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Gespeichert von Bastelfrau am 12 Februar 2014

Kerzengel ist eigentlich gar nicht so anders, wie normales Kerzenwachs zum Basteln, es besteht weitgehend aus den gleichen Rohstoffen - nämlich Paraffin-, Vaseline- und anderen Ölen. Im Unterschied zum normalen "Bastelwachs" wird der heißen Wachsmasse aber noch Kohlenwasserstoff hinzugegeben. Der Kohlenwasserstoff verhindert, dass das Wachs beim Erkalten auskristallisiert und dadurch fest, hart und undurchsichtig würde. Natürlich müssen nicht wir die Zusätze zum Wachs dazugeben: Das machen die Hersteller schon für uns.

 

Je nachdem, welches Gelwachs man verwendet, ist das Material auch für das Basteln mit Kindern unbedenklich, denn manche Wachse schmelzen schon bei 68 °C (zum Beispiel Crystal-Kerzen-Gel von Creartec). Allerdings darf man die Kinder trotzdem nicht alleine mit dem heißen Wachs hantieren lassen!

 

Kerzengel wird im Topf - im Wasserbad - geschmolzen und kann mit Gelfarben (speziell für Gelkerzen) eingefärbt werden, sofern man nicht eh bereits farbiges Gelwachs verwendet. Die Gelfarben lassen sich untereinander mischen, so dass jede gewünschte Farbgebung möglich ist. Wer nicht gerne mit Gelfarben arbeitet, verwendet statt dessen Gel-Abtönfarben. Dabei handelt es sich um eine flüssige Farbe, eine Öl-Emulsion mit gelösten Farbpigmenten. Will man Gelkerzen für die nächste Party herstellen, kann man sogar nachtleuchtendes Pigment zum heißen Wachs zufügen. Die Kerze erscheint dann bei normalem Licht milchig/grüngelb und sollte deshalb am bestem mit einer Neonfarbe gemischt werden.

 

Gibt man dem flüssigen Wachs noch Duftöle bzw. ätherische Öle zu, erhält man eine Duftkerze, die beim Abbrennen zusätzlich einen angenehmen Duft verbreitet. Diese Kerzen duften aber sogar, wenn sie nicht abgebrannt werden!)

 

Als Dochte verwendet man am besten gewachste Runddochte. Dabei nimmt man für Kerzen bis zu einem Durchmesser von 5 cm dünne Dochte. Werden die Kerzen dicker, sollte man auch einen dickeren Docht verwenden. Nach dem Abkühlen des Gels im Glas wird mit einem Holzstäbchen ein Loch in das Gel gestochen und ein gewachster Docht hineingesteckt.

 

Verunreinigungen durch Hartwachse (z.B. Paraffin), Wasser oder ungeeignete bzw. zu hoch konzentrierte Duftöle können Trübungen im Gelwachs verursachen. Dafür genügen schon Verunreinigungen, die unterhalb von einem Prozent liegen. Wird das Gelwachs stärker erhitzt verschwinden die Trübungen. Du darfst es aber auf keinen Fall über 120 °C erhitzen, da es sonst anfangen kann, zu brennen. Die Temperatur kannst du mit einem Einkochthermometer überwachen. Außerdem musst du sehr darauf achten, dass die Form beim Eingießen sauber und trocken ist. Nur heißes Wasser zur Reinigung benutzen und zum Trocknen ein Küchenpapier oder ein Tuch nehmen.

 

Getrocknete Früchte, Hölzer ect. sollten nicht in Gelwachs eingegossen werden. Sie saugen sich mit dem Wachs voll und können zur "Fackel" werden, wenn sie mit der Flamme in Berührung kommen.