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Einfache Borten für verschiedene Handarbeitstechniken

11. Januar 2019 - 12:16 -- Bastelfrau


Diese Stickmuster eignen sich nicht nur zum Sticken, sondern auch zum Weben, Häkeln, Knüpfen und Stricken. Sie stammen aus uralten Stickmustermappen und sind weit über 100 Jahre alt.

Die Entwürfe (die Zählmuster dafür befinden sich im Anhang) können für die verschiedensten Handarbeiten gebraucht werden: 

  • Für Kreuzstichstickereien, wobei ein ausgefülltes Quadrätchen einem ausgenähtem Stich entspricht. 
  • Für Einstrickarbeiten: ein Quadrat = eine rechts abgestrickte Masche oder beim Aufsticken auf einen gestrickten Grund: ein Quadrat = ein Maschenstich. 
  • Zum Weben
  • Zum Häkeln mit Luftmaschen und festen Maschen oder Stäbchen
  • Zum Einhäkeln in einen Netzgrund
  • Zum Ausstopfen eines filierten Grundes
  • Für Gobelin-, Teppichknüpf- und Perlarbeiten.

Tipps und Tricks

Diese Muster stammen aus einer sehr alten Stickmustermappe. Die Autorin gab dazu verschiedene Tipps, die auch heute noch gut umzusetzen sind:

  • Man sollte während des Einstrickens alleine, mindestens aber ungestört sein, damit man sich nicht so leicht verzählt und unnötige Arbeit vermeidet, da bei jedem Fehler die Nadel zurückgestrickt werden müssen.
  • Neben der Auswahl der Muster ist auch der Garnvorrat entscheidend, wie und wo die Muster angebracht werden. Bei kleineren Borten ist das nicht weiter schwierig, doch bei größeren ist es wesentlich, dass die Zeichnung aufgeht, d.h. dass der "Rapport" zwei- oder mehrmals in seiner ganzen Form zu sehen ist. Damit das auch wirklich klappt, sollte man die Strickerei vorher auszählen. Dabei werden die Maschen von der vorderen Mitte des Strickerei oder Stickerei nach einer Richtung hin ausgezählt. Bei der Zeichnung wird es genauso gemacht. Stimmen die beiden Zahlenergebnisse überein, hat man Glück. In der Regel wird man aber darauf angewiesen sein, die Zeichnung durch Einsetzen eines Zwischenmotives zu verlängern. 
    Als Beispiel: Man möchte an einem Pullover strahlige Blütenformen oder Sterne einstricken. Das Auszählen ergibt, dass, obwohl drei Sterne Platz finden, trotzdem ein leer wirkender Restraum entsteht. In solchen Fällen kann man kleinere Zeichnungen am Rand oder in der Mitte einfügen wie zum Beispiel paarige Vögel, einen Lebensbaum oder ähnliches. Das Einsetzen eines Monogramms kann ebenfalls sinnvoll und zugleich praktisch sein.
  • Für das Einstricken von Mustern kann man gut Wollreste verwenden. Reichen die Reste nicht aus, kann man die Borten in verschiedenen Farben stricken oder stricken.  Selbst innerhalb des Musterstreifens ist ein Wechseln der Farbe möglich, so können zum Beispiel gleichartige Sterne  in einer Reihe in verschiedenen Farben ausgeführt werden.
  • Wenn verschiedene Bortenstreifen übereinandergereiht werden, sollten sich zwischen den einzelnen Borten eine klar abgrenzende, einfarbige Flächen befinden. Dadurch wirkt das Ganze nicht mehr so unruhig, gleichzeitig soll aber die Lebendigkeit des Musters gesteigert werden.
  • Wie bereits zu Anfang erwähnt, eignen sich sämtliche Muster für verschiedene Handarbeitstechniken, bei denen sie jeweils ganz unterschiedlich wirken. 
    Beim Kreuzstich hebt sich die Stickerei klar und scharf vom abzählbaren, leinenbindigen Untergrund ab. 
    Genau so klar wirkt das Muster, wenn es wie Perle an Perle auf Stramin aufgenäht oder gewebt wird.
    Bei anderen Techniken, wie zum Beispiel beim Stricken verwischen sich die scharfen Konturen der Einzelheiten. Durch das Ineinanderwirken und Durcheinanderschlingen von Muster- und Grundgarn verschwindet das scharf Abgegrenzte. Statt dessen erhält man ein gelockertes Spiel von Form und Farbe.
  • Nicht nur die Handarbeitstechnik, sondern auch das gewählte Material entscheidet über die Wirkung der Muster. Daher sollte man immer zuerst eine kleine oder große Probe sticken, stricken, weben, stopfen oder knüpfen, damit man daran die Wirkung, die Größe und der Farbzusammenklang sehen kann.



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