Blattgold

Wird auch Häutchengold genannt. Es handelt sich um Blättchen aus sehr dünnem, hochfeinem Gold. Die Stärke des Blattgoldes hängt davon ab, wofür es verwendet werden soll. Früher wurde wesentlich stärkeres Blattgold als heute verwendet. So hieß es früher, dass man aus einem Dukaten nicht mehr als 100 Blatt schlagen solle. Aus der gleichen Menge Goldes werden heute 1000 Blatt und mehr hergestellt. Während das Blattgold damals 1/200 bis 1/300 mm stark war, ist es heute nur noch 1/1000 mm stark.
Schon vor mehr als 4000 Jahren haben Blattgoldschläger in Mesopotamien mit fünf Kilogramm schweren Hämmern Feingold zu Blattgold ausgeschlagen. Dafür wurde das Feingold zuerst zwischen Leder, später zwischen Pergament liegend ausgeschlagen. Anschließend wurde die so entstandenen Blätter in Stücke geschnitten und durch Glühen wieder erweicht. Waren die aufeinandergeschichteten Goldblättchen schon sehr fein, legte man sie zwischen “Goldschlägerhäutchen” (das feine Oberhäutchen des Ochsendarms) und verwendete einen leichteren Hammer. Dies machte man so lange, bis das Blattgold die gewünschte Stärke hatte.
Nicht verwechseln darf man Blattgold mit Blattmetall oder Schlagmetall, das wir heute zum Basteln verwenden.

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