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Stopfen mit der Nähmaschine

Gespeichert von Bastelfrau am 1 August 2019
Stopfen mit der Nähmaschine

Diese Stopfanleitung ist zwar uralt, sollte aber auch heute noch aktuell sein. Das Stopfen mit der Nähmaschine eignet sich besonders dazu, nicht leinenbindige weiche Gewebe, wie zum Beispiel Handtücher, Küchenwäsche, Tischwäsche, Gardinen und Wirkwaren auszubessern.

 

 

Vorbereitung

Der Steppfuß entfernen und gegen einen Stopffuß oder einen Stickfuß austauschen. Welcher von beiden für deine Zwecke besser ist, erfährst du in der Bedienungsanleitung deiner Nähmaschine.

Die Nähmaschinennadel austauschen. Die einen verwenden für das Stopfen Nadeln mit runder Spitze, andere ganz feine Nadeln und wieder andere Jerseynadeln. Das hängt davon ab, was du Stopfen möchtest. Wenn es sich um dehnbare Stoffe handelt, dürfte eine Jerseynadel gut sein.
Sehr feine Nadeln werden vor allen Dingen dann eingesetzt, wenn mit speziellem Maschinenstopfgarn gearbeitet wird, das sehr fein ist.

Die Stopfarbeit straff in einen Stopfrahmen spannen und so unter die Maschine legen, dass die eingespannte Stopfarbeit unmittelbar auf der Nähplatte liegt.

Den Fadenlauf und die Anstopfe beachten (wie beim Stopfen mit der Hand). Die Umkehrstellen werden nicht in gleicher Höhe ausgeführt. Bei jeder Umkehrstelle wird zum Übergang ein Querstich genäht. Dadurch wird vermieden, dass die gestopfte Stelle hart und brettartig wird und an den Umkehrstellen kleine Löcher eingezogen werden.

 

 

Über das Loch durch gleichmäßiges Vor- und Rückschieben der Arbeit einen Fadenstrang (Stichreihe) neben den anderen nähen. Dann die Fadenstränge im rechten Winkel überstopfen. Sollte die gestopfte Stelle nicht ganz dicht sein, überstopft man sie ein zweites Mal, so dass sie der Dichte des restlichen Gewebes entspricht.

Bei größeren Löchern Twistfäden in einer Richtung dicht nebeneinander über das Loch legen und in der anderen Richtung überstopfen. Anschließend die überhängenden Fadenenden abschneiden. 

Twistfaden aufgelegt

 

Werden größere Stellen gestopft, näht man passend geschnittene Stoffstücke ein. Sie werden offenkantig leicht untergeheftet und an den Rändern eingestopft.

Einstopfen eines Stoffstückes

 

Es sind auch Stopffüße auf dem Markt, die die Stopfarbeit erleichtern. Sie werden an der Stoffdrückerstange befestigt oder auf die Nadel geschoben. Zum Stopfen von Strümpfen gibt es besondere kleine Rahmen.

Strumpfstopfen