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Kappstachelbeere

Gespeichert von Bastelfrau am 18 März 2019
Physalis edulis, Alkekengi oder Jerusalemkirsche

Die Kultur der einjährigen Alkekengi, Jerusalemkirsche, Kap-Stachelbeere oder  Peruvianische Schlutte (Physalis edulis) gleicht der des Liebesapfels, man pflanzt in Abständen von 80 cm.

 

Die Früchte von der Größe einer Mirabelle sitzen in einer kelchartigen Umhüllung, die gelb oder trocken geworden anzeigt, dass die Früchte reif sind. Die reife Alkekengi besitzt einen sehr würzigen Geschmack. Das Körbchen, in dem sie sitzt verbreitet einen köstlichen Geruch.

 

Fröste verderben nur die Blätter, schaden jedoch den Früchten selbst gar nicht. Man kann im August Büsche in Töpfe setzen, die im Freien bleiben, bis Fröste eintreten, und dann im Zimmer an ein sonniges Fenster gestellt, die Früchte zur Reife bringen. An hellem und nicht zu kühlem Orte überwintert, pflanzt man sie im anderen Jahre, gut zurückgeschnitten, wieder aus und erzielt dann wieder eine reiche Ernte.

 

Die reifen Früchte werden roh, geschmort oder eingemacht, wie Pflaumen oder Kirschen, genossen; sie schmecken recht gut. Man kann sie auch an passendem Orte bis zu Weihnachten aufheben, um welche Zeit sie als seltener Nachtisch gelten.

 

Physalis Francheti, die Lampionpflanze, ist eine aus Japan eingeführte, der vorigen verwandte Art.

 

Sie ist einjährig, mit aufrechten, wenig verzweigten Ästen, größeren Blättern und größeren Früchten. Die letzteren sind kirschengroß und von einer weiten roten Hülle, dem Kelche, umgeben und essbar, ohne jedoch die Güte der vorigen zu erreichen.

 

Physalis Francheti verdient hauptsächlich als einjähriges Ziergewächs angebaut zu werden. Die Samen werden im Frühjahr in Töpfe gesäet und die Pflanzen dann auf einem gut vorbereiteten, in guter Kraft stehenden Beete ausgepflanzt und während des Sommers reichlich begossen.

 

Auch die Früchte der hier und dort in Deutschland wild vorkommenden Judenkirsche, Physalis Alkekengi, sind essbar. Die Pflanze hat einen ausdauernden, kriechenden Wurzelstock und kleine rote Früchte.

 

Zubereitung der Jerusalemkirsche, Physalis edulis

 

Die gut reif gewordenen und nach der Größe gesonderten Früchte werden in einer Lösung gekochten Zuckers (375 g auf 1/2 kg Früchte) ungefähr 20 bis 30 Minuten gekocht; darauf schwenkt oder dreht man den Topf so lange hin und her, bis der Zuckersaft in das Innere der Früchte eindringt. Hierdurch fertig gemacht, werden sie in mit Pergamentpapier verschlossenen Büchsen zum Verbrauch aufbewahrt und halten sich so vier Wochen in vorzüglichem Zustande.

 

Es ist besser, in gewissen Fristen immer wieder frische Früchte einzumachen, da sie bei längerer Aufbewahrung an Würze verlieren und zu sehr verzuckern; dies wiederholte Einmachen ist aber ganz gut möglich, wenn man Sorge trägt, frische Früchte, welche zu diesem Zweck in den Hülsen zu belassen sind, an einem passenden Orte aufzubewahren.