Basteln bei Verkaufssendern

Mittlerweile gibt es nicht nur einzelne Verkaufssendungen zum Thema Basteln, sondern sogar schon ganze Basteltage. Je öfter ich diese Sendungen ansehe, um so mehr gehen mir einige Dinge dabei einfach furchtbar auf die Nerven. Teils werden diese Sachen von den Moderatoren verbrochen, teils aber auch von den Bastelgästen selbst und manchmal sogar von den Kunden, die anrufen. Hier meine ganz persönliche Hitliste…

 

Platz 1
Dieser Platz gehört eindeutig der Größe der einzelnen Sets. Mal ehrlich: Wer braucht tatsächlich mehr als 20 3D-Bögen auf einen Schlag? O.k. wer auf Märkte geht oder seine selbstgebastelten Karten in einem Onlineshop, bei Ebay, bei Dawanda oder ähnlichen Verkaufsplattformen verkauft, kann diese Menge vielleicht gebrauchen. Wobei sich hier natürlich wieder die Frage nach dem Urheberrecht stellt und man eigentlich erst einmal abklären müsste, ob die Urheber überhaupt damit einverstanden sind, dass ihre Motive gewerblich genutzt werden.
Außerdem stellt sich die Frage: Was ist mit Klara Normalbastlerin? Was macht die mit dem ganzen Zeugs? Das Material horten? Die fertigen 50-60 Karten verschenken? Oder verschicken? Ich habe ja gehört, dass manche Gewinnspielteilnehmer/innen selbstgebastelte Karten verwenden, weil sie sich damit bei den Gewinnziehungen größere Chancen ausrechnen.  Andere Bastler/innen teilen sich die anscheinend die Sets, verkaufen Teile davon bei Ebay oder veranstalten “Bastelkränzchen”. Ich vermute aber, dass sich der größte Teil der Sets irgendwann zu Hause in irgendwelchen Schränken oder Kartons stapelt…
Übrigens kaufe auch ich manchmal Bastelmaterial bei Verkaufssendern ein. So habe ich zum Beispiel schon Tagesangebote gekauft, bei denen Unmengen von Strasssteinen enthalten waren, ein Karten-Bastelset und ein Stanzgerät. Mit manchen Sets kann man ja unbestritten auch wirklich etwas anfangen. Aber viele Sets sind einfach so zusammengestellt, dass ich das Gefühl habe, dass einfach viel Zeugs zusammengepackt wird, damit man während der Sendung vom “145-teiligen Set” sprechen kann. Und wenn sonst halt gerade nichts da ist, dann werden eben 3D-Bögen oder – anscheinend zur Zeit noch beliebter – Tüten mit Glitzersteinen dazu gepackt…

 

Platz 2
Dieser Platz wird von den “Premieren” und den “Neuheiten” belegt. Immer wieder wird von manchen Moderatoren betont, wieviele Premieren es bei den Bastelsets gibt. Was ist aber so ein Premieren-Set überhaupt? Eine Weltneuheit? Ein neues Produkt beim jeweiligen Verkaufssender? Oder einfach ein Set, in dem ein oder zwei Komponenten ausgetauscht wurden und das deshalb nun eine “Premiere” ist?
Verfolgt man dann die Bastelsendungen etwas genauer, fällt auf, dass es sich bei den meisten “Premieren” um das Letztere handelt. Dabei will ich aber nicht behaupten, dass es keine wirklichen Neuheiten gibt. Allerdings handelt es sich auch dann meist einfach um Neuheiten bei den Verkaufssendern – nicht um Neuheiten im Bastelbereich.
Besonders lustig finde ich es übrigens, wenn “Premieren-Sets” “wieder da” sind. Da hat dann wohl jemand nicht aufgepasst. 🙂

 

