22. Februar 2024

Metall prägen

Geprägter Stern bemalt

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Metall prägen[6] ist ein uraltes Handwerk, das im Laufe der Jahrhunderte zum Kunsthandwerk und dann auch zur Basteltechnik wurde. Wie bei allen Basteltechniken ist es mal mehr und mal weniger aktuell. Aber – geprägt wird eigentlich immer, so dass es sich um eine Standardtechnik handelt. Hier erfährst du, welche Materialien und Werkzeuge du zum Prägen benötigst und wie es funktioniert.

 

 

Zum Metall prägen wird benötigt:

  • Eine weiche Unterlage, eine Metallfolie[4] und Prägewerkzeug[2].
  • Wer die Technik erst einmal ausprobieren möchte, kann als Werkzeug einen einfachen Embossingstift[3] und einen Teelöffel benutzen.
  • Wem dann dieses Hobby zusagt, sollte sich richtiges Werkzeug anschaffen. Damit erzielt man wesentlich leichter viel, viel bessere Ergebnisse.
  • Die speziellen Metallprägewerkzeuge wirken zwar etwas “altmodisch”, aber auch sehr stabil – und genau das sind sie auch! Sie erfüllen ihren Zweck besser als manch neues Werkzeug, da sie stabil sind und gut in der Hand liegen.

 

Werkzeuge fürs Metall prägen:

  • Der Embossingstift hat zwei unterschiedlich dicke Kugelspitzen. Mit der feinen Spitze[8] wird “vorgezeichnet”. Mit ihm arbeitet man auch Feinheiten aus. Die dicke Kugel dient zum Prägen mittelgroßer Felder.
  • Mit dem Prägeholz lassen sich ganz einfach große Felder prägen und mit der Spitze Kanten und Ecken ausarbeiten.
  • Die Unterlage ist aus dickem Filz[9] und hat eine ähnliche Wirkung wie eine Matratze: Der Filz gibt nach und passt sich der Form der Metallfolie an, so wie sich die Matratze der Körperform anpasst.
  • Metallfolien gibt es in unterschiedlichen Stärken und aus unterschiedlichen Metallen. Für den Bastler ist Alufolie in einer mittleren Stärke am besten geeignet. Sie lässt sich leicht prägen und behält die Form. Andere Folien sind meist härter, bieten dafür aber auch andere Möglichkeiten. So gibt es hier zusätzliche Patinas zu kaufen, die das Aussehen der Oberfläche verändern und das Metall künstlich altern[7] lassen. Diese Folien eignen sich aber meist nicht in Verbindung mit der Serviettentechnik[1], da sie als Untergrund[5] zu dunkel sind.

 

HÄNDE WEG VON BLEIFOLIEN!

  • Eine gefährliche Variation des Metalldrückens hat sich vor einiger Zeit entwickelt: Wesentlich einfacher zu bearbeiten und flexibler als Alufolie ist nämlich Bleifolie. Bleifolie hat allerdings einen schwerwiegenden Nachteil: Blei ist ein hochgiftiges Schwermetall und kann schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen, die bis zum Tode führen können! Wer trotzdem nicht auf das “Bleibasteln” verzichten möchte, sollte auf Zinnfolie umsteigen – zwar ist auch hier Blei enthalten, allerdings nur in kleinen Mengen. Dadurch gilt Zinnfolie als mindergiftig.

 

Bei Youtube habe ich noch ein Video gefunden, dass u.a. auch eine modernere Art des Metallprägens zeigt. Zuerst wird ganz normal geprägt, dann mit einer Stanz- und Prägemaschine. Hier werden dann gleich noch tolle Rosen gezeigt, die man mit Hilfe der entsprechenden Stanzschablone basteln kann. Aber: Das Video ist auf französisch – macht aber nix… man sieht trotzdem worum es geht. 🙂

 

Falls du das Video nicht sehen kannst, dann klicke einfach hier.

 

 

2008-07-13 11:36:23
Bastelfrau (Barbara)
Begriffserklärung
1. Serviettentechnik.

Es gibt wohl kaum eine Basteltechnik, die solche Erfolgserlebnisse garantiert, wie die Serviettentechnik. Dabei kann diese Basteltechnik zusätzlich noch mit anderen Techniken kombiniert werden und bietet so Möglichkeiten ohne Ende.

