22. Februar 2024

Serviettentechnik auf Porzellan – Grundanleitung und Beispiele

Serviettentechnik auf Porzellan - Grundanleitung und Beispiele

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Es muss nicht immer gleich eine ganze Serviette oder Motiv sein – einzelne Bilder aus einer Serviette lassen sich auch sehr schön kombinieren. Ob ganze Serviette oder einzelne Motive – hier erfährst du, wie die Serviettentechnik[1] auf Porzellan funktioniert.

Das brauchst du für die Serviettentechnik auf Porzellan

  • Serviette mit Mondmotiv (Vielseidig Verlag)
  • Malmedium
  • Pinsel[5]
  • Porzellantasse
  • Schere
  • Alkohol[4] zum Reinigen der Tasse
  • Wattestäbchen


Bastelanleitung Serviettentechnik auf Porzellan

  1. Die Tasse mit dem Alkohol gründlich von Fett und Staub säubern.
  2. Die Motive ausschneiden und die beiden unteren Lagen der Serviette entfernen.
  3. Die Tasse an den Stellen, an denen du die Motive aufbringen möchtest, mit etwas Malmedium bestreichen. Das Medium antrocknen lassen, die Motive auf das klebrige Medium legen und gut andrücken. Nach dem Trocknen die Motive noch einmal mit dem Malmedium übermalen.
  4. Ein Wattestäbchen mit Alkohol tränken und die Reste des Malmediums, die über das Motiv hinausgehen, entfernen.
  5. Nachdem das Malmedium vollständig durchgetrocknet ist (ca. 24 Stunden), wird die Tasse nach den Herstellerangaben im Backofen gebacken und ist danach bedingt spülmaschinenfest.
  6. Unbedingt darauf achten, dass weder die “Backzeit” noch die “Backtemperatur” überschritten wird! Der Kleber[6] und die Serviette wird sonst braun!

Vor allem weißes Porzellan ist als Träger für Serviettenmotive sehr gut geeignet: Das Motiv behält seine ursprünglichen Farbtöne und seine Farbkraft.
Bei dunklem Untergrund[2] muss die Stelle, an der das Bild aufgeklebt wird, hell grundiert werden. Nicht ratsam ist es, das ganze ursprünglich dunkle Objekt hell zu bemalen, den handelsüblichen backofenfixierbaren Porzellan- oder Glasmalfarben fehlt dafür die erforderliche Deckkraft.

Weitere Beispiele

Serviettentechnik auf Porzellan

Ein Küchenherd mit Backofen, ein schlichtes weißes Service, dazu schöne Servietten und ein passender Kleber: Mehr braucht es nicht, um Familie und Gäste mit einem “selbstgebackenen” Service zu überraschen.

Serviettentechnik auf Porzellan

Dieses Geschirr ist schon relativ alt – damals habe ich noch nicht gewusst, dass man bei der Serviettentechnik auf Porzellan die Ränder, die mit dem Mund oder Lebensmittel in Berührung kommen, aussparen muss.

Serviettentechnik auf Porzellangeschirr

Verwendet man für die Serviettentechnik auf Glas und Porzellan ein farbloses Malmedium, wie es für die backofenfixierbaren Glas- und Porzellanmalfarben als Verdünner[3] angeboten wird, schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Man hat einen hervorragenden Serviettenkleber und kann gleichzeitig die entsprechenden Farben mit dem Medium verdünnen, ohne dass ihre Konsistenz darunter leidet.

Mueslischale in Serviettentechnik

Dieses Geschirr habe ich mit Servietten beklebt, bevor ich wusste, dass das nicht ganz risikolos ist. Heute würde ich Gebrauchsgeschirr nicht mehr auf diese Art gestalten.

Porzellangeschirr in Serviettentechnik

Mit Hilfe der Serviettentechnik wird aus einer schlichten Duftlampe im Handumdrehen ein Einzelstück.

Duftlampe mit Serviettentechnik verziert

Für diese Vase wurden die Servietten ausgerissen und auf einen relativ dunklen Hintergrund geklebt.

Vase mit Olivenserviette

Tipps und Tricks

Mehr zum Thema Serviettentechnik erfährst du hier.

2014-06-25 04:46:03
Bastelfrau (Barbara)
Begriffserklärung
1. Serviettentechnik.