Platz 3
Sind dir auch schon mal die xxx-teiligen Sets sauer aufgestoßen? Da wird innerhalb einer Präsentation aus einem 5-teiligen Set kurzerhand ein “eigentlich 50-teiliges” Set. Beispiel: Ein  (5-teiliges) Stempelset, das aus 4 Platten mit Clearstamps und einem Acrylblock besteht. Da sich auf den Platten insgesamt 49 Stempel befanden, wurde ruckzuck ein 50-teiliges Set daraus. Obwohl diese Praxis mittlerweile nachgelassen hat, passiert es doch immer wieder einmal, dass arglose Zuschauer auf diese Art und Weise zum Kauf überredet werden sollen.
Was aber ist nun ein “Teil” eines Sets? Für mein Verständnis ist das ein Teil, das auch alleine verkauft wird bzw. werden kann. Bei den Stempeln bedeutet dies: Wäre jeder Stempel auf einer eigenen Folie und dazu der Acrylblock – dann wäre es für mich ein 50-teiliges Set, nämlich 49 Stempel und ein Acrylblock. 49 Stempel verteilt auf vier Folien und ein Acrylblock sind ein 5-teiliges Set – nämlich 4 Folien und ein Block. So einfach ist das.
Manchmal frage ich mich, was passieren würde, wenn über die Verkaufssender Bücher verkaufen würde. Würde dann aus einzelnen Büchern zum Beispiel ein 357-teiliges Set – bestehend aus 356 Seiten und einem Einband? Oder vielleicht sogar ein 500.000-teiliges, bei dem jeder Buchstabe einzeln gezählt würde? Nein, mit Sicherheit nicht, denn dann würde ja auch der argloseste Zuschauer merken, dass er auf den Arm genommen wird.

 

 

Platz 4
Ganz oft heißt es während der Präsentationen: “Das Produkt XYZ wäre im Handel viel, viel teurer – falls es überhaupt erhältlich wäre.” Diese Aussage stimmt wahrscheinlich sogar, denn die Sets sind so, wie sie vorgestellt werden, nicht im Handel erhältlich – schließlich werden sie speziell für den Verkaufssender zusammengestellt. Auch viele der Einzelteile dürften im stationären Einzelhandel nicht erhältlich sein. Das liegt vielleicht daran, weil sie dort  einfach nicht verkauft werden würden. Denn warum sollte ich mir in einem Bastelgeschäft (oder auch in einem Onlineshop) ein Set mit 57 verschiedenen Dekofiguren kaufen, wenn ich die Figuren auch einzeln kaufen kann – und zwar nur die, die mir gefallen und die ich brauche. Die einzelne Figur ist dann wahrscheinlich teurer, aber da ich vielleicht nur 10 Figuren brauche, wird es letztendlich nicht nur preisgünstiger, sondern ich horte auch nicht so viel Zeugs, mit dem ich nichts anzufangen weiß, zu Hause. Das gleiche gilt für Farbensets (da kann ich mir die Farben aussuchen, die ich benötige), für Papiersets, bei denen ich mir nur die Papiere kaufe, die mir auch wirklich gefallen oder bei Briefumschlägen, Geschenktüten und ähnlichem, von denen ich mir im Laden nur die Anzahl kaufe, die ich auch brauche.

 

Platz 5
Schon mal gehört: “Das ist das größte Set” oder “Das ist die größte Menge”? Bei manchen Präsentationen von Bastelmaterial ist dies ein sehr beliebter Ausdruck, aber…  Äh… ja…. von was denn, bitte? Darüber wird aber meist kein Wort verloren. Es könnte sich also um die größte Menge handeln, die jemals verkauft wurde oder um die größte Menge überflüssiges Zeugs… wer weiß schon, was damit gemeint ist. Das Problem ist unter anderem, dass keine Bezugsgröße genannt wird. Dadurch kann ein und das gleiche Set das größte aber auch das kleinste sein – das gerade auf dem Tisch ist, das jemals über einen Verkaufssender verkauft wurde oder das gerade präsentiert wird. Die Aussage ist also absolut nichts wert.
Ähnlich geht es mir übrigens auch immer wieder dann, wenn es heißt,dass etwas besonders “wertig” ist oder aussieht. Was soll das heißen? Ich denke, es soll hochwertig bedeuten, aber wenn das so ist, warum wird das dann nicht einfach gesagt? Vielleicht ist ja doch etwas anderes gemeint? Es könnte ja auch  “gleichwertig” heißen oder sogar “minderwertig”. Vielleicht ist das Wort “wertig” ja ein Teil einer Geheimsprache, die die Moderatoren sprechen und wird immer dann verwendet, wenn sie eigentlich etwas richtig, richtig böses über das Produkt sagen möchten – so wie die Geheimsprache bei Arbeitszeugnissen, in dem es freundlich heißt: Er bemühte sich, die ihm gestellten Aufgaben zu erledigen.” – Was bedeutet: Er hat es versucht, aber nicht geschafft.

