2. Februar 2023
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Online-Unternehmen, die man von zu Hause aus starten kann

Seit der Home-Office Pflicht wissen viele von uns: von zu Hause arbeiten kann was Schönes sein. Noch freier und selbst bestimmter ist man natürlich, wenn man sein ganz eigenes Unternehmen hat. Was man dabei beachten sollte, wenn man ein eigenes Unternehmen von zu Hause aus starten möchte und was sich dabei besonders gut eignet, habe ich hier gesammelt.

Vorteile für ein Online-Unternehmen von zu Hause aus

Die Vorteile ein Online-Unternehmen von zu Hause aus zu gründen sind vielfältig. Eines der Hauptvorteile ist, dass man weniger Anfangskapital braucht. Man muss keine Ladenlokale, Lagerflächen oder Hallen mieten. Daher kann man ein Unternehmen von zu Hause auch besser neben dem Beruf aufbauen. So kann man sich allmählich an die Selbstständigkeit herantasten. Aber nicht nur neben einem Hauptjob, sondern auch neben der Kindererziehung kann man nach und nach ein eigenes Unternehmen aufbauen. Man kann seine Ideen erst relativ risikoarm im kleinen Format ausprobieren. Je nach dem was man macht, kann es dann hilfreich oder notwendig sein, seine Räumlichkeiten außerhalb der eigenen vier Wände zu erweitern.

Daneben sind selbst bestimmtes Arbeiten und die damit einhergehende Freiheit, die viele Leute an der Selbstständigkeit reizt. Man kann sich seine Arbeitszeiten und Tätigkeiten freier aussuchen. Man sollte aber bedenken, dass man vermutlich nicht alle Aufgaben, die mit der Selbstständigkeit in Verbindung stehen gleich gerne macht. So muss man sich auch mit der Buchhaltung, Marketing, Steuern, rechtlichen Bestimmungen und Co. befassen. Außerdem ist man auch ein wenig abhängig von seinen Kunden und Auftraggebern – völlig losgelöst und eigenbestimmt ist man daher nicht. Wenn man Meetings, Telefonate und Öffnungszeiten hat, muss man sich auch ein stückweit an den üblichen Arbeitszeiten orientieren. Wenn man wie ich zu den Nachteulen gehört, hat die Selbstständigkeit aber den großen Vorteil, dass man den Start in den Tag nach hinten schieben kann.

Rechtliches, wenn du ein Unternehmen von zu Hause starten möchtest

Wenn du dich selbstständig machst, gibt es einige rechtliche Dinge zu beachten. Zunächst einmal musst du vermutlich ein Gewerbe anmelden. Es gibt auch ein paar freie Berufe, bei denen man das nicht machen muss, wie beispielsweise Künstler. Ob man ein Gewerbe anmelden muss oder nicht, klärt man deshalb am besten mit dem Gewerbeamt seiner Stadt ab. Auch wenn man nur ein paar wenige Dinge verkauft, muss man übrigens ein Gewerbe anmelden.

Wichtig sind auch die Steuern. Als Kleinunternehmer ist man von der Umsatzsteuer befreit. Dennoch muss man eine Steuernummer für das Unternehmen beantragen und am Ende des Jahres eine Steuererklärung abgeben. Wenn man mit Auftraggebern aus der europäischen Union zusammenarbeiten möchte, braucht man auch als Kleinunternehmer neben der Steuernummer auch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Es ist auch wichtig, dass man bei seine Rechnungen auf die notwendigen Angaben wie Steuernummer, Adresse, fortlaufende Rechnungsnummer und Co. achtet.

Wenn man sein Unternehmen neben seinem Hauptjob führen möchte, sollte man zuerst seinen Arbeitgeber fragen. Sofern keine wichtigen Gründe dagegen sprechen, muss dieser der Selbstständigkeit aber zustimmen. Ein wichtiger Grund wäre beispielsweise, wenn man dem Arbeitgeber Konkurrenz macht oder dessen Daten und Kunden abgreift.

