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Gespeichert von Bastelfrau am 27 Juli 2016
Der viereckige Flicken in Wäsche

Ist ein Wäschestück so schadhaft geworden, dass man es nicht mehr stopfen kann, wird ein Flicken ein- oder aufgesetzt. Bei Unterwäsche wird der Flicken grundsätzlich eingesetzt, denn das sieht schöner aus als ein aufgesetzter Flicken.

 

Die zu flickende Stelle wird großzügig ausgeschnitten, damit auch fadenscheinigen Stellen entfernt werden. Der Flicken wird so zugeschnitten, dass er überall ca. 1,5 cm größer ist. 

 

In die Ecken des Ausschnittes werden 0,5 cm tiefe, schräge Einschnitte gemacht. Dann wird der Ersatzflicken in den vier Ecken mit jeweils einer Stecknadel befestigt, anschließend werden die vier Seiten geheftet. Es wird auf dem Wäschestück geheftet, in die Ecken werden jeweils zwei feste Stiche genäht. Dann wird der Flicken entweder mit der Hand mit Hinterstichen oder mit der Nähmaschine eingenäht. Näht man mit der Hand, wird auf dem Flicken, näht man mit der Maschine wird auf dem Wäschestück genäht.

 

Das Einheften des viereckigen Flickens

 

Nach dem Einnähen wird der Heftfaden entfernt, die Nähte ausgestrichen und der Flicken nach der Abbildung unten fertiggenäht.

Die Ausführung der Kappnaht

 

Auch hier kann die schmale Kappnaht mit der Hand angesäumt oder mit der Maschine angesteppt werden.

 

Will man einen Flicken aufsetzen, zum Beispiel, wenn man ein  Bettlaken reparieren möchte, wird der Flicken rechteckig oder viereckig - je nach gewünschter Form - zugeschnitten. Dabei muss man darauf achten, dass die vier Kanten genau fadengerade sind. Dann legt man die Ränder an allen vier Kanten nahtbreit um und heftet den Flicken auf die zu flickende Stelle. Anschließend werden die Kanten wieder von Hand angesäumt...

 

Das Einnähen eines aufgesetzten Flickens

 

... oder mit der Maschine aufgesteppt.

 

Dann schneidet man auf der anderen Seite die schadhafte Stelle etwa 1 1/2 cm von der Naht weg aus, biegt die Kanten fadengerade um, macht in den Ecken schräge Einschnitte (siehe Abbildung oben) und näht die Ränder mit feinen Saumstichen oder mit der Maschine an.

 

Tipps und Tricks

Wenn du keine Lust hast, Bettwäsche zu flicken, kannst du sie trotzdem noch weiter verwenden. Wenn die fadenscheinigen Stücke herausgeschnitten sind, kann man aus den Resten zum Beispiel Bienenwachstücher herstellen. Da meist große Stücke Stoff übrigbleiben, kann man die Bienenwachstücher in vielen verschiedenen Größen, vor allen Dingen aber auch in großen Größen - zum Beispiel um ganze Brote darin einzuschlagen - herstellen. Aus den Resten kann man noch Spül- oder Putzlappen schneiden.