Dauerhaft satinieren kann man Gläser nur durch Ätzen mit Hilfe von Säure, was diese Technik recht gefährlich macht. Eine Alternative bilden Farben mit Frosteffekten. Sie bringen schöne Ergebnisse, wenngleich nur für Deko-Stücke. Die sogenannten Frosteffektfarben werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Mit diesen Farben wird zwar ein attraktiver Satiniereffekt erreicht, doch gehen sie keine dauerhafte Verbindung mit dem Glas ein. Auch nach dem Brennen im Backofen sind die so gefertigten Objekte extrem kratzempfindlich und nicht spülmaschinenfest. Außerdem sind sie weder säure- noch speichelfest und daher für Gebrauchsgegenstände nicht geeignet.
Für das Satinieren wird benötigt:
- Satinierfarbe
- ein sehr feinporiges Schwämmchen
- ein alter Teller und
- natürlich der Gegenstand, der satiniert werden soll.
Und so wird’s gemacht:
- Der Gegenstand muss fett- und staubfrei sowie trocken sein. Am besten reibt man ihn mit Alkohol ab.
- Dann etwas von der Satinierfarbe auf den Teller geben und so lange mit dem Schwämmchen hineinstupfen, bis die Konsistenz der Satinierfarbe zäher wird. Erst dann die Farbe mit dem Schwämmchen auf das Glas stupfen.
- Je länger das Vorbereitungsstupfen ausgeführt wird, umso feiner wird das Satiné auf dem Glas.

Farblose bzw. weiße Satinierfarbe kann man mit einem Tropfen Acrylfarbe mischen. Dabei unbedingt darauf achten, dass es sich wirklich nur um einen Tropfen handelt. Sonst hält die Satinierfarbe nicht mehr auf dem Glas!

Die marmorierte Flasche wurde mit in Beige- und Brauntönen eingefärbter Satinierfarbe (Mischungsverhältnis 50:50) nass-in-nass bemalt (!) und dann mit einer Serviette beklebt.
Nach dem Trocknen die Farbe im Backofen einbrennen; die benötigte Temperatur der Beschreibung auf der Farbflasche entnehmen.
Das Glas wird in den kalten (!) Backofen gestellt; die Backzeit beginnt erst mit dem Erreichen der benötigten Temperatur.
Nach Abauf der Backzeit den Ofen abschalten und das Glas im Backofen auskühlen lassen. Nimmt man es zu früh aus dem Ofen, kann es durch den Temperaturunterschied springen.

Um klare Muster zu erzielen, werden Schablonen aufgeklebt. Man kann auch Bereiche mit Klebeband abdecken. Schablone oder Klebestreifen müssen jedoch direkt nach dem Farbauftrag entfernt werden – solange die Farbe noch feucht ist. Lässt man die Farbe erst trocknen, zieht man sie mit der Schablone wieder vom Glas.

Dieser Blumentopf wurde zuerst mit weißer Acrylfarbe grundiert und nach dem Trocknen mit blau und grün eingefärbter Satinierfarbe weiterbearbeitet.

Für diese Blumenschale wurde eine weiße Porzellanschale mit eingefärbter Satinierfarbe bearbeitet.
Mit Satinierfarbe gestaltete Gläser und Vasen sollten nur vorsichtig von Hand gespült werden – bitte keinesfalls einweichen. Die Farbe löst sich sonst wieder.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.