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Gespeichert von Bastelfrau am 28 November 2017
Reste-Essen aus Brot und Kuchen

Brot bleibt bei uns oft übrig - Kuchen eher weniger. Und das war früher anscheinend auch so, denn hier findet ihr nun drei Rezepte für altes Brot und Brötchen aber nur ein Rezept für alten Kuchen. :-) Auch bei diesen Rezepten handelt es sich um sehr alte Rezepte, bei denen es sich aber trotzdem lohnt, sie einmal als Resteessen zu probieren.

 

Böhmische Fastenspeise
Für die böhmische Fastenspeise kann man alle trockenen und hart gewordenen Reste von Weißbrot und Brötchen benutzen. Man schneidet sie in kleine Würfel oder Scheiben und gibt sie in eine gut mit Butter ausgestrichene Auflaufform.
Dann bereitet man einen nicht zu dicken, ziemlich süßen Eiertuchenteig und gießt ihn über die Brotstückchen, so dass sie vollständig damit bedeckt sind. Die Form wird in den mäßig heißen Backofen gestellt 7und je nach dessen Dicke 45 bis 60 Minuten gebacken.
Der Auflauf wird entweder gestürzt oder direkt in der Auflaufform serviert. Dazu passt zum Beispiel Kompott oder Weinsauce.

 

Brotschnitten
Trockenes Weißbrot in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zwei Eier mit Milch verrühren. Die Weißbrotscheiben darin wenden und anschließend in Butter ausbacken. Zum Schluss mit Zucker und Zimt bestreuen.

 

Goldschnitten
Semmelschnitten mit Milch etwas anfeuchten. Drei Eier mit 1 Löffel Zucker und 50 Gramm gemahlenen Mandeln verrühren. Die Schnitten darin wenden und anschließend in heißer Butter goldgelb backen.

 

Mit altbackenen Brötchen kann man gut "Arme Ritter" zubereiten. Aber es geht auch deftig - so wie hier:

 

Weckknödel

Zutaten

  • 10 alte Brötchen
  • 1/2 Liter lauwarme Milch
  • 1 kleine feingeschnitttene Zwiebel
  • 20 gr. Fett
  • Petersilie
  • 2 bis 3 Eier

 

Zubereitung

  1. Die Wecken in feine Scheiben schneiden, mit Salz überstreuen, mit lauwarmer Milch übergießen, zudecken und ziehen lassen.
  2. Dann die fein geschnittene Zwiebel in Fett andünsten.
  3. Den Teig mit der Zwiebel, der Petersilie und den Eiern verarbeiten.
  4. Sollte er zu weich sein, etwas Mehl oder Semmelbrösel hinzugeben.
  5. Die Knödel formen und in kochendes Wasser legen und etwa 20 Minuten ziehen lassen.

 

Resteessen aus Kuchenresten

  • Reste von Gugelhupf, die trocken geworden geworden sind, wendet man in einem Teig aus Eiern mit Milch und backt sie anschließend in Fett schwimmend aus. Der fertigen Schnitten werden mit Zucker und Zimt bestreut.
  • Aus Resten von Bisquit- und Sand-Torte schneidet man gleichmäßige viereckige oder längliche Stücke, bestreicht je eines davon mit Marmelade, legt ein anderes darüber und überzieht diese Doppelschnittchen mit einer steifen Glasur (aus Puderzucker mit einigen Tropfen Wasser oder Zitronensaft).
  • Kleines Konfekt wird hergestellt, indem man die Reste von verschiedenem hart gewordenen Backwerk fein stößt und siebt, etwas Zimtpulver und wenig feinen Zucker dazu gibt und dies mit zu Schnee geschlagenem Eiweiß vermischt. Daraus formt man kleine Häuflein und backt diese im nicht zu heißen Backofen. Nach Belieben können diese nachher noch mit Zuckerguss bestrichen werden. 
  • Sollten die Kuchenreste noch nicht völlig trocken sein, kann man sie im Backofen trocknen lassen, bevor man sie weiterverarbeitet.