 

Platz 6
Der Satz “Wir sind Marktführer” geht mir so etwas von auf die Nerven… da wundere ich mich glatt selbst darüber. Liebe Moderatoren: Es interessiert mich nicht, ob ihr Marktführer seid oder nicht – ich kaufe deshalb nicht mehr bei euch. Eher weniger, wenn ihr mich weiterhin mit dieser Art von Eigenlob nervt. Außerdem: Wie kommt es, dass ihr als Marktführer im Bereich Basteln nur einen Bruchteil von dem Bastelmaterial habt, das ansonsten erhältlich ist? Was habt ihr da gesagt? Schlappe 450 Sets führt ihr? Da lob ich mir doch die “Nicht-Markführer”, die in der Regel mehrere Tausend Bastelartikel im Sortiment haben. Da bekomme ich dann auch das, was ich möchte oder brauche – ohne überflüssigen Ballast. Ihr seid also vielleicht die Größten – die Besten seid ihr deshalb aber noch lange nicht.

 

Patz 7
“Das Set ist jetzt begrenzt.” Was stimmt an diesem Satz nicht? Ganz einfach: Wenn das Set jetzt begrenzt ist, dann bedeutet das, dass es vorher unbegrenzt war. Wenn es aber unbegrenzt war, dann kann es jetzt nicht begrenzt sein… Verstanden? Nein? Macht nichts… Ich kann es auch einfacher erklären: Die Sets sind immer und von Anfang an begrenzt. Sagen will man euch damit nur, dass ihr gefälligst schnell bestellen sollt. Ob dies tatsächlich eine nett gemeinte Information ist oder nur der Versuch, eure “Ich muss sofort handeln”-Instinkte zu wecken, das müsst ihr selbst entscheiden. Vielleicht denkt ihr aber  einfach einmal darüber nach, ob ihr das entsprechende Produkt auch kaufen würdet, wenn es nicht plötzlich “begrenzt” wäre und ihr euch mit der Entscheidung ein paar Tage Zeit lassen könntet.
Vielleicht ist das mit den Bastelsets bei den Verkaufssendern aber auch so ähnlich wie mit dem Universum.  Das ist nämlich unendlich, dehnt sich aber immer weiter aus. Vielleicht schaffen die Sets das ja  irgendwann auch…

 

Platz 8
Immer wieder ist die Rede von der großen “Bastelfamilie”. Diese Familie besteht aus den Moderatoren, den “Gästen”, die vorführen und den 170.000 Bastelkunden. Da ich dort auch schon bei Bastelmaterial gekauft habe, gehöre ich wohl auch dazu. Wenn mich das zu einem Familienmitglied macht, bin ich auch Mitglied einiger anderer Familien: Da wäre zuerst einmal die Brötchenfamilie meines Lieblingsbäckers, der Konservenfamilie von Aldi, bei Edeka bin ich gleich in mehreren Familien – in der Milchfamilie, der Obst- und Gemüsefamilie sowie der Fleisch- und Wurstfamilie, und, und, und… ich kann die Familien, in denen ich Mitglied bin, gar nicht alle aufzählen.
Gerade ist in meiner kleinen, echten Familie eine bedeutsame Frage aufgetaucht: Muss man den Jahresumsatz der Bastelfamilie eigentlich beim Bafög-Antrag mit angeben?

 

Platz 9
Bemerkenswert finde ich auch die Kunden, die während der Sendungen anrufen und ins Studio durchgestellt werden. Zum größten Teil sind diese Leute nur eines – nämlich dankbar. Dankbar dafür, dass die Bastelgäste so tolle Bastelsets zusammenstellen und dankbar dafür, dass sie sie kaufen dürfen. Versteht mich nicht falsch – natürlich dürft ihr die Bastelsets, die Moderatoren und diejenigen, die die Sets vorführen, toll finden und natürlich dürft ihr ihnen auch dankbar sein. Aber ihr solltet dabei nicht vergessen, dass das bedeutet, dass ihr Verkäufern dafür dankbar seid, dass sie euch etwas verkaufen. Und dann überlegt euch, ob ihr auch der Bäckereifachverkäuferin dankbar seid, bei der ihr eure Brötchen kauft, der Bedienung im Eiscafé oder der Kassiererin im Aldi. Und wenn ja, sagt ihr es ihnen auch? In aller Öffentlichkeit? Und wenn nein? Warum nicht? Versteht mich nicht falsch: Findet die Leute ruhig toll und ruft an und sagt es ihnen. Nur… es gibt keinen Grund, ihnen dankbar zu sein.

