Fragen und Antworten rund ums Marmorieren

Früher benötigte man für das Marmorieren zwingend einen Marmoriergrund. Mit den Marmorierfarben der neuen Generation, kann man darauf zwar verzichten, denn diese Farben schwimmen auf dem Wasser. Besonders häufig werden sie zum Marmorieren von Plastikeiern oder Plastikkugeln eingesetzt. Die folgenden Tricks und Tipps gelten weitgehend für die lösungsmittelhaltigen Marmorierfarben, aber auch für das klassische Marmorieren mit Marmoriergrund aus Carrageen.

Wie groß muss der Behälter für den Marmoriergrund sein?

Der Behälter für den Marmoriergrund muss die richtige Größe für den zu marmorierenden Gegenstand haben.
Marmoriert man Papier, ist dies ja einfach zu sehen. Marmoriert man aber Kugeln, Eier oder andere dreidimensionale Gegenstände ist es schon etwas schwieriger.
Beim Eintauchen des Gegenstandes, schließt sich die Farbe wie eine Haut darüber. Hat man zu wenig Fläche, wird die Farbe zwar dicker, kann aber auch nur einen Teil des Gegenstandes bedecken.
Nimm dir deshalb einfach ein Stück Zeitungspapier und wickel den Gegenstand darin ein. Und zwar so, dass das Papier nicht doppelt liegt, aber trotzdem den gesamten Gegenstand bedeckt. Dann schneidest du das Papier ab. Wenn du es nun auseinanderfaltest, hast du in etwa die Fläche, die benötigt wird, um den Gegenstand gut marmorieren zu können.

Kann man das Verschmieren der Farben beim Marmorieren irgendwie vermeiden?

Nachdem der Gegenstand in den Marmoriergrund getaucht wurde, die noch vorhandene Farbe auf dem Marmoriergrund zur Seite pusten und erst dann den Gegenstand herausnehmen, dann verschmieren die Farben beim Marmorieren nicht.

Kann man das Muster, dass beim Marmorieren entsteht, beeinflussen?

Das Muster wird von der Reihenfolge der aufgetropften Farbtöne beeinflusst, da die später aufgetragenen Farbtöne die früher aufgetragenen Farbtöne verdrängen und stärker zur Geltung kommen.
Beim Auftropfen der Farbe sollte man das Glas schräg halten und muss zügig arbeiten, damit die Farbfläche keinen gummiartigen Film bildet, in den man kein Muster mehr ziehen kann.
Die Farbintensität wird von der aufgetropften Farbmenge und der Größe des Wasserbehälters bestimmt.

Was muss man beim Marmorieren besonders beachten?

Wenn du marmorieren möchtest, gibt es ein paar einfache Dinge, die du beachten solltest:
Je nachdem, mit welchen Farben zu arbeitest, solltest du Hände mit Handschuhen und die Kleidung mit einer Schürze vor Flecken schützen, da sich die Farben in der Regel schlecht bis sehr schlecht wieder entfernen lassen.
Glas und Metall vorher mit Spiritus reinigen. Die Farbe haftet sonst nicht richtig.
Der Originalfarbton der verwendeten Farbe lässt sich nicht auf Materialien erzielen, die nicht weiß sind. Durch dunklere Materialien wie Holz, Pappmaché, usw. wirken die Farben auch entsprechend dunkler, bzw. es entstehen Mischtöne.
Möchte man die Farben mischen, macht man dies in einem Gläschen und verwendet die Farben dann wie die ungemischten weiter, das heißt, man tropft sie nach dem Mischen auf den Marmoriergrund oder das Wasser auf.
Je nach verwendeter Farbe, müssen Hilfsmaterialien und Werkzeuge mit Wasser oder Terpentinersatz gereinigt werden. Ich habe dafür auch schon Oranex (aus der Hobbythek) verwendet.

Wie entfernt man die überschüssige Marmorierfarbe aus dem Behälter?

Verwendet man Carageen oder Kleister als Marmoriergrund, legt man einfach ein Papiertuch darauf und nimmt es wieder ab. Dadurch wird überschüssige Farbe entfernt und – man hat gleich noch ein Papier, dass man beim Karten basteln verarbeiten kann. 🙂
Arbeitet man mit lösungsmittelhaltigen Marmorierfarben, die auf dem Wasser schwimmen (diese Farbe wird oft für Ostereier eingesetzt), entfernt man die Farbreste, in dem man sie mit einem Blatt Papier (mit der Kante) einfach von der Wasseroberfläche abnimmt.
Es ist sehr wichtig, die Farbrückstände zu entfernen, denn durch die Farbreste wird eine gleichmäßige Verteilung der neuen Farbe verhindert.

Wie marmoriert man einfarbig?

Will man nur einfarbig marmorieren, verwendet man am besten statt der zweiten Farbe die “Farblos-Variante”, die es von den meisten Farben zu kaufen gibt. Dies ist aber nur nötig, wenn man es ganz besonders gut machen möchte, denn eigentlich ist braucht man es nicht.

Wie entferne ich Marmorierfarbe von den Händen?

Methode A: Farbe an den Händen lässt sich gut entfernen, wenn man sich die Haare wäscht!
1. Shampoo hat einen anderen pH Wert als Seife:
Seife hat pH 5,5 da sie der Haut angepasst ist um sie nicht zu schädigen; Shampoo hat pH 7, damit es nicht in den Augen brennt, daher ist Shampoo mehr Richtung Lauge als Seife
2. Man wäscht sich länger die Haare als die Hände, die Waschzeit ist also länger
3. Haare wirken wie ein Luffaschwamm und schrubben die obersten toten gefärbten Hautschichten ab
(Tipp von orca1)
Methode B: Terpentinersatz wirkt wahre Wunder.
Wesentlich angenehmer ist allerdings Oranex (gibt es in Läden, die Hobbythekartikel verkaufen). Anschließend sollte man sich aber die Hände eincremen, da die Haut davon sehr trocken (entfettet) wird.

Kann man auch Stoff marmorieren?

Ja, kann man. Allerdings sollte man für das Marmorieren von Stoff Stoffmalfarbe und einen Marmoriergrund verwenden.

Wie marmoriert man am besten Stoff?

Für das Marmorieren von Stoff benötigt man eigentlich immer einen Marmoriergrund. Ein Ausnahme ist es, wenn man lösungsmittelhaltige Marmorierfarben verwendet. Diese würden den Stoff aber hart machen.

Wie marmoriert man am besten Papier?

Für das Marmorieren von Papier gibt es verschiedene Techniken. Eine sehr einfache Möglichkeit ist das Marmorieren mit Hilfe von Rasierschaum.

Gefällt dir unser Artikel? Dann freuen wir uns, wenn du ihn auf Pinterest weiterpinnst.

2021-03-07 10:25:00