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Gespeichert von Bastelfrau am 21 November 2019

Ein süßes Mädchen aus der Sippe der Pflaumentoffel! Während bei den letzteren nur Pflaume an Pflaume auf Holzspeiler oder Draht gereiht wurden, um den Rumpf und die Gliedmaßen zu formieren, sehen wir hier die Figur aus getrockneten Früchten zu einer beachtenswerten Kunstform entwickelt.

 

Ihre untere Hälfte besteht aus Feigen, der Oberkörper aus einer essbaren Kastanie, das Gesicht aus einer geschälten Mandel, auf der Augen, Mund und Nase eingezeichnet sind. Die blonden Haarlocken lieferte ein halber Walnusskern. Den Hals umschließt ein weißer Papierkragen mit buntem Schlips aus Seidenbändchen.

Für die Arme sind Rosinen auf Draht gereiht, der Muff ist eine entkernte Pflaume. Auf Zwirnfaden gezogene Korinthen geben die Boa, hinter dem Stanniol des Pompadours verbirgt sich eine kleine Haselnuss, der Hut ist eine Pflaume mit Bändchengarnierung.

Unser hübsches Figürchen ist eine von acht Schwestern, die sich im Allgemeinen ähnelten, von denen aber jede einen in Form und Verzierung anders gearteten Hut trug. Die erst hatte ihre Kopfbedeckung aus einer breiten Apfelschnitte bekommen, die zweite aus einer Feige, usw., überall waren mit dem Bändchenausputz reizende Effekte erzielt, die einem in der Gunst der Damenwelt stehenden Hutladen zur Ehre gereicht hätte.