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Gespeichert von Bastelfrau am 21 August 2019
Seide und Samt stopfen

In Drogerien, oft auch in Kurzwaren- und Modeartikel-Geschäften wird ein besonderes Heftpflaster "Flicke mit Hitze" verkauft, das uns in verzüglicher Weise aus der Not hilft, wenn ein Riss in Samt oder Seide entstanden ist. Wir schneiden ein Stück des Heftpflasters in der Form des Risses wie in der Abbildung gezeigt, aus, legen es auf die schadhafte Stelle, worauf wir mit nicht zu heißem Bügeleisen darüberfahren.

Das Pflaster "Flicke mit Hitze" auf der Rückseite

Das Pflaster bleibt kleben, und der Riss ist auf der Außenseite nicht mehr zu sehen. Wenn das Originalpflaster "Flicke mit Hitze" nicht zu bekommen ist, so kann man auch Guttapercha nehmen. In diesem Falle aber muss über das Guttaperchastück ein Läppchen des Stoffes kommen, damit das Guttapercha nicht am Bügeleisen anklebt.

 

Wenn es sich um einen Riss in Samt handelt, so muss natürlich in der Luft gebügelt werden. Ist der Riss schon etwas ausgefasert, so muss man ihn vor dem Belegen des Pflasters mit losen Vorderstichen vorbereiten, damit die Kanten nicht verrutschen.

Die Vorderstiche im ausgefaserten Riss

 

Dieser Kniff, Seide oder Samt unsichtbar zu stopfen, ist sehr zu empfehlen, auch für Tuchstoffe, die nicht fransen, ist er brauchbar.

Anm. Dieses spezielle "Heftpflaster" gibt es zwar nicht mehr, dafür aber "Bügelflicken" - in allen möglichen verschiedenen Farben und Formen. Die Anleitung stammt aus der Zeit um 1900.