3. März 2024

Sicherheitsschilder im Betrieb

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Besonders in handwerklichen und technischen Betrieben mit vielen Maschinen ist die Kennzeichnung von Gefahrenquellen wichtig und teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben. Dabei kommen Sicherheitsschilder zum Einsatz, die bestimmten festgelegten Normen entsprechend angefertigt sein müssen. Deswegen sollten diese Schilder nicht einfach selbst gebastelt werden. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Sicherheitsschilder in deinem Unternehmen nicht fehlen dürfen und was es mit ihnen auf sich hat.

Sicherheitsschilder – gesetzliche Grundlagen und Pflichten

Wenn du Selbstständig bist und noch keine Angestellten hast, sind Sicherheitsschilder für dich noch nicht so entscheident. Aber wenn du deinen ersten Angestellten hast, solltest du dich gerade wenn du im kreativen Bereich tätig bist, mit dem Pflichten für Sicherheitsschilder befassen. Es kann aber auch hilfreich sein, sich vorher mit dem Thema zu befassen. Das schärft die Aufmerksamkeit dafür mit welchen Werkzeugen und Materialien man arbeitet. Es kann schnell passieren, dass man gifitge oder gefährliche Gegenstände offen herum liegen lässt. Dies ist besonders wenn man Haustiere oder Kinder hat sehr gefährlich. Diese werden von Schildern zwar nicht abgeschreckt, aber es kann dabei helfen, die eigene Aufmerksamkeit für solche Dinge zu verbessern.

Neben den Anweisungen und professionellen Unterweisungen, die Mitarbeiter eines Betriebes durch Vorgesetzte zu erhalten haben, spielt die Beschilderung im Unternehmen eine große Rolle. Die Schilder dienen zur Erinnerung an Regeln und machen Gefahrenquellen deutlich. Auch im Falle von Notfällen und Evakuierungen sind Sicherheits- und Hinweisschilder unerlässlich. Damit erhalten die Mitarbeiter Orientierung und finden leichter aus einem Gebäude heraus. Unternehmen, die auf die Fertigung von Sicherheitsschildern für Betriebe spezialisiert sind, bieten eine große Auswahl an Produkten.

Arbeitgeber haben die Pflicht, sich an gesetzliche Regelungen und Vorschriften zu halten, welche die Kennzeichnung von Gefahrenquellen betreffen. Die Grundlagen dafür sind in der ASR A1.3. zu finden.
Technische Regeln für Arbeitsstätten geben Auskunft über den geforderten Stand der Technik, Arbeitsmedizin, Hygiene sowie sonstige arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse, die zur Einrichtung und das Betreiben von Arbeitsstätten wichtig sind. Sie werden von einem Team aus qualifizierten Fachleuten zusammengestellt und ständig weiterentwickelt. Bekannt gibt sie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Einteilung der Warnschilder in Klassen

Um die Sicherheits- und Betriebskennzeichen besser unterscheiden zu können, werden sie verschiedenen Klassen zugeteilt. Welche Zeichen für ein Unternehmen relevant sind, entscheidet immer eine individuelle Beurteilung möglicher Gefährdungen an einer Arbeitsstätte.

  • Kennzeichnung von Hindernissen und Gefahrenstellen: gelb-schwarze und rot-weiße Streifen
  • Leuchtzeichen: Sicherheitszeichen, die hinterleuchtet oder mit Rundumleuchten ausgestattet sind
  • Lang nachleuchtende Zeichen: Fluoreszierende Zeichen leuchten durch ihre Materialeigenschaften noch weiter, wenn die allgemeine Beleuchtung ausfällt.
  • Kombinationszeichen: auf einem Träger vereinte Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen
  • Zusatzzeichen: Sicherheitsschilder werden zum Beispiel durch einen kurzen Text ergänzt

Die verschiedenen Farben

Es ist wichtig, dass Sicherheitsschilder bestimmte Farben aufweisen, damit auf einen Blick erkennbar ist, um was für ein Zeichen es sich handelt. Auch die Farben für Sicherheitsschilder sind nach DIN-Norm festgelegt.

  • Grüne Rettungszeichen: Schilder, die einen Notausgang kennzeichnen, müssen die Farben Signalgrün und ein weißes Piktogramm in Signalweiß enthalten. Es ist wichtig, dass sie nicht mit Schrift ergänzt werden, da auch Menschen sie verstehen müssen, die nicht lesen können. Zum Teil werden Rettungszeichen mit Pfeilen ergänzt, um zu verdeutlichen, wo sich der Notausgang befindet.
  • Blaue Sicherheitsschilder: Die ISO 7017 gibt 26 Piktogramme für blaue Gebotsschilder mit weißen Symbolen vor. Diese Schilder weisen zum Beispiel darauf hin, dass man einen Schutzhelm oder Schutzkleidung tragen soll. Meistens sind Gebotsschilder nur für den Alltag im Betrieb relevant, weshalb man sie außerhalb von Betriebsgeländen kaum antreffen wird.
  • Gelbe Warndreiecke: Gelbe dreieckige Schilder mit schwarzen Piktogrammen weisen auf Gefahren hin. Dazu zählen ätzende Stoffe, gefährliche Tiere und Hindernisse in Boden- oder Kopfhöhe. Eine Handlung wird auf den Schildern nicht dargestellt.
  • Rot (verschiedene Bedeutungen): Rot ist eine Warnfarbe und wird sowohl für Verbotsschilder als auch für Brandschutzschilder und Feuerwehrzeichen vorgeschrieben.

Bußgelder bei fehlerhafter Kennzeichnung im Betrieb

Als Unternehmer/in hat man die Pflicht, sich um die Kennzeichnung von Gefahrenquellen durch Schilder zu kümmern. Kommt man dieser nicht nach, drohen schwere Geldstrafen. Im Falle einer unvollständigen oder zu spät durchgeführten Gefährdungsbeurteilung können Bußgelder bis zu 3.000 Euro anfallen.
Sind Fluchtwege oder Notausgänge nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet, drohen Geldstrafen bis zu 2000 Euro. Es ist demzufolge wichtig, den Bestimmungen rechtzeitig und pflichtbewusst nachzukommen.

Das Fazit – Die richtige Beschilderung im Betrieb

Mitarbeiter sind in Betrieben mit Maschinen, Chemikalien oder reizenden Stoffen unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt. An diese sollten sie immer wieder erinnert werden, um das Risiko für Unfälle zu minimieren. Warn, Gebots- und Verbotsschilder weisen auf Gefahren hin und unterscheiden sich hinsichtlich der Farben und Piktogramme. Welche Schilder und Zeichen in einem Betrieb Pflicht sind, zeigt eine Gefährdungsbeurteilung. Wichtig sind auch Rettungszeichen, die einen Notausgang oder Sammelstellen kennzeichnen.

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2022-11-17 16:43:04