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Kostüme basteln: Edelweiß, Gretchen, Udine und Japanerin

Gespeichert von Bastelfrau am 13 Februar 2014
Kostüme basteln: Edelweiß, Gretchen, Udine und Japanerin

Ich möchte euch nicht so gerne mit den langen Texten langweilen, deshalb habe euch jeweils das Wichtigste zusammengefasst. Allerdings werdet ihr sehen, dass das Kostüme nähen damals nicht leicht war. Wer sich heute ein schönes Kostüm anschaffen möchte, ohne selbst an die Nähmaschine zu müssen, kauft sich einfach eines. Ein Ratgeber dazu kann sogar dabei helfen, den richtigen Shop zu finden, in dem er mehrere Shops miteinander vergleicht.

 

Edelweiß

Der Rock dieses Kostümes wurde aus grünem Taft hergestellt. Für die spitz überfallende Tunika und für die Taille wurde blaugrünlicher Atlas genommen. Ein weißes Pelzröllchen fasste den oberen Taillenausschnitt und den unteren Rockrand ein. Als Applikationen wurden Edelweißblumen aufgenäht, deren Blüten aus weißem Samt und die Blätter aus grünem Atlas gearbeitet wurden. Die Adern der grünen Blätter wurden mit Glasperlen und Flittern bestickt. Eine Blumenborte und eine breite Silberfranse umgaben die spitze Vorderbahn der Tunika, während die hintere, gerade Bahn nur von einer schmaler Silberborte umgeben war. Der Brustlatz, der Gürtel und die Schleifengarnitur wurde aus cremefarbigen Samt, der mit Flittern und Perlen benäht wurde, gefertigt. Die linke Schulter wurde mit gelbgrüner Chinéseide, die mit Perlen und Flittern umrandet war, verziert. Das Haar wurde zusätzlich mit künstlichen Edelweißblumen aus Samt geschmückt.

 

Von links nach rechts: Edelweiss, Gretchen, Undine und Japanerin

 

Gretchen

Das Gretchenkostüm wurde aus hellblauem Wollstoff gearbeitet und mit einem sechs Zentimeter breiten, dunkelroten Samtstreifen besetzt. Silberborte und halbierte Kugeln verzierten den Rock, die Innenseite des Taschenpuffs und das Band, an dem die Tasche hing. Der kraus gezogene Latz mit Stehkragen und oberen Ärmel bestanden aus cremefarbigem Cheviot. Ein 10 cm breiter blauer Streifen teilte die Ärmel zu Puffärmeln. Verziert wurde das Kostüm mit Goldschnüren, Wachsperlen und Spiegelglas. Die Kopfbedeckung (damals Schaube genannt), bestand aus blauem Stoff mit einem Rand aus weißem, gefaltetem Atlas.

 

Undine

Der weit geschnittene Rock bestand aus meergrünem Atlas und wurde mit Applikationsstickereien aus Wasserlilien (aus weißem Samt) mit Blättern (aus grünem Samt) geschmückt. Ein Fischnetz aus Silberschnur mit Pomponabschluss breitete sich über die rechte Seite, auf der linken Hüfte wurde es zusammengeschlungen. Über das ganze Netz verstreute Stahlflittern wirkten wie hängengebliebene Fischschuppen. Der Halsausschnitt und der untere Armausschnitt waren mit runden und länglichen Wachsperlen, die das herabtropfende Wasser darstellen sollen, verziert. Bänder aus grünem Atlas mit Flitter- und Perlgehänge schlangen sich schilfähnlich um das Handgelenk und wurden am Rücken befestigt. Den Kopfputz bildete ein Kranz aus Schilf und Wasserlilien.

 

Links: Japanerin, rechts: Gretchen

 

Japanerin

Das Geishakostüm wurde aus rosa und cremefarbiger Seide gefertigt. Verschieden breite Blenden aus weißem Atlas fassten das offene Gewand ein, das von einem ca. 15 cm breiten, gefalteten Gürtel zusammengehalten wurde. Dieser Gürtel wurde auf dem Rücken mit einer großen, vierfachen  Schmetterlingsschleife verschlossen. Der kunstvolle Bau der schwarzen Haare wurde mit Kämmen, Nadeln und einem vierkantigen, durch den Haarknoten wagerecht gesteckten Stab zusammengehalten.