Topinambur

29. September 2018 - 12:23 -- Bastelfrau


Topinambur lässt sich wunderbar im eigenen Garten anbauen - man muss nur aufpassen, dass er sich nicht von alleine ausbreitet - unter Umständen auch in die Gärten der Nachbarn. Die Blüte ähnelt einer Sonnenblume und der Verzehr der Wurzelknollen ist gesund - was will man mehr?

Der Topinambur (Helianthus tuberosut.) bildet Knollen, die so groß wie Kartoffeln sein können. Was den Boden und die Lage angeht, ist er sehr genügsam - trotzdem gilt: Je besser der Boden und die Lage, um so besser der Knollenansatz. Topinambur kann mehrere Jahre auf dem selben Platz stehen - allerdings wird er sich wahrscheinlich von alleine im Garten ausbreiten, wenn er nicht daran gehindert wird.

Anbau
Ende März bis Mitte April wird der Boden gelockert und anschließend größere Knollen einzeln, kleiner Knollen zu zweit, in Abständen von 60 cm 10 cm tief eingepflanzt. Den Sommer über wird Unkraut gejätet und der Boden ab und zu gelockert - sonst braucht der Topinambur keine besondere Pflege. Im Herbst werden die Stengel abgeschnitten und mit kurzem Mist, Stroh oder Heu bedeckt, der im Frühjahr untergehackt wird. Die Knollen sind was Frost angeht eher unempfindlich und können den Winter über in der Erde bleiben. Sie werden dann nach Bedarf geerntet, so dass sie immer frisch auf den Tisch kommen.

Verwendung

Im Handel gibt es meist zwei verschiedene Sorten - der rotschalige und der weißschalige Topinambur. Optisch ähnelt er entfernt dem Ingwer. 
Topinambur kann zu Aufläufen, Pürees, Suppen, Puffern und mehr verarbeitet werden. Man kann ihn beim Brotbacken zugeben oder ihn braten, grillen, kochen oder dünsten. Er kann aber auch roh gegessen werden, so kann man ihn - geraspelt oder in Scheiben - zu Salaten, zum Muesli oder zu Smoothies geben. 
Wer einen Salat aus den Wurzeln machen möchte, sollte die Scheiben oder das Geraspelte mit Zitronensaft beträufeln, um zu verhindern, dass er oxidiert und braun wird.

Vor der Zubereitung muss der Topinambur gesäubert werden. Dafür wir er einfach unter fließendem Wasser gut abgebürstet. Schälen ist nicht notwendig, da die Schale mitgegessen wird. 
Zum Kochen sollte man die Knollen in Scheiben oder Würfel schneiden. Eine Kochzeit von 10 bis 15 Minuten reicht normalerweise aus. 

Zubereitungstipp:
Die Knollen werden geschält, in Scheiben geschnitten und in Salzwasser gekocht. 
Ein wenig Mehl, mit frischer Butter geknetet, läßt man mitkochen, zuletzt ebenfalls 1 bis 2 Eidotter und etwas Zitronensaft. 
Auf diese Art zubereitet schmecken Topinambours genau wie Artischockenböden, wofür sie auch oft in Gasthöfen ausgegeben werden.
Lecker ist es auch, wenn man ihn mit Muskatnuss würzt.




 

Topinambur und Gesundheit
In der Topinamburknolle ist Inulin, ein Mehrfachzucker enthalten, der prebiotisch und appetitzügelnd wirkt, lange satt macht, den Stoffwechsel positiv beeinflusst und gleichzeitig etwas süß schmeckt.
Das Inulin wandert unverdaut durch Magen und Dünndarm und wird erst im Dickdarm mit Hilfe von Bakterien abgebaut. Es beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht und verursacht daher keine Heißhungerattacken, so dass Topinambur zur Unterstützung bei Diäten eingesetzt werden kann. 
Außerdem stärkt Topinambur das Immunsystem und soll das Hautbild verbessern.

Topinambur ist in Deutschland unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt:

  • Erdapfel (vor allen Dingen in Baden-Württemberg)
  • Erdartischocke
  • Erdbirne
  • Erdsonnenblume
  • Erdtrüffel
  • Indianerknolle
  • Jerusalem-Artischocke (weil sie ähnlich schmeckt wie ein Artischockenboden - nussig, mild, leicht säuerlich)
  • Rosskartoffel (früher als Pferdefutter verwendet)
  • Schnapskartoffel
  • Sonnenwurzel

Hinzu kommen noch die vielen Möglichkeiten, Topinambur falsch zu schreiben, wie zum Beispiel Tompinambour, Tobinambur, Topinabur oder Topinampur und die englischen Bezeichnungen Jerusalem artichoke oder sunchoke.

Topinambur kann übrigens auch als Wildfutter auf Ackerland, im Wald oder am Waldrand angebaut werden. Das Rot- und Schwarzwild sowie Hasen scharren sich die Knollen selbst heraus.

Inhaltsstoffe je 100 g

Brennwert 130 kJ (31 kcal)
Wasser78,465 g
Eiweiß 2,44 g  
Fett0,41 g
Kohlenhydrate4 g
Ballaststoffe12,5 g
Linolensäure44 mg
Linolsäure0,165 g
Mineralstoffe1,74 g
Natrium3 mg
Kalium478 mg
Calcium 10 mg
Magnesium20 mg
Phosphor78 mg
Eisen  3,7 mg
Zink60 µg
Kupfer0,150 mg
Vitamin A 2 µg
Vitamin B1200 µg
Vitamin B2 60 µg
Vitamin B31,3 mg
Vitamin B560 µg
Vitamin B690 µg
Vitamin B71,7 µg
Vitamin B9 31 µg
Vitamin C 4 mg
Vitamin E1,3–2 mg
Vitamin K0,023 mg



Kreative Küche: 

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