12. Juli 2024

Die Anfangsknoten beim Makramee

Makramee - Anschläge und Verbindungen

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Beim Knüpfen gibt es verschiedene Arten von Anfangsknoten beim Makramee, die als Grundlage für die verschiedenen Knoten und Muster dienen. Hier stelle ich euch die Wichtigsten davon vor.

Anfangsknoten beim Makramee: Anlage oder Anschlag beim Knüpfen

Knüpft man nicht mit den Gewebefäden oder mit den losen Fäden eines Fransenstoffes, müssen die Knüpffäden angelegt werden. Dieses geschieht auf verschiedene Art. Dafür muss vorher jede Knüpfsträhne in doppelter Länge vorgeschnitten werden. Die doppelte Länge ist deshalb nötig, weil jede Strähne, in der Mitte befestigt, zwei Knüpfsträhnen ergibt. Technisch heißt das, dass man mit Doppelfäden knüpft.

Der Nadelanschlag

Man legt jede Knüpfsträhne (Doppelfaden) lose oder mit einer Schlinge um eine Nadel.

Franse mit offenem Anschlag (Schlingenanschlag). Flachdoppelknoten oder Jagdtaschenknoten

Dadurch entsteht ein loser Rand, der erst durch das Annähen der Franse Festigkeit erhält.

Fadenanschlag am Stoffrand

Die folgenden Abbildungen zeigen die verschiedenen Arten des Fadenanschlags und die Anlage von Einlagefäden.

Auf den beiden folgenden Abbildungen sieht man den Anschlag am Stoffrand. Man zieht mit der Häkelnadel die Schlinge der Fadensträhne durch den Stoff und zieht die Fadenenden gleichmäßig an.

Einfacher Fadenanschlag mit einer Häkelnadel um den Stoffrand. Das Durchziehen der Fadenenden.

Vollendung des Anschlagknotens. Beim Anziehen der Fäden durch die Schlinge muss man auf eine gleichmäßige Fadenlänge achten.

Fadenanschlag um einen Doppelfaden

Für den Fadenanschlag spannt man einen Faden oder Doppelfaden quer über ein Knüpfkissen.

In der Mitte des Bildes sieht man den fertigen Fadenanschlag um einen Doppelfaden. Rechts auf der Abbildung wird gezeigt, wie der Faden mit einer Häkelnadel durch die Schlinge gezogen wird. Beim Durchziehen der Fäden sollte man auf eine gleichmäßige Fadenlänge achten, damit man später die Fäden nicht mehr gerade schneiden muss.

Um die Schlinge eines Doppelfadens wird ein gewöhnlicher Knoten geschürzt. Dieser Knoten wird mit Hilfe einer Nadel auf dem Knüpfkissen befestigt. Das andere Ende wird straff genau gegenüber ebenfalls mit einder Nadel festgesteckt. Um diesen Einlagefaden werden die Fransensträhnen mit einer Häkelnadel geschürzt.

Genauso lässt sich der Anschlagknoten mit der rechten Hand um den mit der linken Hand gespannt gehaltenen Einlagefaden ausführen. Hierfür steckt man den Einlagedoppelfaden nur an der Schlinge auf dem Knüpfkissen fest und hält das andere Fadenende gespannt.

Anschlag an einem durchbrochenen Börtchen

Anschlag an einem durchbrochenen Börtchen. Einfacher Knoten

Der Anschlag an ein durchbrochenes Börtchen wird erst verständlich, wenn der Knüpfknoten bekannt ist. Die Fransensträhnen werden, wie man auf dem Bild oben sieht, mit einem gewöhnlichen Knoten befestigt.

Anschlag an ein geknüpftes Börtchen

Anschlag an ein geknüpftes Börtchen. Durchziehen der Fäden

Diese Abbildung zeigt den Anschlag an festem Knüpfrand. Dieser Anschlag ist erst nach einiger Übung im Knüpfen ausführbar, nachdem die Hand schon die Sicherheit in der gleichmäßigen Knotenbildung erreicht hat. Zunächst knüpft man das Börtchen mit Flachdoppelknoten, dann werden die Knüpffäden durch Durchziehen an einem Knüpfrand befestigt.

Anlage oder Anschlag mit Verzierung

An Stelle des bekannten festen glatten Anschlages um den Einlagefaden, lassen sich reizvolle Pikot- oder Bogen-Abschlüsse bringen. Die gleichen Verzierungen können auch als unterer Abschluss und als Seitenverzierung dienen.

