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Alles was du über Türen musst, bevor du dir eine Tür anschaffst

Tür ist nicht gleich Tür. Es gibt viele verschiedene Arten von Türen. Egal ob Haustür, Zimmertür oder Feuerschutztür – jede Tür hat ihre eigenen Aufgaben, Beschaffenheiten und Schwierigkeiten. Eine Auswahl an Türarten und wie du deine Tür selber austauschen kannst, haben wir für dich gesammelt.

 

Das ganze Haus ist momentan im Renovierungsmodus. Ich tapeziere mein Schlafzimmer neu, meine Mutter richtet ihr neues Büro ein und entrümpelt dabei das Wohnzimmer und mein Vater muss unter unserem Tatendrang leiden und schraubt und werkelt an allen Ecken und Enden. Mein einziger Wermutstropfen wird die Tür in meinem Schlafzimmers sein. In einem hellblau-türkisen Zimmer mit weißen Möbel wird eine dunkelbraune Tür sein, mit einem noch dunkleren Türrahmen. Da aber alle Türen und Türrahmen in diesem Haus diese Farben haben, ist hier jeder Widerstand zwecklos. Mein Traum von einer weißen Tür im weißen Rahmen wird sich so schnell nicht erfüllen. Aber für den Fall, dass du dir eine neue Tür kaufen kannst/ musst oder willst, hast du folgende Möglichkeiten:

 

Eine Tür aus Holz

Das ist die wohl gängigste Tür - sowohl als einfache Zimmertür als auch als stabile Haustür. Da man sie in allen Farben und Stärken kaufen kann, sind sie für so ziemlich jeden Raum geeignet. Man kann sie  mit kleinen Aussparungen und Fenstern kaufen oder diese, wenn man handwerklich begabt ist, selber in die Holztür sägen. Durch die verschiedenen Maserungen des Holzes hat man immer ein Unikat. Auch wenn sich mit der Zeit der Geschmack ändert, kann man eine Holztür in einer anderen Farbe streichen. Außerdem sind Holztüren meist nachhaltiger als andere Türen und durch eine optimale Wärmedämmung spart man auch noch Heizkosten.

 

Eine Tür aus Metall


In unserem Keller haben wir neben den Holztüren für den Vorrats- und Waschkeller auch eine Metalltür für den Heizungskeller. Als Feuerschutztür eignet sie Metall natürlich besser als eine Holztür. Aber auch als Haustür eignen sich Metall-Türen. Besonders eine Alu-Haustür wirkt modern und ist langlebig. Aluminium-Türen sind auch gut in der Wärmedämmung und bieten viel Sicherheit, das sie sehr robust sind. Die Türen sind ebenfalls wetterfest, bieten Schutz vor äußeren Einflüssen und hat außerdem eine pflegeleichte Oberfläche.

 

Eine Tür aus Kunststoff

Ebenfalls eine pflegeleichte Oberfläche besitzen Kunststoffhaustüren. Sie sind sehr witterungsbeständig und langlebig. Durch ihr Material sind sehr robust und sehr widerstandsfähig. Auch hier sind eine Vielzahl an Designmöglichkeiten gegeben. Wer sich gerne eine Holztür kaufen würde, sie aber für zu pflegeintensiv und nicht witterungsbeständig genug hält kann sich eine Kunststoffhaustüren in Holzoptik kaufen.

 

Materialmix – Eine Tür aus Aluminium und Holz

 

Wer sich nicht für ein Material entscheiden kann, kann sich auch durch die Kombination zweier Materialien alle Vorteile vor das Haus holen. Sehr gut eignen sich hierfür Aluminium-Holz-Haustüren. Sie vereinen witterungsbeständig und Sicherheit mit natürlicher Wärmedämmung und individuellem Äußeren.

 

Wie baue ich eine Tür richtig ein?


Wenn man das erste mal eine Tür einbaut, sollte man sich lieber nicht direkt an die Haustür wagen. Da diese besonderen Ansprüchen genügen muss, nämlich das Haus und seine Bewohner vor Eindringlingen und Einbrüchen schützen, sollte man dies lieber den Profis überlassen. Auch beim Innentüreinbau sollte man einige Dinge beachten. Damit dir nicht das gleiche passiert wie mir, ist es hilfreich, einen Türrahmen und eine Tür in neutralen Farben zu wählen. Auffällige Designs und Farbwünsche sind, wie bei Heizkörpern, eher hinderlich, wenn du dich irgendwann einmal für eine andere Zimmergestaltung entscheidest. Außerdem sollte man immer bedenken, dass eine Tür zwei Seiten hat. So muss das Tür-Design nicht nur für das eine Zimmer sondern für beiden Zimmer bzw. Zimmer und Flur passend sein. Das gleiche gilt im Besonderen für eine Haustür: Wenn sie nicht zur Außenfassade passt, macht das schönere Innere das Ganze auch nicht besser.
Wie bei allen Arbeiten ist der erste und wichtigste Schritt das richtige Ausmessen. Dazu misst man in diesem Fall die Türhöhe, die Türbreite und die Tiefe der Türöffnung aus. Damit man auf keine bösen Überraschungen stößt, sollte man die Maße an verschiedenen Stellen überprüfen: Die Türbreite also oben, mittig und unten messen. Auch sollte man daran denken, dass vielleicht noch Wand- und Bodenbelege einberechnet werden müssen.
Bevor man sich einen Türrahmen und eine Tür kauft, muss man entscheiden, in welche Richtung die Tür aufgehen soll. Dabei wählt man die Tür üblicherweise so aus, dass sie zur Seite der nächstgelegenen Ecke auf geht.
Die Türrahmen werden dann mit Holzleim in U-Form aneinander geleimt. Man kann sie aber auch klammern oder anschrauben. Dazu legt man die Rahmenteile am besten auf eine große gerade und abgedeckte Arbeitsfläche.
Den Türrahmen in die Wandöffnung stellen und mit Keilen an den oberen Ecken fixieren. Beim gerade Ausrichten sollte man eine Wasserwaage zu Hilfe nehmen. Auch an den Seiten werden weitere Keile angebracht. Wenn die Tür richtig ausgerichtet ist, folgen Türfutterspreizer oder Spreizhölzer.
Damit einem keine böse Überraschung droht, sollte man testen, ob die Tür in den Rahmen passt.
Den Arbeitsbereich mit Malervlies auslegen und den Zwischenraum zwischen der Wand und dem Türrahmen mit Zargenschaum ausfüllen. Am besten wählt man hierfür spreizdruckfreien Schaum.
Überschüssigen Schaum nach dem Trocknen mit einem Cutter abschneiden und die Keile, Bodenplättchen und Türfutterspreizer entfernen. Entstandene Fugen können mit Silikonschaum gefüllt werden.
Die Türklinken anbringen.