 

Platz 10
Am allermeisten stört – nein ärgert – es mich, wenn sich einzelne Bastelgäste mit fremden Federn schmücken. Da wurden dann angeblich irgendwelche Bastelprodukte selbst entwickelt, die es aber schon vor 20 Jahren allgemein im Bastelfachhandel zu kaufen gab. Meistens handelt es sich dabei um Bastelmaterialien, die aus Amerika zu uns kamen. Zum Beispiel ist der “Perlenpen” keine Erfindung einer der Vorführdamen bei dem einen Verkaufssender und die Idee wurde ihr auch nicht von einer anderen Vorführdame bei  einem anderen Verkaufssender gestohlen. Der “Perlenpen” ist eine amerikanische Erfindung, die schon vor fast 20 Jahren von der Firma Brauckmann nach Deutschland importiert wurde. Ähnliches gilt auch für viele andere Farben und Bastelmaterialien, die angeblich von den diversen Damen “entwickelt” wurden. Wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht, dass auch nur eine der “Spezialfarben” tatsächlich von einem der Bastelgäste stammen. Vielmehr nehme ich an, dass hier das genutzt wird, was sich “Private Lable” nennt. Das funktioniert so, dass ich zu einer Herstellerfirma gehe (also eine, die ihre Produkte tatsächlich selbst herstellt) und sage: Ich hätte gerne diesen Artikel mit meinem Etikett und meinem Logo. Und schwupps habe ich mein “eigenes” Produkt. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, denn diese Praxis ist Gang und Gäbe in Deutschland und in vielen anderen Ländern. Nur… muss man denn dann wirklich ständig behaupten, dass man es selbst entwickelt hat? Und selbst, wenn man eigene Vorstellungen und Wünsche an die Konsistenz oder Eigenschaft der Farbe hat, dürfte es eher so sein, dass man dies als Spezifikation an die Produktionsfirma stellt – und die das Ganze dann entwickelt.
Ähnlich geht es mir oft, wenn ich die zur Zeit modernen Nostalgiebilder und Oblaten (in Form von Aufklebern, Decoupagebogen, 3D-Bogen) sehe, die angeblich selbst entworfen und gemalt wurden. Der größte Teil davon ist schon mehr als hundert Jahre alt und nicht mehr urheberrechtlich geschützt. Sie sind also frei verfügbar und können von jedem verwendet werden – aber auch wenn man nicht weiß, wer die Motive letztendlich gemalt hat und ihn/sie deshalb nicht namentlich erwähnen kann, muss man doch nicht behaupten, dass man sie selbst entworfen hätte. Damit möchte ich aber keiner der Basteldamen das Talent, tolle Malvorlagen zu entwerfen oder Bilder zu malen absprechen – im Gegenteil: Es befinden sich ja sogar bekannte Autorinnen von Bastelbüchern – wie zum Beispiel Angelika Wagener – unter den Bastelgästen.

 

Platz 11
Traurig finde ich, dass  viele der Bastelsets, die bei Verkaufssendern verkauft werden, regelrecht kreativitätstötend sind – gleichzeitig aber den Kunden vorgaukeln, wie toll sie damit basteln können. Dabei bezieht sich die Kreativität manchmal ausschließlich darauf, auszuwählen, wohin man etwas klebt : Kommt das ans Küchenfenster oder auf den Badezimmerspiegel? Ein Set, in dem zum Beispiel Kartenpapier, 3D-Stanzbögen, Abstandshalter und Briefumschläge enthalten  sind, ist dafür da, die vorgestellten Karten nachzubasteln – und nicht, um selbst kreativ zu werden.