Auch der Vermieter sollte darüber informiert werden, wenn man von zu Hause aus ein Unternehmen gründen möchte. Je nach dem was im Mietvertrag steht, kann eine teilgewerbliche Nutzung verboten sein. Problematisch wird die Selbstständigkeit von zu Hause aber meist erst dann, wenn man Kunden empfängt oder die Tätigkeit viel Lärm erzeugt. Auch wenn man einen oder mehrere Mitarbeiter hat, hat der Vermieter das Recht seine Erlaubnis zu verweigern. Es kann auch sein, dass der Vermieter ein Anrecht auf einen Gewerbezuschlag hat. Wenn man die Wohnung nicht alleine nutzt, sondern in einer WG lebt oder mit Familienmitglieder zusammen wohnt, sollte man auch diese vorher fragen, damit es nicht zu Reibereien kommt.

Wenn man eine Webseite plant, muss man sich außerdem mit der Impressumspflicht und den Datenschutzbestimmungen vertraut machen. Bei einem Online-Shop ist es besonders wichtig, dass die Kundendaten und vor allem die Zahlungsmethoden sicher sind. Wenn man Ware versendet, muss man sich darüber hinaus mit dem Verpackungsgesetz und dem Rückgaberecht befassen. Wenn man Ware verkauft sollte man sich auch informieren, welche Angaben zum Material man machen muss. Bei Textilien müssen die Materialien zum Beispiel angegeben werden. Dies geschieht meist mittels eines Etiketts.

Die eigene Webseite und Sozial Media

Mittlerweile geht nichts mehr ohne einen Internetauftritt. Besonders wenn du dein Unternehmen von zu Hause führst, solltest du dafür sorgen, dass du im Internet leicht gefunden wirst. Dafür bieten sich sowohl die einschlägigen sozialen Medien an – wie auch eine ganz eigene Webseite. Um damit erfolgreich für dich zu werben, solltest du dich mit den jeweiligen Plattformen und Suchmaschinenoptimierung auseinander setzen. Dabei ist auch enorm wichtig, welche Zielgruppe du eigentlich ansprechen möchtest. Dies ist besonders dann wichtig, wenn es darum geht, auf welchen Sozialen Medien du vertreten sein möchtest. Wenn du beispielsweise vor allem junge Menschen ansprechen möchtest, wäre Facebook nicht geeignet, sondern eher TikTok oder noch Instagram. Da man nicht auf allen Plattformen gleich aktiv sein kann, sollte man sich hier genau Gedanken machen, welche Plattform was bringt und wie viel Zeit man hier investieren kann und möchte.

Neben den Sozialen Medien kann auch eine eigene Webseite geeignet sein. Eine einfache Webseite kann man relativ leicht mit einem WebsiteBaukasten ins Leben rufen. Man kann auch gleich einen eigenen Online-Shop errichten. Es ist bei der eigenen Webseite wichtig, dass man die Software der Webseite immer aktuell hält, damit es keine Sicherheitslücken gibt. Außerdem ist die Suchmaschinenoptimierung für eine erfolgreiche Webseite essentiell, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Deine Produkte können noch so innovativ und gut sein – wenn sie keiner findet, werden sie nicht gekauft.

Damit deine Kunden deinen Online-Shop auch mit deinen Social-Media Auftritten verbinden, ist ein gutes Branding wichtig. Dafür sind ein Logo, eine einheitliche Farbsprache und ansprechende Bilder hilfreich. Bilder sind auch wichtig, damit deine Kunden genau sehen, was sie bei dir bekommen. Neben stimmungsvollen Bildern sollten daher auch immer detaillierte Produktfotos vorhanden sein. Dies kann dir zusammen mit einer detaillierten Beschreibung auch dabei helfen, die Rücksendungen zu reduzieren.

Wenn man sich noch nicht an eine eigene Webseite heran traut, kann man seine Produkte auch auf einem Marketplace wie Ebay, Etsy oder Amazon verkaufen. Hierbei muss man häufig Gebühren an die Betreiber zahlen. Dafür kümmern diese sich aber um die sicheren Bezahlmethoden und die allgemeine Sicherheit der Webseite. Auch hier sollte man sich aber mit der Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, damit die eigenen Produkte von den Menschen auf Suchmaschinen oder der Marketplace selber gut gefunden werden können.

