Warum ist mein Teichwasser trüb?

Ist das Teichwasser dauerhaft trüb, ist der Teich krank. Um zu verstehen, wie man seinen Gartenteich sinnvoll pflegen und das Gleichgewicht wiederherstellen kann, sind einige ökologische Grundkenntnisse sehr hilfreich. Um die Qualität eines Gewässers feststellen zu können, bedienen sich Biologen sogenannter Trophierungsstufen.

 

Der Optimalfall ist ein oligotropher Gartenteich. Er ist auch ohne Messdaten identifizierbar: Das Wasser ist klar, man kann bis auf den Boden sehen und es gibt nur wenig Algen. Dies ist beim Gartenteich auch der Fall, wenn er mesotroph ist. Der Unterschied ist ohne Hilfsmittel kaum zu erkennen, weil das Wasser nicht tief genug ist. Dies sind die beiden Trophierungsstufen, die gut sind. Werden nun zu viele Nährstoffe eingebracht, wird der Teich nach und nach eutroph. Zu viel Phosphat führt dazu, dass Algen nur so sprießen. Naturgemäß sterben diese jedoch auch ab und sinken auf den Grund. Dort werden sie von Bakterien zersetzt. Dieser Zersetzungsprozess benötigt Sauerstoff. Bei einem eutrophen Gewässer ist der Sauerstoffgehalt deswegen sehr niedrig und das Wasser durch die Algen trüb. Schreitet die Eutrophierung nun weiter fort, wird der Teich hypertroph. Fische und Pflanzen sterben, weil der Sauerstoff nicht ausreicht und nur an der Wasseroberfläche können einige wenige Pflanzenarten überleben.

2012-12-01 18:53:12
Sarah