15. August 2022
Bildtransfer mit Acrylfarbe

Bildtransfer mit Acrylfarbe

Bilder kann man mit unterschiedlichen Mitteln, wie zum Beispiel Serviettenkleber oder Lack auf einen Gegenstand übertragen. Malt man das Objekt vorher mit Acrylfarbe ein, kann man sich diese Zusatzmittel sogar sparen. Dadurch kann man diese Transfertechnik auch gut beim Basteln einsetzen, zum Beispiel, wenn ein beliebiger Gegenstand mit Acrylfarbe bemalt wird. Im folgenden Beispiel habe ich einen Teil eines Werbeprospektes auf eine alte Sperrholzplatte übertragen.

 

Die Sperrholzplatte diente mir ursprünglich als Unterlage für einen „Krakelierlacktest“. Obwohl es schon Jahre her ist, seit ich die Platten mit Krakelierlack bestrichen habe, ist bei dem neuen Farbauftrag noch einmal ein leichter Krakeliereffekt entstanden. So wurden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Farbe krakelierte und diente gleichzeitig als „Kleber“ für den Bildtransfer.

 

So sah die Sperrholzplatte also ursprünglich aus:

In diesem Beispiel habe ich die Holzplatte mit den Farben Gelb und Orange in der Nass-in-Nass-Technik bemalt. Dann wurde das ausgewählte Bild – in diesem Fall ein Werbeprospekt – direkt in die nasse Farbe gelegt und gut angedrückt. Der Teil, der später auf der Platte zu sehen sein soll, wurde dabei in die Farbe gedrückt. Zu sehen ist dann nur noch die Rückseite des Prospektes. Anschließend lässt man die Farbe gut durchtrocknen.

Nun benötigt man ein Schälchen mit lauwarmen Wasser. Mit dem Finger wird etwas Wasser auf das Bild getupft. Dann reibt man mit gleichmäßigem Druck über das Bild, bis sich das Papier wieder von der Platte löst. Darunter kommt der Bildtransfer zum Vorschein.

Das nasse Papier rollt sich beim Abrubbeln nach oben

 

Auf diese Art und Weise wird nun das gesamte Papier von der Holzplatte gerieben. Zum Schluss kann man feine Papierreste, die sich noch nicht gelöst haben, mit einem feuchten Tuch entfernen.

Übrig bleibt der Bildtransfer. Allerdings sollte man nicht zu fest reiben, damit das Transferbild bzw. die Acrylfarbe nicht aus Versehen abgerieben wird. Es sollte daher auch nicht zu viel Wasser zum Einsatz kommen.

 

Wichtig bei dieser Technik ist:

1. Das zu übertragende Bild muss in die nasse Farbe gelegt und gleichmäßig angedrückt werden. Dabei darf die Farbe nicht zu dick aufgetragen werden, denn sie soll nicht auf die Rückseite des Transfermotives gelangen!

2. Die Farbe muss komplett getrocknet sein, bevor man anfängt, das Bild mit Wasser abzurubbeln.

2014-03-30 13:45:39