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Gespeichert von Bastelfrau am 27 April 2020
Halter für Mundschutz - gehäkelt

Ich glaube, jeder kann sich vorstellen, dass ein gehäkelter Mundschutz wenig Sinn macht, da das Ganze einfach zu grobmaschig ist. Ein gehäkelter Mundschutz muss daher immer ein Fach haben, in den die "richtige" Maske hineingelegt wird. Dieses Fach kann unterschiedlich eingearbeitet werden. Ich stelle dir hier drei Möglichkeiten vor, wie du dies am einfachsten bewerkstelligen kannst.

 

 

Grundanleitung für einen gehäkelten Mundschutzhalter

Das brauchst du:
Baumwolle 8/4-dick
Häkelnadel 2,5-3,5
Schere
Nadel

 

 

Und so wird's gemacht:
40 Luftmaschen + eine Wendemasche anschlagen.
1. Reihe: 5 feste Maschen, 5 halbe Stäbchen, 20 Stäbchen, 5 halbe Stäbchen, 5 feste Maschen
2. und alle folgenden Reihen wie die erste Reihe.
Wenn die gewünschte Höhe erreicht ist - nach ca. 16 Reihen -, am Ende der letzten Reihe 50 Luftmaschen anschlagen und mit dem kurzen Ende des Mundschutzhalters mit einer Kettmasche verbinden.
Eine Reihe Kettmaschen zur anderen Seite häkeln und dort ebenfalls 50 Luftmaschen anschlagen und mit einer Kettmasche mit dem kurzen Ende befestigen. 
Eine Reihe Kettmaschen zur anderen Seite häkeln. 
Faden abschneiden und vernähen.

Du kannst nun einfach ein Tuch, zum Beispiel so gefaltet, wie in unserer Anleitung für eine einfache Communitymaske gezeigt, hineinlegen. Bequemer und sicherer wird es aber, wenn du noch eine Halterung dafür arbeitest. Ich habe dafür drei verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und alle funktionieren gut.

 

Maskenhalter mit Luftmaschen

Beim ersten Beispiel habe ich - während ich die Reihen mit Kettmaschen gearbeitet habe, zwei Reihen Luftmaschen mit jeweils 36 Maschen gehäkelt. Die Luftmaschenreihe muss so lang sein, dass sie sich der Form des bereits gehäkelten Teiles anpasst und nicht spannt.

 

Nun kann man zum Beispiel eine einfache, gefaltete Serviette in den Halter einlegen.

 

 

 

Maskenhalter mit Klappen

Beim zweiten Beispiel habe ich oben und unten jeweils zwei Reihen umgelegt und darauf je eine Reihe Kettmaschen gehäkelt. Dadurch entsteht auf beiden Seite eine kleine Klappe, in die man die Einlage legen kann.

 

 

Auch hier kann man ganz einfach eine Serviette hineinlegen.

 

Hier siehst du, wie die Reihe Kettmaschen aufgehäkelt wird.

 

Statt ein Gummiband einzuziehen, häkelt man die Befestigung beim Mundschutzhalter gleich mit.

 

Mundschutzhalter mit Klappe

Im dritten Beispiel habe ich über die mittleren 20 Maschen insgesamt 14 Reihen Stäbchen gehäkelt und auf der anderen Seite mit Kettmaschen befestigt. So entsteht eine Tasche, in die eine Einlage geschoben werden kann. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass die so gefertigte Tasche nicht spannt.

 

 

Die Maschen für die Tasche werden einfach mitten in der Reihe aufgenommen.

 

 

Tipps und Tricks

  • Ich möchte hier noch einmal darauf hinweisen, dass das Tragen dieses Maskenhalters ohne eine Einlage völlig sinnlos ist. Als Mundschutzhalter aber durchaus seine Vorzüge hat. Denn von den Masken, die ich bisher gefertigt habe, sind die gehäkelten Mundschutzhalter mit am bequemsten.
  • Ein Mundschutzhalter ist ruckzuck gehäkelt, selbst wenn man nicht geübt im Häkeln ist.
  • Wie lang und wie hoch ein Maskenhalter werden muss, hängt von jedem selbst ab. Bei einem Bartträger muss der Maskenhalter zum Beispiel länger werden.
  • Auch die Länge der Schlaufe für die Ohren muss eventuell angepasst werden.
  • Da diese Maskenhalter neutral sind, kann man sie ganz individuell verzieren. Mir persönlich fallen da ganz spontan die vielen Masken mit Tiergesichtern ein, die ich schon im Internet gesehen habe. Solche Maskenhalter sollten dann auch dafür sorgen, dass kleinere Kinder keine Angst bekommen, sondern Spaß daran haben, wenn Mama, Papa oder andere Personen, mit einer Maske erscheinen.