Gesso

Gesso verwendet man, um eine Oberfläche, die man bemalen möchte, zu grundieren. Das Wort kommt aus dem italienischen und heißt eigentlich “Gips”, “Kreide”, “Gipsabguss”.
Außerdem ist es die Bezeichnung für die bei italienischen Tafelbildern verwendete Grundiermasse aus Gips. Dafür wurde der Gips wie Kalk gebrannt und mit Leimwasser angeteigt. Dies wurde “gesso grosso” (grober Gips) genannt. Als nächstes wurde dann “gesso sottile” (feiner Gips) aufgetragen und glattgeschliffen. Gesso sottile ist im deutschsprachigen Raum als “Bologneser Kreide” bekannt. Der dafür verwendete – besonders weiche gebrannte Gips – wurde vorher wochenlang in einem Behälter eingesumpft und “totgerührt”.

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