Löwenzahnrezepte rund um die Gesundheit und Schönheit

Hier findest du verschiedene Rezepte, die du mit Löwenzahn verwirklichen kannst – eine Milch für die Gesichtspflege, einen Sirup für die Verdauung und zwei Teerezepte. Alle Rezepte sind schon sehr alt – nämlich mehr als 100 Jahre.

Löwenzahnmilch (Lait de Pissenlit)

Die Löwenzahnmilch wird meistens schwach grün gefärbt, wozu man am besten etwas Clorophyll verwendet. Der Löwenzahnsaft soll aus den frischen Wurzeln des Löwenzahns gepresst werden. Bei dem folgenden Rezept handelt sich um eine Überlieferung aus der Zeit um 1900.

Zutaten:

  • Seife 18,0 g
  • Olivenöl 18,0 g
  • Wachs 18,0 g
  • Mandeln 150,0 g
  • Rosenwasser 744,0 g
  • Löwenzahnsaft 30,0 g
  • Glycerin 50,0 g
  • Tuberosenextrakt 25,0 g
  • Spiritus 125,0 g

Zubereitung:

  1. Die Seife bei sehr schwacher Wärme mit dem Wachs schmelzen.
  2. Aus den Pflanzenstoffen und den aromatischen Wassern – zum Beispiel aus Mandeln und Rosenwasser – durch sorgfältiges Zerreiben eine Milch zubereiten.
  3. Die Milch durch feine Seidengaze in das Gefäß geben, das die Mischung aus Seife und Wachs enthält.
  4. Die Bestandteile gut verrühren und abkühlen lassen.
  5. Die ätherischen Öle und das Glyzerin mit dem Spiritus vermischen und unter ständigem Rühren in einem dünnen Strahl unter die Milch geben.
  6. Da die Milch nun noch gröbere Teile enthält, wird sie nun noch einmal durch ein sehr feines Sieb gegeben und anschließend in Flaschen gefüllt.

Tipps und Tricks

Wenn die Alkoholmischung zugegeben wird, muss man sehr vorsichtig sein. Ist der Strahl zu dick und kommt dadurch zu viel Alkohl auf einmal in die Milch, kann diese leicht gerinnen.
Man kann die Milch auch durch einen Nussmilchbeutel  geben, um die gröberen Bestandteile zu entfernen.

Löwenzahntee

Löwenzahntee soll bei Blutarmut helfen.

  1. Man mischt dafür je zwei Teile Löwenzahn (Wurzel, Blätter), Schafgarbe (Blätter, Blüte) und Eiche (junge Blätter, Rinde).
  2. Dazu kommen noch ein Teil Enzian (Wurzel) und drei Teile Pfefferminz (Blätter).
  3. Von diesem Tee trinkt man morgens und abends jeweils eine gute Tasse.

Tee aus der Wurzel

Gekocht soll die Löwenzahn-Wurzel die Schleimabsonderung des Harnkanals anregen und daher bei Krankheiten des Unterleibes empfehlenswert sein.

Löwenzahn-Sirup

Der Löwenzahn-Sirup soll bei Verstopfung wirken. Zuviel davon sollte man aber nicht auf einmal nehmen, das sonst schnell aus der Verstopfung Durchfall werden kann.

Zutaten

  • 2 Handvoll Löwenzahnblüten
  • 700 g Zucker
  • Saft von 2 Zitronen

Zubereitung:

  1. Die Blüten waschen, trocknen und die Blütenblätter abzupfen.
  2. Die Blütenblätter abwechselnd mit dem Zucker in ein Glas schichten.
  3. Ca. 4 Wochen lang an einem kühlen Ort ruhen lassen.
  4. Alles in einen Topf gebe und erwärmen bis der Zucker flüssig ist.
  5. Durch ein Sieb abseihen und anschließend in Gläser oder Flaschen füllen.

Überlieferungen

Die Anwendung des Saftes zu Frühjahrskuren beruht auf alten Überlieferungen. Tatsächlich enthält die Pflanze aber viele wichtige Inhaltsstoffe, denen eine heilende Wirkung zugesprochen wird. So enthalten die Pflanzen Bitterstoffe sowie  ätherisches Öl, Flavonoide und Gerbstoffe. Außerdem Kalium, Kalzium, Natrium, Schwefel, Kieselsäure und Vitamine. Durch den Gehalt an Magnesium und Kalzium wird dem Löwenzahnsaft eine blutreinigende Wirkung nachgesagt, der sich bei Hautkrankheiten wie zum Beispiel Ekzemen positiv bemerkbar machen soll.
Löwenzahn soll eine Atmungsvertiefung von Blutzellen und Gewebe bewirken, was bei Verstopfung helfen und in Leber und Milz sowie im Unterleib zur Entspannung führen soll.

Auffallend soll die Anregung der Drüsentätigkeit sein, die wahrscheinlich nicht nur auf die reinigende Wirkung der Mineralstoffe, sondern auch auf die anregenden Stoffe Cholin, Saponin und Tararcin, einem Bitterstoff, zurückzuführen sein solle.

An nährenden Inhaltsstoffen wurden noch das Vorkommen von Zucker, Inosit und Inulin im Löwenzahn hervorgehoben.

2021-09-13 13:48:00
Bastelfrau (Barbara)

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Bei vielen der Artikel, Tipps und Tricks handelt es sich um Rezepte, die schon mehr als 100 Jahre alt sind. Sie sind daher nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand.