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Gespeichert von Bastelfrau am 4 Juli 2020
Kaltgekochtes Johannisbeergelee

Wusstest du, dass man Johannisbeergelee herstellen kann, ohne die Johannisbeeren zu kochen? Hitzeempfindliche Vitamine bleiben dabei erhalten und das Gelee schmeckt besonders fruchtig. 

 

 

Ich muss gestehen, ich mag Johannisbeeren nicht so besonders - zumindest nicht roh. Anders sieht das allerdings aus, wenn die Johannisbeeren zu Marmelade oder Gelee verarbeitet wurden. Dann kann auch ich mich damit anfreunden. 

 

Die normale Zubereitung von Johannisbeergelee erfolgt genauso wie bei anderen Gelees: Der Fruchtsaft wird mit der gleichen Menge Zucker vermischt und so lange eingekocht, bis das Gelee bei der Geleeprobe tropfenförmig am Löffel hängen bleibt.

 

Speziell für Johannisbeeren gibt es außerdem noch eine Methode, bei der sich das Kochen - nicht aber das Erhitzen - erübrigt.

 

So wird das kaltgekochtes Johannisbeergelee zubereitet

1. Rote Johannisbeeren entstielen und waschen.
2. Die Johannisbeeren in einen Topf geben und unter Rühren so lange erwärmen, bis die Beeren geplatzt sind - ohne dass der Saft aufkocht.
3. Ein Tuch in ein Sieb geben. Das Sieb über eine Schüssel hängen und die Fruchtmasse hinein gießen und abtropfen lassen. Zum Schluss die Masse noch etwas ausdrücken, um so viel Saft wie möglich zu gewinnen.
4. Den Saft abwiegen. Danach die gleiche Menge an Puderzucker abwiegen.
5. Den Puderzucker in einen Topf geben und bei niedriger Hitze trocken umrühren. Der Zucker wird erst trocken und pulvrig, dann beginnt er, sich etwas zusammenzuballen. Aufpassen, dass der Zucker nicht anbrennt oder festbackt!
6. Den Topf vom Herd nehmen. 
7. Sollte sich auf dem Saft Schaum gebildet haben, diesen abnehmen.
8. Den noch warmen Saft zum Zucker gießen und solange umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
9. Das Gelee noch heiß in angewärmte, trockene Geleegläser füllen. 
10. Die Gläser noch nicht mit einem Deckel verschließen, sondern mit Papier abdecken und zum Abkühlen und Abdünsten zur Seite stellen. 

 

Nach ca. einem Tag erhält man festes Gelee, das nicht gekocht schmeckt, sondern den Geschmack der frischen Beeren behalten hat.

 

Tipps und Tricks

Dieses Rezept stammt aus einem sehr, sehr alten Kochbuch und ich habe es selbst noch nicht ausprobiert. Leider ist nichts über die Haltbarkeit angegeben. Ich würde die Gläser, wenn sie abgekühlt sind, mit einem Schraubdeckel verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

 

Bild von meineresterampe auf Pixabay