Man unterscheidet vier Arten von Pikots:

Das Schlingenpikot
Dieses kann eine einfache Verschlingung bilden. Größere Pikots entstehen durch abwechselnd einen Rechts- und einen Linksknoten.

Das Knotenpikot
Hier sind zwei Flachdoppelknoten um zwei Einlagefäden zu schürzen.

Das Rippenpikot
Das Rippenpikot wird durch zwei untereinander geknüpfte Knotenrippen gebildet, die dem Anschlagfaden angearbeitet werden, und kann in mannigfacher Veränderung ausgeführt werden.

Das Schleifenpikot
Die losen Schlingen bilden sich durch Anstecken des Doppelfadens in geringer Entfernung von der Anschlagreihe, siehe auch Pikots
Nach Belieben kann man auch die Fäden verkreuzen.

Der Anschlag mit Bogen

Man unterscheidet verschiedene Arten des Bogenanschlages:

Anschlag mit losen Fadenbogen

Das Bild zeigt den Bogenanschlag mit lose übereinander liegenden Fadenbogen. Der Bogenanschlag kann mit beliebig vielen Fäden ausgeführt werden.

Einzeln nebeneinander liegende geknüpfte Langettenbogen werden um einen Einlagefaden geknüpft. Man knüpft immer die gleiche Verschlingung. Dadurch erhält man die Langettensträhne. Diese wird dem Muster entsprechend als Bogen der Querrippe des Anschlages anfügt.

Bei Frivolitätenbogen werden die Strähnen abwechselnd mit Rechts- und Linksknoten umschürzt.

Ausführung eines Frivolitätenbogens und Anlage der Querrippe

Kettenbogen werden durch gleichmäßig versetzte Knoten gebildet. Dabei ergibt der Knüpffaden des letzten Knotens den Einlagefaden des neuen Knotens (siehe auch Kettenknoten).

Anschlag mit Fäden zu beiden Seiten der Rippe

Für den Anschlag mit Fäden zu beiden Seiten der Rippe werden die Anschlagfäden von ihrer Mitte aus durch entgegengesetzte Verschlingung des Rippenknotens um den quer gespannten Anlagefaden geknüpft. Der Doppelfaden wird also einmal nach rechts und einmal nach links geknüpft. Auf dem Bild oben rechts sieht man das sehr gut.

Knotenrippen (Makrameeknoten) werden von rechts nach links mit der rechten Hand geknüpft. Das L in der Zeichnung unten steht für die linke Hand, die den Faden 1 gespannt hält.

Auf dem Bild oben sieht man ganz rechts die ersten Verschlingungen und daneben die zweiten Verschlingungen. Dann geht es nach links weiter mit der Vollendung einer Knotenrippe. Ganz links sieht man den Anfang der folgenden Knotenrippe. Die Zahlen bestimmen die Fäden in ihrer ursprünglichen Lage.

Links oben sieht man die Ausführung von Knotenrippen (Makrameeknoten) von links nach rechts.
Rechts davon ist die Arbeitsrückseite der Knotenrippen (Makrameeknoten) zu sehen.

Anschlagverbindung

Für eine entgegengesetzte Knotenrichtung, die Abwechslung in die Knüpfarbeit bringen soll, verwendet man die Anschlagverbindung.

Anschlagverbindung Schlingknoten (Langettenknoten) oder Kettenknoten

Auf der Abbildung oben sieht man, wie gearbeitet wird. Dabei bildet sich durch das Ineinanderschürzen der Pikots ein kleines Zwischenbörtchen.

Anfangsknoten beim Makramee: Anschlag für gerundete oder geschrägte Formen

Gerundeter Anschlag. Knotenpikots, Kariertes Grundmuster mut loser Fadenverschlingung (Gitter)

An dem Muster sieht man, wie man die Einzelfäden des Anschlags um den losen Einlagedoppelfaden knüpft. So erhält man eine gleichmäßige Rundung und Abschrägung.

Verbindung entgegengesetzter Rippenknoten-Gruppen

Bild: Fadenanlage zur Ergänzung eines Knüpffadens an der Kreuzungsstelle.

Die Verbindung entgegengesetzter Rippenknoten-Gruppen erreicht man durch ein einfaches Verknoten der Einlagefäden.

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Makramee - Anschläge und Verbindungen
2023-06-06 09:29:42
Bastelfrau (Barbara)