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Gespeichert von Becky am 20 März 2020
Behelfsmundschutzmaske mit Lyocellfaser selber nähen

Corona hält uns alle in Atem. Auch wenn der Großteil der Gesellschaft versucht, weitestgehend zu Hause zu bleiben, gibt es Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und jeden Tag auf der Arbeit oder im öffentlichen Nahverkehr mit vielen Menschen in Kontakt kommen. Da Mundschutzmasken momentan rar gesät sind und meine Schwester in einem solchen Beruf arbeitet und noch dazu mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren muss, habe ich ihr Behelfsmundschutzmasken mit Lyocellfaser genäht, da diese die Viren abhalten sollen.

 

 

Nähmaterial

 

  • Stoff von einem alten T-Shirt oder Baumwolle
  • Stoff aus Lyocellfaser mit Silberbestandteilen  
  • passendes Nähgarn
  • Stecknadeln
  • Das Metall von einem Heftstreifen oder Draht
  • Zwei Streifen Gummiband ca. 17 cm lang
  • Eine Schere

 

Nähanleitung

 

  1. Ein Rechteck aus Papier als Schablone zurecht schneiden. Dies sollte mindestens die Maße 17 mal 18 cm haben.
  2. Mit der Schablone ein Rechteck aus dem Stoff aus Lyocellfaser ausschneiden.
  3. Das ausgeschnittene Stoff-Rechteck auf den T-Shirt Stoff legen und mit den Stecknadeln festpinnen. Am besten so feststecken, dass man gleich beide Seiten des T-Shirts faltenfrei fixiert hat.
  4. Hier ebenfalls ein Rechteck ausschneiden.
  5. Je Rechteck rechts auf recht an einer der beiden kurzen Seiten aneinander nähen.
  6. Auch die andere kurze Seite zusammennähen, aber hier in der Mitte einen kleines Loch lassen, damit die Maske gewendet werden kann.
  7. Das Metall aus dem Heftstreifen oben unter die zugenähte Kante legen und eine Naht darunter setzen, so dass das Metall nicht verrutschen kann.
  8. Jeweils ein Gummiband an den beiden offenen Seiten hineinlegen und jeweils oben und unten mit einer Stecknadel fixieren.
  9. An beiden Seiten in möglichst regelmäßigen Abständen drei Falten legen. Dafür ca. einen halben bis einen Zentimeter Stoff mit den Fingern zusammenhalten und umlegen. Mit Stecknadeln fixieren.
  10. Mit der Nähmaschine an den Seiten entlang nähen.
  11. Die Behelfs-Mundschutzmaske durch das untere Loch wenden.
  12. Das Loch mit einem Hexenstich oder einem anderen Handstich schließen.
  13. Die Behelfs-Mundschutzmaske sollte nach jedem Tragen mit Waschmittel oder Seife gewaschen werden. Dann kann sie wieder verwendet werden.

 

Tipps und Tricks

  • Da man gleich mehrere Gesichtsmasken nähen sollte, damit man sie wechseln kann, sollte man sich die Mühe machen, vorher eine Schablone aus Papier zurecht zu schneiden. So muss man das Rechteck nicht immer wieder neu ausmessen.
  • Da Gesichter unterschiedlich groß sind, kann es sein, dass die angegebenen Maße zu klein oder zu groß sind. Für Kinder beispielsweise braucht es eine kleinere Mundmaske. Um hier die richtigen Maße auszumessen, sollte man einmal von Wange zu Wange messen und dabei das Maßband über die Nase führen. Die zweite Messung sollte von der Nase bis knapp unter das Kinn erfolgen. Hier muss man aber noch mindestens 3 - eher 6 cm - zurechnen für die Falten.
  • Bevor man sich die Mühe macht, die Gesichtsmasken zu nähen, sollte man beide Stoffe einmal aufeinander legen und damit den Mund und die Nase bedecken. Wenn man jetzt nicht mehr richtig atmen kann, sollte man die Baumwolle oder den T-Shirt Stoff wechseln.
  • Da wir den Stoff mit Lyocellfaser nicht mehr als Meterware bekommen haben, haben wir uns bei Amazon eine Kissenhülle aus dem Stoff bestellt. Hier aus lassen sich auch einige Behelfs-Mundschutzmasken nähen.
  • Wir haben die Masken aus Lyocellfaser mit Silberbestandteilen genäht, weil wir auf YouTube Informationen dazu gefunden haben, wie dieser Stoff wirken soll. Wie weit dies tatsächlich der Fall ist, können wir natürlich gar nicht beurteilen. Wir haben trotzdem diesen Stoff gewählt, weil - schaden kann es ja nicht. Die Informationen darüber, wie der Stoff aus Lyocellfaser mit Silberbestandteilen gegen den Corona-Virus helfen soll, findest du auf Youtube und Welt.de.
  • Wenn möglich, sollte man aber immer auf zertifizierte Mundschutzmasken zurückgreifen und die selbst gemachten Masken nur als  Behelf verwenden. Einen wirklichen Schutz bieten nur zertifizierte Masken.