16. August 2022
Lasercutter und Lasergravur

Lasercutter und Lasergravur

Wer bastelt, kennt den Ausdruck „LaserCut“, wenn es um feine Holzausschnitte oder Papierschnitte geht. Aber auch wer sich mit Modellbau beschäftigt, ist mit dem Begriff vertraut. Hier erfährst du, was es mit LaserCuttern und Lasergravierern auf sich hat.

Was bedeutet LaserCut?

Laser Cut bedeutet, dass etwas mit einem Laser geschnitten wird. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen ermöglicht dieses Verfahren sehr präzise Zuschnitte. Zum anderen sorgt die Hitze des Lasers dafür, dass die Schnittkanten nicht ausfransen können.

Für wen eignet sich ein Lasercutter bzw. Lasergravierer?

Ein Lasercutter kostet von 200 Euro aufwärts bis zu mehreren Tausend Euro. Dazu kommen noch die laufenden Kosten für Strom. Ein Lasercutter eignet sich sowohl für den privaten Bereich als auch für diejenigen, die gerne mit Basteln Geld verdienen möchten.

Wenn man aber mit Basteln Geld verdienen möchte, dann kann sich eine Anschaffung schon lohnen, denn man kann allerhand eigene Teile damit ausschneiden oder gravieren und dann verkaufen. Dabei muss man aber darauf achten, dass man keine Urheberrechte verletzt. Wenn man die Teile verkaufen möchte, muss es sich wirklich um eigene Vorlagen handeln oder man muss eine Lizenz bei den verschiedenen Künstlern erwerben.

Was lässt sich alles mit dem Laser schneiden?

Es lassen sich viele verschiedene Materialien mit einem Lasercutter schneiden. Dazu gehört zum Beispiel Holz wie Balsaholz, Spanplatten, Echtholzfurnier, Pappel Sperrholz sowie HDF- und MDF-Platten.
Mit dem Lasercutter lassen sich sehr dünne Holzplatten oder – je nachdem, welchen Lasercutter man besitzt – Platten bis zu einer Stärke von ca. 20 mm schneiden.
Man kann aber auch Papier und Pappe, Kork, Aluminium-, Edelstahl- und Buntbleche (je nach Lasercutter bis zu einer Dicke von 6 mm). Ich bin mir nicht sicher, wie professionell man Edelstahl zuschneiden kann. Aber gerade für diesen Fall gibt es Firmen, bei denen man Edelstahl Laserzuschnitte einfach bestellen kann.
Auch Kunststoff und Glas lassen sich mit dem Lasercutter sowohl schneiden als auch gravieren.

Was sollte man lieber nicht mit dem Lasercutter bearbeiten?

Manche Werkstoffe sollte man aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nicht mit dem Lasercutter oder Lasergravierer bearbeiten. Dazu gehören zum Beispiel Leder und Kunstleder mit Chrom, PVC und PVB, Kohlenstofffasern und Teflon. Diese Liste ist allerdings noch lange nicht vollständig. Wer mit einem Lasercutter oder -gravierer arbeitet, sollte sich da auf jeden Fall vorher genau informieren.

Was kann man alles mit einem Lasercutter herstellen?

Es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten, die ein Lasercutter gerade für den Bastelbereich bietet.

Holz

Aus Holz kann man Teile zum Basteln herstellen, aber auch Holzspielzeug, Dekorationsartikel, Schmuck, Modellbauteile, Schachbretter und Intarsien.
Man kann Holzverpackungen, Messergriffe, Holzschilder, Bilderrahmen oder Handyhüllen gravieren.

Glas

Bearbeitet man Glas mit dem Lasergravierer, entsteht ein Matteffekt. Das macht sich gut in Form von gravierten Gläsern oder Flaschen, die sich so leicht personalisieren lassen.

Textilien

Textilien kann man sowohl schneiden als auch gravieren. Gut verarbeiten lassen sich unter anderem Baumwolle, Denim, Filz, Fleece, Leinen, Spitze und Twill.
Das Schneiden ist praktisch bei kleinen Teilen wie zum Beispiel Applikationen und Flicken, denn der Laser verschmilzt die Fasern, so dass die Teilchen nicht mehr ausfransen.
Bei gravierten Textilien entstehen Farbkontraste, da die gravierten Flächen dunkler oder heller werden – je nachdem, welchen Stoff man verwendet.
Aber auch Wärmetransferfolien lassen sich mit dem Laser ausschneiden, so dass auch allerfeinste Motive möglich sind.

Stempel

Auch Stempel lassen sich gut mit Hilfe von Lasercuttern herstellen. Je nachdem, welchen Lasercutter man sich gegönnt hat, gibt es eventuell sogar die passende Software dazu. So hat man schnell ganz eigene Motivstempel gemacht.

Leder

In der Regel lassen sich glattes Leder aber auch Wildleder bearbeiten. Kunstleder wie Nubuk oder Alcantara lässt sich ebenfalls gravieren und schneiden. Dadurch bietet sich die Anfertigung von Geldbörsen oder Taschen an.

Papier

Mit einem Lasercutter kann man alle möglichen Arten von Papier schneiden – in der Regel bis zu einer Grammatur von bis zu 600 g je Quadratmeter. Aber auch Karton wie Wellpappe, Vollpappe oder Verbundkarton lässt sich gut verarbeiten.
Auch eine Lasergravur ist möglich, durch die auch tolle optische Effekte erzielt werden können.
So kann man zum Beispiel Kartenaufleger herstellen.

Lebensmittel

Man kann sogar verschiedene Lebensmittel mit dem Laser bearbeiten. Allerdings sind sie dann nicht mehr essbar, da durch das Verbrennen gesundheitsschädliche Stoffe entstehen.

Verkaufsideen

  • Holzgravuren im Ladenlokal oder auf Märkten. Wir haben das auf Pellworm im „Holzwürmchen“ gesehen und auch gleich ein Frühstücksbrettchen mit Namen für einen guten Freund gekauft.
  • Eigene Holzmotive zum Bemalen verkaufen. Hier eignen sich sowohl sehr filigrane Motive als auch einfache Motive wie ein Kreis, ein Ei oder ein Viereck.
  • Es müssen aber nicht unbedingt Holzmotive sein. Man kann auch Versandtaschen aus Vollkarton damit schneiden und so Ressourcen schonen.
  • Windlichter aus Marmeladengläser mit Gravur
  • Graviertes Geschirr wie Teller und Tassen oder Schüsseln
  • Papier- und Pappausschnitte
  • Textilien mit eigenen Motiven wie zum Beispiel Barkeeper Schürzen oder T-Shirts
  • Selbstgestaltete Umschläge für Ledertagebücher oder BuJos
  • Kokosfußmatten mit Namen
  • Lesezeichen oder Geschenkanhänger aus verschiedenen Materialien wie zum Beispiel Papier, dünnes Holz, Kork oder Leder
  • Gravierter Schmuck aus Metall, Holz, Leder oder Kork
  • Gravierte Schieferplatten
  • Gravierte Wasserflaschen
  • Lichtertüten mit ausgeschnittenen Motiven
  • Gravierte Kerzenständer
  • Stempelplatten mit eigenen Motiven
  • Gravierte Namenschilder
  • Leuchtreklameschilder aus Kunststoff

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Lasercutter und Lasergravur

2022-04-14 18:57:27