Es gibt wohl kaum eine Basteltechnik, die solche Erfolgserlebnisse garantiert, wie die Serviettentechnik. Dabei kann diese Basteltechnik zusätzlich noch mit anderen Techniken kombiniert werden und bietet so Möglichkeiten ohne Ende.

Büste in Serviettentechnik

Auch wenn der "Serviettentechnik-Boom" mittlerweile vorbei ist und die Serviettentechnik nun zu den klassischen Basteltechniken gehört, sind ihre fast unendlichen Gestaltungs- und Anwendungsmöglichkeiten geblieben. Egal ob man ein schönes Keilrahmenbild zaubern, ein Hintergrundpapier für das Karten basteln herstellen möchte, ein Trinkglas verschönern, einen Armreif oder anderen Schmuck basteln oder ein Pappdose verzieren möchte - die Serviettentechnik macht es möglich. Sie lässt sich immer wieder mit anderen - auch neuen - Bastelmaterialien kombinieren und kann genauso gut im Vordergrund wie im Hintergrund stehen.

Wenn auch die neuen Serviettenmotive nicht mehr so schnell erscheinen wie vor einigen Jahren, gibt es immer noch Motive für jede Gelegenheit, für jede Jahreszeit und für jeden Anlass.

Material für die Serviettentechnik

An Material benötigt man nur wenig: Motivservietten, einen guten Serviettenkleber und einen guten Pinsel. Dazu kommt dann noch das Objekt, das verschönert werden soll und eventuell Farben - je nachdem, was man gerade vor hat.

Serviettenkleber gibt es für verschiedene Anwendungszwecke: den normalen Serviettenkleber, den man für Holz, Pappe usw. verwenden kann und spezielle Kleber für Stoff oder Glas und Porzellan. Außerdem gibt es noch einen weiteren Spezialkleber für Kerzen - den man allerdings mit Vorsicht genießen sollte.

Oft wird für die Serviettentechnik auch Decoupagekleber verwendet. Dieser ist wesentlich dicker und zähflüssiger als Serviettenkleber und vor allen Dingen für die Bügeltechnik geeignet.

Wichtig ist bei der Wahl des Serviettenklebers also der Anwendungszweck und die Qualität. Wer einmal mit richtig gutem Serviettenkleber gearbeitet hat, ärgert sich später, wenn er mal weniger guten erwischt - ich spreche da aus Erfahrung.

Der richtige Pinsel - nicht zu hart und nicht zu weich - sorgt dafür, dass die Serviette nicht reißt.

Will man einen dunklen Gegenstand mit Serviettentechnik verzieren, benötigt man eine helle Farbe als Untergrund - das Serviettenmotiv verschwindet sonst regelrecht, da die Servietten bei der Bearbeitung transparent werden.

Der Materialaufwand ist als überschaubar - ein Einstieg in diese Basteltechnik ist also recht preisgünstig. Anleitungen und Bastelideen für die Serviettentechnik findest du auf bastelfrau.de.

2. Untergrund.

Man unterscheidet zwischen saugenden und nicht-saugenden Untergründen. Saugende Untergründe wie Holz oder Putz nehmen Feuchtigkeit zum Teil auf. Nicht-saugende nehmen keine Feuchtigkeit auf, wie zum Beispiel Fliesen, Spiegel und Glas.

3. Verdünner.

Verdünner passen in der Regel zur verwendeten Farbe - also zum Beispiel Seidenmalfarbe, Porzellanmalfarbe usw. Er hellt die Farbe auf, ohne den Farbton zu sehr zu verändern.

In der Seidenmalerei können damit große Flächen ohne Konturbildung coloriert werden. Verdünner empfiehlt sich dabei nur bei Dampffixierfarben, da hier die Verbindung zu Farbstoffen geschaffen wird. Dies ist bei den Pigmentfarben nicht der Fall.

4. Alkohol.

Alkohol wird in der Seidenmalerei auch Diluant genannt: aus Frankreich – Alkohol für Auswaschtechniken – ist absolut identisch mit Alkohol auf dem deutschen Markt. Außerdem wird Alkohol zum Reinigen von Arbeitsflächen, Werkzeug und Polymer-Clay-Werkstücken (vor dem Lackieren) und unter Umständen auch für Image Transfers verwendet.

5. Pinsel.

Pinsel gibt es in vielen unterschiedlichen Qualitäten. Man sollte unbedingt darauf achten, dass der richtige Pinsel für die durchgeführte Technik gewählt wird.