Sonnenlichttechnik

Wird auch Sonnentechnik oder Sonnenlichttechnik genannt. Entdeckt wurde sie durch Zufall auf den pazifischen Inseln, als man gefärbte, nasse Pareos zum Trocknen auf dem Sand ausbreitete und Blätter darauf fielen. Als die Pareos getrocknet waren, zeichneten sich die Blätter hell vom Untergrund ab. Man benötigt für diese Technik nicht deckende, also transparente Stoffmalfarben. Besonders geeignet und ausgereift sind hier die Setacolorfarben von der Firma Pebeo. Die Farben werden mit 2/3 Wasser verdünnt und auf den gewaschenen Stoff aufgetragen. Dann wird eine Schablone, ein Blatt oder ähnliches aufgelegt. Anschließend wird der Stoff in der Sonne (am besten mittags, wenn die Sonne am höchsten steht) liegend getrocknet. Die Sonne erwärmt den Stoff unter den Schablonen weniger stark als die nicht bedeckten Stellen. Die Farbe „flüchtet“ dann zur Wärme hin. Die bedeckten Stellen werden dadurch wesentlich heller, je nach Stoffart sogar fast weiß. Als alternative Wärmequellen eignen sich Rotlicht-, Bräunungs- oder Wärmestrahler.

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