Sieben Regeln für die Zubereitung von Bowlen

17. August 2018 - 15:15 -- Bastelfrau


Bowle zubereiten ist gar nicht so leicht, insgesamt gibt es dabei sieben Regeln zu beachten - zumindest war das früher so...

  1. Bei der Zubereitung der Bowle gibt es meist viele Ratschläge von Freunden und/oder Nachbarn, denn dem einen ist die Bowle zu sauern, dem anderen zu süß, dem nächsten hat sie zu lange gezogen und dem übernächsten zu kurz. Hört man darauf, wird nachgegossen, nachgezuckert, weiterer Alkohol dazugegeben und wenn man Pech hat, dann ist das Ergebnis "schlimmer als der Bomster Wein in seinen schlechtesten Jahrgängen".
    Deshalb lautet die erste Regel: Lass dir nicht in die Zubereitung der Bowle hineinreden, sondern braue deine Bowle allein. 
  2. Da von der Bowle meist mehr als gewöhnlich getrunken wird, ist es wichtig, nur leichte und reine Weine zu verwenden.
  3. Falls man Zucker verwendet, so stellt man zuerst eine Zuckerlösung her und süßt dann die Bowle damit. Gibt man einfach Zucker in die Bowle, kann es sonst papieren, dass die Bowle trüb wird.
  4. Von den Zutaten, die die Bowle aromatisieren sollen, sollte man nicht zu viel verwenden. Die Bowle soll immer noch Wein bleiben, und "das Maß des Duftes muss so gehalten sein wie bei einer vornehmen Dame die Parfümierung". Wer ein richtiger Bowlenkenner ist, den stört das Zerquetschen der Früchte und das stundenlange Ziehenlassen in gezuckertem Wein. Besonders Erdbeer- und Pfirsichbowlen sollten klare Getränke bleiben und nicht aber das Aussehen von Spülwasser bekommen.
  5. Ein Bowlenlöffel hat bekanntlich kein Aroma. Es hilft also nichts, in stundenlang in der Bowle stehen zu lassen. Er ist nur zum Schöpfen und Umrühren da.
  6. Mit Zucker gesüßte Bowlen nannte man früher "Damenbowlen". Wenn die Bowle genügend durchgezogen war, gab man Zuckerlösung dazu und stellte sie erst einmal kalt. Gekühlt wurde die Bowle nicht, in dem man Eiswürfel in die Bowle gab, sondern in dem man sie in einem Eisbad kühlte oder die Schüssel mit einem nassen Tuch umwickelte und durch die Verdunstungskälte kühlte. Oder man stellte die Bowleschüssel in ein größeres Gefäß und füllte den Zwischenraum mit fein zerschlagenem Eis, das mit groben Salz gemischt wurde. Anschließend wurde der "Eiskranz" mit kleinen Blätternund Früchten der Saison geschmückt und das Äußere der Blechschüssel mit Servietten verdeckt. 
    Wichtig ist außerdem die richtige Temperatur der Bowle, die weder zu kalt noch zu warm sein darf.
    Wer also eine große Party feiert und nicht weiß, wie er alles gut kühlen soll, hat hier vielleicht die Lösung seines Problems.
  7. Weißweinbowlen aus grünen oder gelben Römern getrunken, Rotweinbowlen aus weißen Gläsern, Ananas- und Pfirsichbowlen auch aus großen Schalen. Für ganz schwere, aber klare Bowlen nimmt man reichgeschliffene Kristallpokale. 
     

Kreative Küche: 


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