Büste in Serviettentechnik

Auch wenn der "Serviettentechnik-Boom" mittlerweile vorbei ist und die Serviettentechnik nun zu den klassischen Basteltechniken gehört, sind ihre fast unendlichen Gestaltungs- und Anwendungsmöglichkeiten geblieben. Egal ob man ein schönes Keilrahmenbild zaubern, ein Hintergrundpapier für das Karten basteln herstellen möchte, ein Trinkglas verschönern, einen Armreif oder anderen Schmuck basteln oder ein Pappdose verzieren möchte - die Serviettentechnik macht es möglich. Sie lässt sich immer wieder mit anderen - auch neuen - Bastelmaterialien kombinieren und kann genauso gut im Vordergrund wie im Hintergrund stehen.

Wenn auch die neuen Serviettenmotive nicht mehr so schnell erscheinen wie vor einigen Jahren, gibt es immer noch Motive für jede Gelegenheit, für jede Jahreszeit und für jeden Anlass.

Material für die Serviettentechnik

An Material benötigt man nur wenig: Motivservietten, einen guten Serviettenkleber und einen guten Pinsel. Dazu kommt dann noch das Objekt, das verschönert werden soll und eventuell Farben - je nachdem, was man gerade vor hat.

Serviettenkleber gibt es für verschiedene Anwendungszwecke: den normalen Serviettenkleber, den man für Holz, Pappe usw. verwenden kann und spezielle Kleber für Stoff oder Glas und Porzellan. Außerdem gibt es noch einen weiteren Spezialkleber für Kerzen - den man allerdings mit Vorsicht genießen sollte.

Oft wird für die Serviettentechnik auch Decoupagekleber verwendet. Dieser ist wesentlich dicker und zähflüssiger als Serviettenkleber und vor allen Dingen für die Bügeltechnik geeignet.

Wichtig ist bei der Wahl des Serviettenklebers also der Anwendungszweck und die Qualität. Wer einmal mit richtig gutem Serviettenkleber gearbeitet hat, ärgert sich später, wenn er mal weniger guten erwischt - ich spreche da aus Erfahrung.

Der richtige Pinsel - nicht zu hart und nicht zu weich - sorgt dafür, dass die Serviette nicht reißt.

Will man einen dunklen Gegenstand mit Serviettentechnik verzieren, benötigt man eine helle Farbe als Untergrund - das Serviettenmotiv verschwindet sonst regelrecht, da die Servietten bei der Bearbeitung transparent werden.

Der Materialaufwand ist als überschaubar - ein Einstieg in diese Basteltechnik ist also recht preisgünstig. Anleitungen und Bastelideen für die Serviettentechnik findest du auf bastelfrau.de.

2. Prägewerkzeug.

Siehe auch Embossingstift. Das Prägewerkzeug ist ein Werkzeug mit Holzgriff und hat ein oder zwei Einsätze fürs Metalldrücken.

3. Embossingstift.

Als Embossingstift werden allgemein zwei vollkommen unterschiedliche Stifte bezeichnet.

Ein Filzstift, der mit Embossingtinte gefüllt ist. Diese Embossingstifte gibt es in vielen verschiedenen Farben. Einige sogar mit einer dicken und einer dünnen Spitze. Man kann mit diesen Stiften die geprägten Motive einfach wie mit einem Filzstift bemalen. Danach wird die gesamte Fläche reichlich mit Embossingpulver bestreut und anschließend mit dem Heißluftgerät erhitzt.
Prägestift mit einer Metallkugel (manchmal auch zwei unterschiedlich große Kugeln an jedem Ende des Stiftes), der zum Embossen (Prägen) von Papier und Metallfolien verwendet wird. Zum Prägen von Papier oder Metall.

4. Metallfolie.

Metallfolie ist als Prägefolie im Fachhandel in unterschiedlichen Stärken und Farben erhältlich und kann mit einer normalen Bastelschere geschnitten werden.

5. Untergrund.

Man unterscheidet zwischen saugenden und nicht-saugenden Untergründen. Saugende Untergründe wie Holz oder Putz nehmen Feuchtigkeit zum Teil auf. Nicht-saugende nehmen keine Feuchtigkeit auf, wie zum Beispiel Fliesen, Spiegel und Glas.