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Allerlei von kalten Bowlen

26. Januar 2019 - 0:00 -- Bastelfrau


Die Erdbeerbowle wird von der Aprikosen- und Pfirsichbowle abgelöst, die ebenso zubereitet wird, wie die Erdbeerbowle, nur daß man die Hälfte der Früchte zerlegen muß, nachdem sie sauber abgeschält sind und sie länger als andere Früchte, 10—12 Stunden, durchziehen lassen muß.

Dasselbe ist bei der Ananasbowle der Fall, zu denen man vielfach die in Gläsern eingemachten Früchte verwendet. Freilich frische Ananas sind vorzuziehen, nur leider nicht immer zu haben. Die frischen Früchte werden dünn abgeschält, in feine Scheiben geschnitten und gut eingezuckert und dann der Wein hinzugegossen, was alles in derselben Weise geschieht.

In allen diesen Bowlen kann man, wie schon erwähnt, wenn man splendid sein will, eine Flasche Champagner hinzutun, oder, wenn man in den Geruch der Knickerigkeit gelangen will, eine Flasche Selterwasser. Doch muß ausdrücklich bemerkt werden, daß dies keineswegs knickerig ist, da diese Zutat auch vom Standpunkt des Bowlenkünstlers nur zu empfehlen ist, ja selbst dann, wenn man den Champagner nicht geschont hat. Dort, wo man das natürliche Selterwasser leicht bekommt, in Süddeutschland, ist es beinahe allgemein üblich, die Bowle damit zu tränken.

Weniger empfehlenswert ist eine andere Zutat, die indessen bei Damenbowlen sehr gebräuchlich ist, die Brauselimonade, die natürlich das eigentliche Bowlenaroma vollständig verfälscht. Als sogenannte Damenbowle ist zunächst die Himbeerbowle zu bezeichnen. Man nimmt zu dieser Bowle zwei Flaschen Mosel- oder Rheinwein, eine halbe Flasche guten Rotwein, eine halbe Flasche Arrak, ein Pfund Waldhimbeeren, die mit dem Rotwein und einem Pfund feinem Zucker vier Stunden getränkt sein müssen, und tut, nachdem man das Erdbeerfleisch durch ein Sieb entfernt hat, vier Flaschen Brause-Limonade hinzu.

Noch leichter ist die Apfelsinenbowle, oder auch wegen ihrer Harmlosigkeit "Unschuldsbowle" genannt, Zu der man tüchtig gezuckerte und in Scheiben geschnittene Apfelsinen nimmt, sowie leichten Moselwein gemischt mit Selterwasser.

Dann kommen noch verschiedene Blumenbowlen, die Rosenbowle, die im Juni an der Tagesordnung ist, die Veilchenbowle und endlich auch noch die Resedabowle, der auch Männer Geschmack abgewinnen können und deren Saison in den Juli und August fällt.

Diese Blumenbowlen werden ähnlich behandelt, wie die Maibowle, indem man statt des Waldmeisterkrautes die betreffenden Blüten nimmt, wobei bemerkt werden muß, daß man möglichst früh gepflückte Blumen wählt, bei den Rosen nicht etwa die sogenannten Centifolien und nur die großen Blätter der Blüte dazu nimmt, nicht die Blütenkelche, während zur Veilchenbowle die ganzen Blüten verwendet werden müssen.

Auch Quittenbowle ist in denjenigen Gegenden, wo diese Früchte viel vorkommen, beliebt, indessen erfreut sie sich keineswegs allgemeiner Verehrung.

Die Gurkenbowle wurde bereits erwähnt; sie ist wohl in der Reihe der kalten Bowlen die jüngste Errungenschaft. Man nimmt zu derselben frische Gurken, die ganz fein geschält sein müssen, da das Fleisch, das dicht unter der Schale ist, zumeist das charakteristische Aroma erzeugt. Dann werden die Gurken durchgeschnitten, das weiche Fleisch und die Kerne sorgsam entfernt; die Gurkenscheiben mit Zucker und Wein fünf bis sechs Stunden angesetzt, worauf zu dem so entwickelten Saft, ohne die Gurkenscheiben, der übrige Wein, - zu jeder Gurke etwa eine Flasche Wein, hinzugetan wird. Also wohl verstanden, während man bei den übrigen Fruchtbowlen das Fruchtfleisch in der Bowle beläßt, nimmt man es bei der Gurkenbowle vor dem Servieren heraus.

Auch Rumbowle wird meist kalt serviert und bietet für Herren ein erfrischendes Getränk. Man nimmt dazu ein Pfund Zucker, eine Flasche Rum, 3 Flaschen Wasser, die Schale von zwei Zitronen, die auf Zucker abgerieben werden und bringt alles dies ins Kochen. Dann tut man das ganze in das Bowlengefäß, gibt den Saft von ein bis zwei Zitronen, sowie zwei bis drei Eßlöffel voll Punschextrakt dazu und kühlt diese Bowle auf Eis ab.

Ähnlich wird auch die Punschbowle kalt genossen. Man nimmt zu derselben 3 Gramm feinen ganzen Zimmt und ein Stückchen Vanille und läßt dies in kochendem Wasser - ein guter Liter - ausziehen, gießt dies Wasser dann ins Bowlengefäß, gibt 250 bis 300gr Zucker dazu, worauf die Schale einer Zitrone abgerieben ist, dann etwas feine Pomeranzenschale, vier Apfelsinen, den Saft von vier Zitronen und eine in Scheiben geschnittene Ananas hinein und läßt dies so erkalten. Dann wird eine Flasche guter Rheinwein, eine knappe Flasche Arrak und kurz vor dem Gebrauch eine Flasche Selterwasser und, so man es hat, eine Flasche Champagner dazu getan.

Doch hierbei sind wir von dem Gebiet der eigentlichen Bowlen schon etwas abgewichen und daher schnell, ehe der Schritt vom Wege noch weiter wird, - Prosit!

Bild: Heike / pixelio.de

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