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Gegensetzen von Stoffstreifen

Gespeichert von Merue am 15 November 2019
Gegensetzen von Stoffstreifen

Das Gegensetzen wendet man sowohl bei geraden als auch bei gerundeten Kanten an. Es kann gearbeitet werden mit: Geraden bzw. schrägen Stoffstreifen, Band, Formstreifen.

 

 

Der gegengesetzte Streifen ist immer nur auf einer Stoffseite, rechts oder links, sichtbar. Rechts ist er dann zugleich Schmuck. Die zugeschnittene Breite des Streifens besteht aus der gewünschten fertigen Breite und zwei Nahtzugaben. Der Streifen wird mit einfacher Naht angenäht. Bei Verwendung von Schrägstreifen an gerundeten Kanten beachte man, dass der Streifen gedehnt bzw. eingehalten wird.

Gegensetzen von Schrägstreifen an gerundeten Kanten

 

Die Naht wird dann ausgestrichen und der Streifen (Blende) umgelegt. Wird der Streifen nach links gegengesetzt, so beachte man, dass die ausgestrichenen Nahtzugaben auf dem Streifen liegen und der Grundstoff etwa 1 mm nach links vorgeschoben wird, so dass der Streifen rechts nicht sichtbar ist. Im umgekehrten Falle müssen die ausgestrichenen Nahtzugaben auf dem  Grundstoff liegen, der Streifen vorgeschoben werden, so dass der Grundstoff rechts nicht sichtbar ist. Dann wird der Streifen wie der Saum weiterverarbeitet.

Gegensetzen eines Stoffstreifens (Blende).

 

Gewebtes Band kann man nur geraden Kanten gegensetzen, Tresse auch gerundeten Kanten. Die Schnittkante des Gegenstandes wird eingeschlagen und das Band knappkantig aufgesteppt oder mit der Hand gegengesäumt.

 

Formstreifen müssen der Form der Kante entsprechend zugeschnitten werden. Ihre Verarbeitung ist gleich der mit geraden bzw. schrägen Stoffstreifen.