch ähnlich an. Im Gegensatz zu anderen Fimo-Modelliermassen, wird es bei 130 °C gebacken.
Die ausgehärtete Masse ist, wenn sie dünn ausgerollt wurde, flexibel und kann mit einer Schere geschnitten werden. Sie eignet sich besonders für die Schmuckherstellung.
Eine Anleitung dafür findest du zum Beispiel unter “Fimo Leather Effect: Quaste mit Farbverlauf“.

Was benötigt man als Grundausstattung?

Viele Materialien, die es für das Arbeiten mit Fimo und Co gibt, sind gerade für Anfänger nicht notwendig, andere wieder sollte man unbedingt haben.
Für den Anfang sollte man sich Fimo Soft oder Fimo Classic besorgen. Außerdem benötigt man eine Unterlage, Backpapier, Backblech und Backofen und ein Küchenmesser. Das reicht zumindest um auszuprobieren, ob einem diese Basteltechnik liegt. Eine ausführlichere Auflistung findest du in unserem Artikel “Grundausstattung für Fimo-Anfänger“.

Linktipp

Viele tolle Anleitungen, Tipps und Tricks findest du in Schnuggis net.  bzw. bei Fantastic! Fimotic! [Alles aus Fimo]. Die beiden Seiten werden leider nicht mehr weiter gepflegt. Man sollte sich daher so viele Tipps und Tricks von den beiden Seiten holen, bevor sie endgültig eingestellt werden.

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2021-03-08 15:30:44