 

Platz 12
Bei dem einen Sender werden die Bastelprodukte quasi im Schnelldurchlauf präsentiert. Es bleiben maximal 10 Minuten pro Set und oft werden in dieser Zeit gleich noch mehrere Ergänzungssets angeboten. Bei dem anderen  dauern die einzelnen Präsentationen zwischen 15 und 20 Minuten.Die Folge davon ist, dass man als Zuschauer und potentieller Kunde bei dem einen Sender regelrecht in Stress gerät, während man beim anderen fast einschläft. Wobei dies nur teilweise an der Präsentationszeit liegt, denn auch die Moderatoren und Bastelgäste tragen ihren Teil dazu bei – durch sehr langsames oder sehr hektisches Reden und durch die allgemeine Stimmung und Ausstrahlung.

Ach… wie schön wäre da eine Präsentation, die interessant aber nicht hektisch, ruhig aber nicht langweilig ist. Mit Moderatoren bei denen man nicht das Gefühl hat, dass man es gerade mit einem Physiotherapeuten im Altenheim oder einem Animateur in einem Ferienclub zu tun hat. Und mit Sets, die vielfältig aber nicht überdimensioniert sind und Bastelgästen, die mit ihren Produkten zwar Geld verdienen möchten, aber auch voll hinter diesen Produkten stehen.

 

 

Nachtrag vom 5.12.2011:

Manchmal passen diese beiden einfach nicht zusammen. Letztens sagte nämlich eine Moderatorin während der Präsentation eines Stempelsets: “Und seien wir doch einmal ehrlich, das Geschenkpapier wird doch sowieso nur weggeworfen – da kann man es doch auch selber basteln.”

Da hatte doch jemand richtig Respekt für die Bastler und ihre Werke… Tja… es wundert mich eigentlich kein bisschen, dass ich diese Dame weder vorher noch nachher als Moderatorin einer Bastelsendung gesehen habe. 🙂

 

 

Kommentar von Bastelnasi

ich sehe mir auch die Bastelsendungen an, aber eher zu gucken was ich basteln kann was nicht im Trend ist, als Bastler oder Maler kann man doch selber kreativ sein, und ist nicht angewiesen auf solche Sets.

Zum Spaß habe ich auch einmal so ein Bastelset bestellt für Osterkarten, das war vom ersten Blick her günstig aber als ich dann auspackte und das Material fühlte war der Kartenkarton dünn wie Kopierpapier, die Materialien waren lieblos in einen Karton geworfen und aufgebogen, und den Karton hätte schon ein Windhauch hätte zerstören können. Mit dem das für Ottonormalbastler die Set´s zu groß sind hast Du wirklich recht. Außerdem sind die ach so günstigen Sets im FREIEN HANDEL oft viel Billiger im TV, man denke an Porto und ggf. Umtausch der oft nicht möglich ist mit dem TV. Zum Beispiel ein Stickerbogen in Gold, kriege ich ohne TV zwischen 0,50 und je nach Qualität bis 1,29 aber das sind dann die guten, aus dickem Stickermaterial die nicht reißen wie aus dem TV Set.

Mit den Neuheiten hast Du auch recht, da wird oft eine Stoffmalfarbe angepriesen, die es in normaldeutsch als simple Acrylfarbe im Laden gibt da die auch waschfest ist. Auch mit einer Glitterfarbe für Acrykugeln war das so, die kenne ich aus dem Malerbedarf schon lange, kostet als 500 g Topf ca. 10 Euro und im TV nur als Set und dann in einer Minimenge von 50 – 100g enthalten.

Über Neuheiten muss ich auch immer lachen, das hat oft schon einen Bart was angepriesen wird. Mir kommt es so vor als ob Hersteller Ladenhüter haben, die sie dann nochmal im TV als Neuheit bringen da viele Leute sie schon vergessen haben, oder Stinken weil sie aus China kommen, schaut doch mal auf die Labels ob da irgendwo steht Made in… ist das nicht drauf, kommen die Sachen vielleicht aus Billiglohnländern. Ich sag nur Trau schau wem.

Poesiebildchen als Neuheit anzupreisen ist auch quatsch, erst stimmt mal das was Du schreibst. Und dann sah ich in einer Doku es gibt es in Deutschland keine Firma die die Druckt, sondern die kommen alle aus England, da dort die einzige Druckmaschine dazu steht.

2011-09-02 18:03:48

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