Hobby zum Beruf machen mit dem Unternehmen von Zuhause

Eine der schönsten Methoden ein eigenes Unternehmen zu gründen ist es, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann. Gerade viele kreative Hobbys bieten sich hierfür an. So kann man beispielsweise seine selbst gemachten Kerzen, Seifen oder Schmuck sowie Selbstgenähtes verkaufen. Meistens hat man dann schon ein paar Vorkenntnisse und zumindest einen Teil des benötigten Materials und der Werkzeuge zu Hause. Vielleicht hat man auch schon etwas für seine Freunde und Bekannte gemacht. So kann man besser abschätzen wie die Produkte ankommen, ob man die benötigten Fähigkeiten hat und man genug Spaß dabei hat. Es wäre wenig sinnvoll, einen Online-Shop mit selbstgemachten Kerzen zu starten, wenn man noch nie Kerzen selber gemacht hat.

Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, ist es wichtig sich von dem Gedanken zu verabschieden “Es macht mir ja Spaß, das ist schon fast Bezahlung genug“. Es ist wichtig, dass du deine Preise angemessen kalkulierst. Natürlich ist es schwierig, direkt von Anfang an für ein Produkt eines Newcomers viel Geld zu verlangen. Aber neben den Materialien und deiner Arbeitszeit sollte auch eine faire Marge in die Kalkulation des Preises eingehen. Viel zu oft werden kreative Menschen für ihre Arbeit nicht anständig bezahlt, gerade im Internet.

Es kann schnell passieren, dass man zu viele Materialien, zu viele Werkzeuge und zu viele unterschiedlichen Produkte anbietet. Dann kann es passieren, dass man auf der Ware und den Materialien sitzen bleibt. Deswegen bietet es sich an, zunächst ein paar Basic Werkzeuge und Materialien zu haben und diese nach und nach aufzustocken. So kann man beim Seife gießen beispielsweise erst einmal auf Formen setzen, die man universal einsetzen kann, bevor man für jeden Feiertag und jedes Thema zehn unterschiedliche Formen kauft. Dies spart Lagerfläche und man überfordert weder sich noch den Kunden mit zu viel Auswahl. Damit sich deine Produkte dennoch von der Konkurrenz abgrenzen, sollte man das Altbekannte mit einer neuen Komponente kombinieren. Beispielsweise wurden bei Männerkerzen.de das altbekannte Konzept der Duftkerze, die eher auf die Zielgruppe Frauen ausgerichtet war, mit männlich konnotierten Duftsorten wie Whiskey oder Leder kombiniert.

Bevor du deine selbstgemachten Produkte verkaufst, ist es wichtig, dass du sicherstellst, dass sie sicher sind und deinen Kunden nicht schaden. Daher ist es wichtig, dass du dich genau über die Technik der Herstellung und möglichen Gefahren informierst. Gerade bei Produkten für die Haut oder zum Einnehmen ist das wichtig. Am besten testest du deine selbstgemachten Produkten erst einmal ausführlich an die selber und mit deinen Bekannten und Freunden.

Online-Unternehmen, die man von zu Hause aus starten kann

Welche Produkte man von zu Hause herstellen kann ist immer von den speziellen Umständen und Fähigkeiten abhängig. Hier sind ein paar Ideen, was man von zu Hause herstellen und verkaufen kann:

  • digitale Produkte wie Templates, Vorlagen, E-Books, Designs, Grafiken und Co.
  • selbst geschriebene Artikel
  • Kerzen
  • Seife
  • Kleidung
  • Selbst genähte Sachen wie Nähkissen, Hüllen, Duftkissen, Utensilos, Organizer und Co.
  • Online Kurse für Kreative Techniken
  • Personalisierte Geschenkartikel (beispielsweise Holzgegenstände mit Gravur)
  • Schmuck
  • Dekorationen
  • Poster und Postkarten
  • Makramee
  • Selbstgetöpfertes
  • Kleine selbst gemachte Holzteile
  • Geschnitztes
  • Notizbücher
  • Spiele
  • Sachen aus Resin
  • und vieles vieles mehr

Für weitere Inspiration kann man sich beispielsweise auf Etsy ansehen, was hier alles verkauft wird.

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2022-10-21 23:11:00
Bastelfrau (Becky)

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