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Scrapbooking - zur Geburt

Gespeichert von Bastelfrau am 8 September 2011

Scrapbooking ist eine schöne, dekorative und ganz persönliche Art, Fotos und Andenken aufzubewahren und zu präsentieren. Ein großer Unterschied zwischen Scrapbooking und einem Fotoalbum besteht schon darin, dass beim Scrapbooking – im Gegensatz zum einfachen Fotoalbum – nicht nur die Fotos, sondern auch Farben und passende Texte zum Einsatz kommen. Es werden also nicht nur Augenblicke festgehalten, sondern auch die Gefühle und dadurch die Erinnerung an Ort und Zeit. Durch regelmäßiges Scrappen kann so eine Reise durch Tage, Wochen, Monate und manchmal sogar Jahre deines Lebens festgehalten werden. Scrapbooks kann man zu allen möglichen Themen anlegen, im Folgenden geht es aber um ein Neugeborenes – und um ein paar Hinweise, wie man ein solches Album „erarbeiten“ kann:

Ein Scrapbook kann schon lange vor der Geburt des Babys begonnen werden, nämlich zu dem Zeitpunkt, an dem du erfährst, dass du schwanger bist. Ab diesem Zeitpunkt kannst du anfangen, Material für das Scrapbook zu sammeln. Dazu gehören natürlich Fotos, die die Veränderungen deiner Figur zeigen, Ultraschallaufnahmen, Notizen über deine Stimmungen, Essgewohnheiten, und vieles mehr – es passiert ja so viel während einer Schwangerschaft! Also: Alles aufschreiben und so viele Fotos wie möglich machen, damit du später für dein Scrapbook eine große Auswahl an Material hast.
Dann kommen natürlich Fotos und andere Aufzeichnungen von deinem Baby. Mit Aufzeichnungen meine ich übrigens keine Videoaufnahmen, sondern Notizen, damit du nichts vergisst, eine der Karten, die du vielleicht zur Geburt verschickst (oder zur Taufe), das Etikett vom ersten Babybrei, die erste Locke – auch hier gibt es so viel Material, dass man sammeln kann. Notizen zu den Zeitpunkten, an dein Baby etwas Neues gelernt hat, sollte man sich ebenfalls machen, denn später sind sie in der Hektik des Alltags schnell vergessen. Was du bei einem „Babybuch“ auch nicht vergessen solltest, sind die „Auswirkungen“, die das Baby auf dich und deinen Partner hat, denn ein Baby (vor allen Dingen, wenn es das erste Kind ist), hat große Auswirkungen auf die Partnerschaft und kann diese u.U. komplett verändern.

 

Wenn du dein „Erinnerungsmaterial“ zusammen hast, beginnt das „Scrappen“, für das du weiteres Material benötigst. Dazu gehört natürlich ein Fotoalbum, das man entweder fertig kaufen oder auch komplett selbst basteln kann; Kleber, schöne Hintergrundpapier, eventuell Täschchen zum Einkleben, Fotoecken und verschiedene Verzierungen. Vieles davon kann man selbst basteln, andere Dinge, wie zum Beispiel den Kleber, muss man kaufen. Bei allen Artikeln fürs Scrappen muss man aber darauf achten, dass sie holzfrei (ligninfrei) und säurefrei sind. Ist dies nicht der Fall, kann es passieren, dass die Fotos nach einer Weile verblassen.
Wenn du weder Zeit noch Lust hast, dir das Scrapbookingmaterial einzeln zusammen zu kaufen, kannst du auf fertige „Kits“ zurückgreifen, die alles für den Start eines Scrapbooks enthalten, und die themenmäßig zusammengestellt erhältlich sind.

 

Bevor du beginnst, deine verschiedenen Seiten zu gestalten, legst du dir dein Scrapbookingmaterial zurecht. Dazu gehören nicht nur die Fotos und Andenken, Papiere und Kleber, sondern auch Schere, Cutter, falls vorhanden Motivlocher, Schablonen und ähnliche Werkzeuge.

 

Zu Anfang bietet es sich an, die „Trennseiten“ zu gestalten. Dazu gehört die Frontseite des Albums (obwohl sie nichts trennt) und die Seiten, die verschiedene Themen oder Zeiten voneinander Trennen, zum Beispiel Schwangerschaft von Geburt, Geburt von Taufe usw. Diese Seiten müssen nicht unbedingt und auch nicht sofort Fotos enthalten, sondern können mit Farben und Hintergrundpapieren deiner Wahl und mit Texten (die du zum Beispiel auf dem PC schreiben, ausdrucken und dann aufkleben kannst) gestaltet werden. Falls du hier einfügen möchtest, dann lässt du dafür einfach Platz frei und klebst die Fotos später ein.

 

Lass dir Zeit: Ein Scrapbook kann man nicht mit Gewalt innerhalb kürzester Zeit herstellen. Deshalb solltest du dir wirklich die Zeit nehmen, und Seite für Seite, einzeln und liebevoll zu gestalten. Denke einfach daran, dass es deine Gedanken und deine Erinnerungen sind, um die es geht, und dass diese Schätze den Zeitaufwand allemal wert sind! Wenn du über den Zeitraum der Schwangerschaft und der Zeit danach sorgfältig lauter Kleinigkeiten gesammelt und dir Notizen zu allen möglichen Ereignissen gemacht hast, dann solltest du jetzt nicht versuchen, sie in einen „Zeitrahmen zu pressen“. Statt dessen solltest du ruhig den Erinnerungen nachgeben und darin schwelgen, falls dir danach ist. Ein Scrapbook kann einen wichtigen Teil deines Lebens darstellen – also nur keine Eile!
Dieses Scrapbook kannst du weiterführen, bis es voll ist. Wenn dich nun das Scrapbook-Fieber erwischt hat, dann kannst du entweder ein neues beginnen, und so eine Dokumentation für deinen Nachwuchs über seine Kindheit schaffen, oder aber du startest ein Scrapbook zu einem ganz anderen Thema.

 

Je nach dem, wie intensiv du beim Scrappen vorgehst, wird dein Scrapbook nicht nur Fotos und Erinnerungen enthalten, sondern kann sogar späteren Generationen als eine Art Geschichtsbuch zur eigenen Familiengeschichte dienen.

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