Hausmittel: Spitzwegerich-Tee gegen Husten

Die meisten von uns kennen Spitzwegerich, denn man kann ihn bei fast jedem Spaziergang in der Natur am Wegesrand finden. Allerdings ist dies den wenigsten von uns bewusst. Dabei ist Spitzwegerich schon seit Jahrhunderten als wirksames Mittel gegen Husten bekannt und wird auch heute noch gegen Husten eingesetzt. “Wegerich” bedeutet übrigens in etwa “Herrscher am Wege”.

 

In der Heilkunde findet das Kraut vor allen Dingen bei Krankheiten der Atmungsorgane Verwendung. Sowohl bei akuten wie auch bei verschleppten Katarrhen hat Spitzwegerichsaft einen günstigen Einfluss infolge seiner auswurffördernden, schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Der Gehalt an Bitterstoff, Gerbstoff, Saponin und Cholin, jeweils in geringen Mengen, soll eine reizsteigernde und krampflösende Wirkung haben. Dabei sollen die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs auch gleichzeitig für eine Besserung des Allgemeinbefindens sorgen.

 

Zubereitung

  • Will man Tee daraus kochen, wird dafür das ganze Kraut gesammelt und getrocknet.
  • Will man Spitzwegerichsaft herstellen, presst man die frischen Blätter aus.
  • Für die Herstellung von Spitzwegerichsirup kocht man Blätter und Blüten zusammen mit Zucker und/oder Honig.

 

Verschiedene Teerezepte

 

Hustentee

Je eine Handvoll Thymian, Pfefferminze, Salbei und Spitzwegerich in einem Liter Wasser aufkochen. Abseihen und den Tee mit Honig süßen und über den Tag verteilt schluckweise trinken.

 

Malventee

ist ebenfalls gut für die Lunge und deshalb auch bei Husten zu empfehlen. Dafür mischt man

  • 1/2 Teil Salbei (Blätter, junge Triebe)
  • 2 Teile Malve (Blüte)
  • 2 Teile Königskerze, Wollkraut (Blätter, Blüte)
  • 1 Teil Sonnentau (Kraut)
  • 1 Teil Arnika (Blüte, Wurzel)
  • 3 1/2 Teile Spitzwegerich

Die Zutaten werden mit kochenden Wasser überbrüht. Dann läßt man den Tee 10 Minuten ziehen.
Früh und abends eine Tasse mit etwas Honig trinken.

 

Hustenteerezept mit Eibisch

Man mischt je zwei Teilen Isländisch Moos (Pflanze), Angelika (“Brustwurz”), Spitzwegerich (Blätter) und Eibischwurzel (Wurzel).
Davon nimmt man 3-4 Finger auf 1 Tasse, überbrüht mit kochenden Wasser und läßt den Tee 10 Minuten ziehen.
Morgens, mittags und abends je 1 gute Tasse frisch zubereitet und warm mit 1 Esslöffel Honig darin trinken.

 

Spitzwegerichsaft – allerdings mit Alkohol – wurde früher so hergestellt:

Etwas angetrocknete Spitzwegerichblätter werden zerschnitten. Je sechs Teile davon werden mit fünf Teilen starkem Weingeist übergossen. Nachdem dieser eingezogen ist, gießt man 45 Teile siedendes Wasser nach. Das Ganze läßt man 24 Stunden unter öfterem vorsichtigen Umrühren zugedeckt stehen; dann gießt man die Flüssigkeit durch ein leinenes Tuch unter etwas Druckanwendung von den Blättern ab.
In diesem abgespressten Safte löst man dann gestoßenen weißen Kandiszucker unter Erwärmen auf und läßt das Ganze einmal schwach aufwallen.
Auf 40 Teile der durchgegossenen Flüssigkeit nehme man 60 Teile Zucker. Der fertige Saft wird in kleineren Flaschen gutverschlossen im Kühlen und Dunkeln aufbewahrt. Morgens und abends nimmt man einen Teelöffel davon.

 

Tipps und Tricks

Natürlich würde es wenig Sinn machen, würde man an einer stark befahrenen Straße den Spitzwegerich sammeln und daraus Tee kochen. Anders sieht es aus, wenn man stark befahrene Straßen meidet. Gesammelt wird am besten im Frühjahr – und da nicht immer Frühjahr ist, gibt es den Spitzwegerich auch als getrocknetes Kraut und natürlich auch als fertigen Spitzwegerichsaft.

 

Bezugsquellen*:

2018-10-16 09:45:38
Bastelfrau (Barbara)

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