Die besten Pflanzen für den Anfänger-Garten

Für ein natürliches und einfaches Leben gibt es kaum etwas besseres, als im eigenen Garten Pflanzen anzubauen. Um selber frisches Obst, Gemüse und allerlei Kräuter von Saat bis Ernte zu betreuen, braucht es kein Gewächshaus mehr – mit entsprechender Gartenerde wird der Nutzgarten hinter dem Haus zur Realität. Auch Hochbeete finden sich als praktische und platzsparende Alternative in immer mehr häuslichen Hinterhöfen. Welche Pflanzen auch du ganz einfach selbst anbauen kannst, verraten wir dir hier!

Die richtige Erde

Erde ist überall, aber woraus besteht sie eigentlich? Grundsätzlich setzt sie sich zusammen aus einem organischen Teil und aus Mineralien wie Sand und gröberen Steinen wie Kies. Nicht jede Erde eignet sich zum Anbau von Pflanzen. Jedes Gewächs hat ganz bestimmte Anforderungen an seine Umgebung, denn es entzieht dem Boden in seiner Lebenszeit Nährstoffe. Wie auch in der seit über 1000 Jahren betriebenen Dreifelderwirtschaft muss dem Boden die Möglichkeit gegeben werden, Nährstoffe zu regenerieren. Hierfür werden verschiedene Pflanzen angebaut, die unterschiedliche Nährstoffanforderungen haben. Außerdem bleiben Felder über eine Saison brach, damit sich der Boden regenerieren kann. Dein Gartenbeet musst du nicht brach liegen lassen, aber bestimmte Prinzipien gelten trotzdem!
Frischer Gartenboden kann überbeansprucht werden, weshalb Pflanzen mit hohem und niedrigen Nährstoffbedarf kombiniert werden sollten. Im Baumarkt finden sich Böden, oder „Substrate“ für jede Pflanzenart, aber ein guter allgemeiner Gartenboden reicht bei einer Mischung verschiedener Pflanzen im Beet völlig aus. Darüber hinaus solltest du die Sonneneinstrahlung berücksichtigen. Vorteil bei Hochbeeten: Diese kannst du Hinstellen, wo du willst, oder sie sogar mit Rädern mobil halten! Reicht der Gartenschlauch nicht ganz bis zum Beet? Einfach einen weiteren Schlauch mit einer passenden Schlauchschnelle anschließen und nach Belieben verlängern!

Salate – Die Allrounder im Beet

Ob Kopfsalat oder Eisberg, diese Pflanzen benötigen nur wenig Aufmerksamkeit und wachsen gut auch in Kombination mit einer Reihe anderer Gewächse. Salat wächst schon in 65-80 Tagen und lässt sich gut anpflanzen im Frühling oder im Herbst. Das Ernten ist genau so einfach: Einfach nach Bedarf einzelne Blätter pflücken oder Stücke herausschneiden, schon ist die perfekte Basis für den Gartensalat da! Diese Pflanzen brauchen außerdem nicht übermäßig viel Sonne und entziehen dem Boden nur wenig Nährstoffe.

Möhren und weitere Wurzelgemüse

Wurzelgemüse sind leicht in der Pflege und vertragen sich sehr gut mit den genannten Blattsalaten! Einfach darauf achten, dass der Boden schön aufgelockert ist und wenn sich die ersten Sprossen zeigen, dafür sorgen, dass zwischen den einzelnen Wurzeln ausreichend Platz ist (nicht dicht-an-dicht!). Zu harter Boden verformt das Gemüse und lässt Karotten unschön knubbelig werden. Gewächse dieser Art reifen in ca. 60-80 Tagen und können sowohl im Frühling, Sommer als auch im Herbst gepflanzt werden.
Tomaten – Der Schlager unter den Heimgemüsen
Allzeit beliebt und begehrt sind Tomaten. Sie schmecken gut roh, gekocht oder als Sauce und sind ebenfalls nicht schwer in der Aufzucht. Sie mögen es heiß, aber vertragen keine Kälte. Junge Tomaten sollten in den ersten ~6 Wochen drinnen wachsen, bis sie in das Beet draußen versetzt werden. Sie brauchen viel Wasser (täglich!) und Stickstoff – Wenn deine Tomaten sich gelb färben, musst du entsprechend düngen. Zwischen 60-100 Tagen werden sie schön rot und sind reif für die Ernte. Tomaten sind Sommergewächse und sollten demnach nur im Frühsommer angepflanzt werden.
Dies sind nur ein paar Ideen für deinen ersten Garten. Egal, was du letztendlich anbaust, Spontanität und Experimentierfreude sind Hauptzutaten für Spaß im Garten!

2019-08-31 00:00:00
Bastelfrau (Becky)